Nachrichten Januar 2007



DEMOGRAPHIE: Bevölkerungswachstum bis 2050 dank Migration

Voorburg. MG/VK/NRC/CBS. 9. Januar 2007.

Die niederländische Bevölkerung wird nach einer gestern veröffentlichten Studie des Centraal Bureau voor de Statistiek (Zentrales Statisitkamt, kurz CBS) bis zum Jahr 2050 weiter anwachsen. Während aktuell etwa 16,4 Millionen Menschen in den Niederlanden leben, wird diese Zahl laut CBS auf 16,8 Millionen ansteigen. Verantwortlich für dieses Bevölkerungswachstum werden aber in erster Linie diejenigen Einwohner mit Migrationshintergrund sein. So erwarten die Statistiker, dass vor allem Immigranten aus nicht-westlichen Ländern durch Familiengründungen zu dem Anstieg der Zahlen beitragen werden. Dadurch wird auch der Vergreisungsprozess abgebremst. Innerhalb der nächsten vierzig Jahre wird durch diesen Trend der Anteil der Einwohner mit Migrationshintergrund von derzeit 19 Prozent auf geschätzte 29 Prozent ansteigen. Niederländische Statistiker unterscheiden bei ihren Berechnungen zwischen allochthonen und autochthonen Einwohnern, wobei zu der ersten Gruppe gerechnet wird, wer mindestens ein Elternteil aus einem anderen Land hat. Die Gruppe der Allochthonen wird wiederum in Immigranten aus westlichen und nicht-westlichen Ländern unterteilt. Im Jahr 2050 werden Dreiviertel aller Einwanderer aus westlichen Ländern aus der EU stammen, während dieser Anteil zurzeit noch etwas mehr als die Hälfte ausmacht. Immigranten aus nicht-westlichen Ländern, die bereits seit längerem in den Niederlanden leben – dies betrifft vor allem Einwanderer aus der Türkei, Marokko und Surinam – werden nach Angaben der Statistiker nur in geringem Maße zu dem errechneten Wachstum beitragen. Hauptsächlich wird dieses durch Immigranten verursacht, die erst kürzlich in die Niederlande eingewandert sind – aus den Ländern China, Irak, Afghanistan und Iran – da diese im Durchschnitt besonders jung sind.