Nachrichten September 2004



WIRTSCHAFT: Kilometer statt Zeit bestimmen Taxipreis

Den Haag. KA. 9. September 2004.

Wer in den Niederlanden schon mal mit dem Taxi von A nach B gefahren ist, mag sich über die teuren Preise gewundert haben. Eigentlich war die Strecke vom Bahnhof zum Hotel gar nicht so weit, dennoch verlangte der Taxifahrer eine stattliche Summe Geld. Kein Wunder. Bisher wurden in den Niederlanden Taxifahrten aufgrund von Dauer und nicht aufgrund der Länge berechnet. So kann eine Fahrt im dichten Stadtverkehr zur Feierabendzeit wesentlich teurer sein als die gleiche Fahrt früh morgens, wenn noch alle Straßenzüge vor Leere gähnen. Die christdemokratische Verkehrsministerin Karla Peijs (CDA) wird sich am Freitag mit ihren Kollegen über den Vorschlag eines Kilometerfestpreises der Unternehmensberatung KPMG beugen. KPMG empfiehlt die Abrechnung nach Kilometern, so wie es auch in Deutschland im Allgemeinen gehandhabt wird. Eine Grundpauschale, die dem Wert von zwei bis drei Kilometern entsprechen sollte, halte Kunden davon ab, auch für kleinste Strecken auf das Taxi zurückzugreifen. Jeder angefangene Kilometer wird neben dem Grundpreis zu einem festen Preis berechnet. Der Verbraucherverband setzt sich schon seit Jahren für einen Kilometerfestpreis ein. Auch der niederländische Transportverband „Koninlijk Nederlands Vervoer“ begrüßt die geplante Neuregelung. Schließlich sei es der Wunsch des Konsumenten, also arbeite man an der Neuregelung mit.