Nachrichten august 2004



SUBVENTIONEN: Kein Geld mehr für Prostitutionsverband

Den Haag. KA/NRC/RNW. 12. August 2004.

Der niederländische Interessenverband für Prostituierte « De Rode Draad » wird zum 1. Januar 2005 seine Tätigkeiten einstellen. Das Ministerium für Gesundheit, Wohlfahrt und Sport wird die jährlichen Subventionen in Höhe von 200.000 Euro nicht mehr auszahlen. 100.000 Euro zur Finanzierung von speziellen Projekten ständen jedoch noch zur Verfügung. Die drastischen Sparmaßnahmen des Ministeriums treffen auch auf 300 weitere Sport-, Jugend- und Wohlfahrtsverbände. „De Rode Draad“ – „Der Rote Draht“ vertritt seit fast 20 Jahren die Interessen der Prostituierten bei den Gewerkschaftsverbänden und hilft in Rechts- und Steuerfragen. Ziel des Vereins war damals die Anerkennung der Prostitution als Beruf. Inzwischen hat die Organisation ihre Aktivitäten auch auf Aidsfragen und Frauenhandel ausgeweitet. Den vier Mitarbeitern der Organisation steht jetzt die Kündigung ins Haus, der Verein „Rode Draad“ wird jedoch weiter bestehen bleiben.