Nachrichten August 2008



INTERNATIONAL: Niederländischer Kameramann in Georgien getötet

Gori/Den Haag. CK/VK/NRC. 13. August 2008.

Bereits am Dienstagmorgen kam der niederländische Kameramann Stan Storimans (39) in der georgischen Stadt Gori ums Leben. Er befand sich mit seinem Kollegen, dem Auslandskorrespondenten Jeroen Akkermans, in einem als ungefährlich geltenden Gebiet der Stadt, als sie in ein (vermutlich) russisches Bombardement gerieten. Gori befindet sich in der Nähe der abtrünnigen georgischen Region Südossetien, die in den vergangenen Tagen zum Anlass für Kampfhandlungen zwischen Russland und Georgien wurde.

Neben dem erfahrene Kameramann von RTL Nieuws, der zuvor in vielen Kriegsgebieten, wie Irak und Afghanistan, eingesetzt worden war, kamen bei dem Beschuss vier weitere Personen ums Leben; Akkermans wurde verletzt. Storimans ist damit bereits der vierte Journalist, der während der fünftägigen Kriegshandlungen in der Region ums Leben kam.

Der niederländische Außenminister Maxime Verhagen, der Storimans während eines Afghanistan-Besuchs kennengelernt hatte, zeigte sich bestürzt über dessen Tod und forderte die sofortige Aufklärung seines Todes. Noch am Dienstag bestellte er den russischen Botschafter zu sich ein und forderte diesen zur Hilfe bei der Aufklärung auf. Georgiens Präsident Saakashvili, der mit der Niederländerin Sandra Roelofs verheiratet ist, kündigte an, dass seine Ehefrau an der Beerdigung des Kameramanns teilnehmen wird.