Nachrichten Mai 2004



ENSCHEDE: Gedenken an Feuerwerksexplosion

Enschede. KA/TU/NOS. 13. Mai 2004.

Vier Jahre nach der Explosion einer Feuerwerksfabrik im niederländischen Enschede, nahe der deutschen Grenze bei Münster, haben rund fünfhundert Menschen den 22 Todesopfern und zahlreichen Verletzten mit einem Schweigemarsch durch die Stadt gedacht. Auch wurden bei der Explosion am 13. Mai 2000 mehr als fünfhundert Häuser im Stadtteil Roombeek verwüstet. Die Gedenkfeier stand unter dem Motto "nach Hause kommen" ("thuiskomen"), da die ersten Bewohner bereits in ihren alten Stadtteil zurückgekehrt sind. Kurz vor halb vier - damals explodierten die Feuerwerkskörper - läuteten die Glocken und wurde mit einer Schweigeminute der Opfer gedacht. Bürgermeister Jan Mans las das Gedicht "Enschede heult" des inzwischen verstorbenen Dichters Willem Wilmink vor. Der Wiederaufbau des Stadtteils löst gemischte Gefühle bei den Bewohnern aus. Wie die regionale Zeitung "De Twentse Courant" berichtet, sei Roomwijk durch die neuen Appartmentgebäude nicht mehr wieder zu erkennen. Vor der Explosion war Roomwijk ein "knusse wijk" - ein behaglicher Stadtteil mit kleinen, älteren Reihenhäusern.

Stadt Enschede: Website (NL, DE, EN)