Nachrichten Dezember 2007



UMWELT: Sturmflut richtet in den Niederlanden nur geringe Schäden an

Rotterdam. VS/NRC/VK. 9. November 2007.

Herbststurm "Tilo", der mit etwa 120 Stundenkilometern über der Nordsee wütet, hat in den Niederlanden nur vergleichsweise geringe Schäden angerichtet. Bereits Donnerstagabend waren das Oosterschelde-Sturmflutwehr und das Hartelwehr geschlossen worden. Erstmals seit seiner Fertigstellung 1997 wurde auch das Maeslant-Flutwehr mit seinen 210 Meter langen und 22 Meter hohen Fluttoren geschlossen. Die Zufahrt zum Rotterdamer Hafen ist seitdem gesperrt und wird es voraussichtlich noch bis heute Nachmittag bleiben. An der gesamten niederländischen Küste wurden zudem alle Deiche während der Nacht überwacht, eine so hohe Alarmbereitschaft gab es zuletzt 1976. Entlang der Küste wurde ein erhöhter Meerespiegel von bis zu vier Metern über NN erwartet. Bislang wurden nur geringe Überschwemmungen in verschiedenen Häfen gemeldet, am Flughafen Schiphol kommt es als Folge des Sturms immer wieder zu Verspätungen und ausgefallenen Flügen. Mittlerweile hat sich die Lage im Süden des Landes entspannt und nur im Norden müssen die Deiche noch verstärkt überwacht werden. Der Bund der Versicherer schätzt, dass die Gesamtschäden, die beispielsweise durch herabgewehte Dachpfannen oder abgebrochene Äste entstanden, unter einer halben Million Euro bleiben.