Nachrichten August 2007



BILDUNG: Studentenquoten in Stadtvierteln

Utrecht. AB/VK. 6. August 2007.

Immer mehr niederländische Städte sorgen dafür, dass der Anteil an Studenten innerhalb von Stadtteilen nicht zu hoch wird. Sogenannte „Studentenquoten“ wurden schon von den Städten Groningen, Enschede und Zwolle aufgestellt und auch Utrecht denkt darüber nach, eine derartige Quote einzuführen. Bisher testen Groningen und Enschede die Regelung  nur. Groningen hat damit erst im Mai begonnen, während Enschede schon bald erste Schlüsse ziehen könnte. Die Belästigung durch die Studenten sei vielerorts zu hoch. So gab im Juni das Gericht in Den Haag einem Wohnungsbesitzer recht, der meinte, dass der Wert seiner Wohnung aufgrund „überproportional vieler Störungen“ durch Studenten gesunken sei. Der Richter bezifferte den Wertverfall auf 70 Tausend Euro. Die niederländische Eigenheimvereinigung „Vereniging Eigen Huis“ stimmt der Aussage zu, dass Umgebungslärm die Preise beeinträchtigt, konnte jedoch nicht bestätigen, dass ihre Mitglieder sich vermehrt über Studenten beschweren. Die Dachorganisation der Studentenwohnheime findet es falsch, Quoten zu erlassen. Es sei bessser auf die Lebensverhältnisse in einzelnen Straßen zu achten. Außerdem müssten Stadtbewohner tolerant sein. In Utrecht haben sich dieses Jahr schon auffallend viele Bewohner aus den äußeren Stadtteilen Overvecht und Kanaleneiland missfallend über die große Anzahl Studenten geäußert. Amsterdam und Rotterdam planen derzeit keine Studentequoten.