Nachrichten Juni 2007



HILFE: Niederlande tun am meisten für arme Länder

Washington. MG/FP. 8. Juni 2007.

Bei einem Vergleich der 21 reichen Nationen der Erde schneiden die Niederlande nach einer Untersuchung der amerikanischen Zeitschrift ‚FP Foreign Policiy’ für das Jahr 2006 besonders gut bei der Unterstützung armer Länder ab. Ausgewertet wurden die Ergebnisse in sieben Kategorien: Entwicklungshilfe, Handel, Investitionen, Migration, Umwelt, Sicherheit und Technologie. Relativ gesehen liegen die Niederlande in der Gesamtheit der Resultate auf Platz eins vor den skandinavischen Ländern Dänemark, Schweden und Norwegen, Deutschland folgt auf Platz neun. Zwar kommt die Studie zu dem Schluss, dass insgesamt noch zu wenig für die armen Länder getan werde und dass die Maßnahmen der reichen Länder weit hinter den Versprechungen zurückblieben. Generell könne aber wenigstens eine leichte Verbesserung der Bemühungen im Bereich der Entwicklungshilfe verzeichnet werden. Den ersten Platz haben die Niederlande nach Angaben der Journalisten der Untersuchung unter anderem ihrer neuen Politik zur Begrenzung der Einfuhr von illegal gefälltem Tropenholz sowie der Unterstützung des internationalen Versuchs zur Kontrolle von Bestechung zu verdanken. Darüber hinaus konnten die Niederlande jedoch auch davon profitieren, dass Länder wie Dänemark weniger Punkte erzielten als in den Vorjahren. Trotzdem kann als Resumé aus der Studie festgehalten werden, dass das kleine Land an der Nordsee verhältnismäßig stark engagiert für die Armen der Welt eintritt.