Nachrichten Januar 2007



VERLEIHUNG: Silberfuchs-Verlag für den Deutschen Hörbuchpreis 2007 nominiert

Kayhude/Hamburg. Silberfuchs-Verlag. 8. Januar 2007.

Nur ein schlichter Satz auf dem Anrufbeantworter. „Ich habe eine gute Nachricht für Sie“, sagte die Dame vom Verein. Vereinsnachrichten mögen manchmal zum Gähnen sein. Wenn es sich aber um den Deutschen Hörbuchpreis e.V. handelt, ist man sofort hellwach. Die Geschäftsführerin Corinna Hesse rief sofort in der Kölner Zentrale des Vereins an. „Die Mitarbeiterin bestätigte, wovon ich nie zu träumen gewagt hätte: Ihr Silberfuchs-Verlag ist für den Deutschen Hörbuchpreis nominiert!!“ Ihre Mitgründerin Antje Hinz ergänzt: „Und dann auch noch in der Kategorie „Beste verlegerische Leistung“ – das klingt ja fast nach ‚Lebenswerk’!  Die Jury begründet ihre Nominierung folgendermaßen: "Diese hochwertigen Reiseführer fürs Ohr verbinden Information, Literatur und Musik auf ganz besondere Weise und sind zudem wunderschön ausgestattet." Es ist fantastisch, dass unsere kulturellen Sachhörbücher über Länder, wie Japan, China und die Niederlande, und Komponisten, wie Buxtehude und Mozart, bei Experten und privaten Hörern gleichermaßen auf Begeisterung stoßen. Und das nach nur zwei Jahren! Zwei Jahre allerdings, die es in sich haben. Die beiden Verlegerinnen rotierten in ihren Büros in Kayhude und Hamburg rund um die Uhr: „Als Existenzgründer muss man ein Allrounder sein. Und Idealist.“ Die beiden ARD-Rundfunkjournalistinnen recherchieren, schreiben die Manuskripte, wählen die passende Musik aus, klären die Lizenzrechte, führen Regie, überwachen den Schnitt und edieren das CD-Beiheft: „Und wenn das Schätzchen dann fertig ist, geht die Arbeit erst wirklich los. Pressearbeit, Marketing, Vertrieb – und schon wieder Kooperationspartner suchen für das nächste Projekt.“ Denn ohne starke Partner hat ein junger Verlag auf dem Buchmarkt schlechte Karten. Daher arbeitet der Silberfuchs-Verlag eng mit Konzertveranstaltern und Festivals zusammen, die ihren Besuchern die thematischen Schwerpunkte ihrer Programme durch die Hörbücher lebendig und „ohrenfreundlich“ vermitteln möchten. Mit ihrem Silberfuchs-Verlag setzen die beiden ARD-Rundfunkjournalistinnen Corinna Hesse und Antje Hinz auf Qualität. Mit ihren hochwertig verpackten, aufwändig produzierten Kultur-Hörbüchern fanden sie eine Marktlücke. „Wir möchten die Kultur eines Landes oder die Persönlichkeit eines Komponisten für alle Sinne erlebbar machen“, erzählt Corinna Hesse. Perfekt wird das Gesamtkunstwerk durch die visuelle Gestaltung, die der Ästhetik der jeweiligen Kultur oder eines Künstlers nachempfunden ist.“ So sind bei dem Japan-Hörbuch die Bildmotive aus der kargen, schlichten Schönheit historischer japanischer Schriftrollen abgeleitet – die Niederlande dagegen leuchten mit grafischen Farbflächen, die an Piet Mondrian und seine De Stijl-Bewegung erinnern. Die Nominierung für den Deutschen Hörbuchpreis, der am 18. März bei der lit.COLOGNE in Köln verliehen wird, hat den Flügeln noch einmal Auftrieb verliehen: „Sie hat uns bestätigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind mit unserer Idee, möglichst viele Menschen für Kulturthemen zu begeistern. Kultur wird heute ja oft als überflüssiger Luxus abgestempelt. Wir möchten gerne erfahrbar machen, dass Kultur die Basis des menschlichen Zusammenlebens ist. Alles – die Art, wie wir wohnen, wie wir miteinander umgehen – ist kulturell gewachsen. Ohne Kultur gibt es keine Kommunikation, keine Wirtschaft, keine Arbeit.“