Nachrichten Februar 2007



BILDUNG: Deutsch-niederländisches Graduiertenkolleg in Münster eröffnet

Münster. MG. 22. Februar 2007.

Das Graduiertenkolleg "Zivilgesellschaftliche Verständigungsprozesse vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart - Deutschland und die Niederlande im Vergleich" ist am heutigen Donnerstag während eines Festaktes im barocken Erbdrostenhof in Münster eröffnet worden. Seit dem 1. Oktober des letzten Jahres forschen zehn Doktorandinnen und Doktoranden, gefördert von der Deutschen Forschungsgesellschaft (DFG), interdisziplinär über zivilgesellschaftliche Themenbereiche auf geschichtlichem, politischem und kulturellem Gebiet. Die Sprecherin des Kollegs, Privatdozentin Dr. Christiane Frantz, zog in ihrem einleitenden Grußwort eine positive Bilanz des ersten gemeinsamen Semesters und prophezeite den sechs Stipendiatinnen und vier Stipendiaten eine erfolgreiche Zukunft nach dem Abschluss ihrer Promotion. Prof. Dr. Friso Wielenga, Direktor des Zentrums für Niederlande-Studien, das den Antrag für das Graduiertenkolleg gestellt hatte, schloss sich dieser positiven Einschätzung an. Er brachte seinen Wunsch zum Ausdruck, dass der grenzüberschreitende Gedanke des Kollegs in den kommenden Jahren weiter Gestalt annehmen werde. Auch die Rektorin der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster sprach ein Grußwort, in dem sie vor allem ihre Hoffnung äußerte, dass - auch mithilfe des neu eingerichteten Forschungskollegs - die Münster’sche Universität in der nächsten Runde der sogenannten Exzellenzinitiative bessere Chancen auf zusätzliche Fördergelder erhalte. Dr. Sebastian Granderath von der DFG nannte in seinem Grußwort als wichtige Voraussetzung für die Bewilligung des Graduiertenkollegs am Zentrum für Niederlande-Studien die intensive Betreuung der Stipendiaten, die dadurch die Möglichkeit erhalten, ihre Forschungsvorhaben schnell und erfolgreich umsetzen zu können. Im abschließenden Festvortrag mit dem Titel „Entbürgerlichung und Neuproletarisierung: Von der Gesellschaft zurück zur Gemeinschaft?“ stellte der Direktor des niederländischen Sociaal en Cultureel Planbureau (sozial-kulturelles Planungsbüro), Prof. Dr. Paul Schnabel, einige Überlegungen zur Zivilgesellschaft in den Niederlanden an. Als Grundlage hierfür zitierte er aus dem Koalitionsabkommen der neuen Regierung, die heute in Den Haag vereidigt wird. Untermalt wurde der Festakt von drei Studenten der Musikhochschule Münster, die an Klavier, Klarinette und Gitarre Werke unterschiedlicher Epochen präsentierten. Beim anschließenden Empfang hatten die beteiligten Professoren, die Stipendiaten und ihre Gäste die Gelegenheit, mit einem Glas Sekt auf eine erfolgreiche Zukunft anzustoßen.