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WIRTSCHAFT: Albert Heijn wirbt in Belgien mit „holländischen Preisen“ und Rabattaktionen

Die niederländische Supermarktkette Albert Heijn hat in Belgien zurzeit 42 Filialen. Im vergangenen Monat kündigte der Supermarktriese an, diese Zahl verdoppeln zu wollen und ließ erstmalig eine große Rabattaktion in Belgien folgen: 3 Artikel kaufen, 1 Artikel bezahlen. Diese 1+2-Aktion sorgte in Belgien für große Aufregung – die Kunden freuten sich über den Rabatt, die Konkurrenten ärgerten sich über die Schleuderpreise und befürchten einen „urholländischen Supermarktkrieg“ im eigenen Land. Auch Jumbo, die niederländische Supermarktkette, die stets mit den günstigsten Preisen wirbt, will das Nachbarland zukünftig erobern und befeuert Albert Heijns Dumping-Pläne mit diesem Vorhaben nur noch mehr.

GESUNDHEIT: Entschädigung für Betroffene des Chrom-VI-Skandals in Tilburg

Nachdem im vergangenen Jahr zuerst der Chrom-VI-Skandal beim niederländischen Militär für Aufregung gesorgt hatte (NiederlandeNet berichtete), begann im November ein Untersuchungsausschuss einen weiteren Fall genauer unter die Lupe zu nehmen: Zwischen 2004 und 2012 mussten ungefähr 800 Arbeitslose für das Reintegrationsunternehmen tROM arbeiten und dabei in Tilburg für das Spoorwegmuseum (dt. Eisenbahnmuseum), NedTrain und NS unter anderem alte Züge schleifen und streichen. Hierbei wurde den Untersuchungen zufolge Chrom-VI freigesetzt, das die Gesundheit der Arbeiter stark gefährdet haben kann. Die Untersuchungskommission urteilte, dass die Gemeinde Tilburg, NS/NedTrain und das Eisenbahnmuseum bei der Bereitstellung eines sicheren Arbeitsplatzes versagt haben und für mögliche entstandene Gesundheitsschäden verantwortlich sind.

BREXIT: Werden die Niederlande profitieren?

Die Meldungen zum Brexit überschlagen sich. Premierministerin Theresa May (Conservative Party) verlor bei der Abstimmung über ihren Deal die Unterstützung ihrer Tories – überlebte aber ein anschließendes Misstrauensvotum. Klar ist nach der Abstimmung aber nur eins: Einen Deal gibt es nicht, und der Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU naht. Noch 42 Tage hat May Zeit, um einen ungeordneten Brexit abzuwenden. Gleichzeitig bereitet sich die britische Wirtschaft aufs Schlimmste vor. Rund 250 Unternehmen stehen derzeit in Kontakt mit dem niederländischen Wirtschaftsministerium. Ihr Ziel: die Verlagerung ihrer geschäftlichen Aktivitäten in die sicheren Niederlande. Könnten die Niederlande zum lachenden Dritten im Brexit werden?

WIRTSCHAFT: Shell angeklagt wegen Menschenrechtsverletzungen in Nigeria

Nigeria ist das bevölkerungsreichste Land Afrikas und eine der größten Volkswirtschaften des Kontinents. Das Land ist vor allem reich an Öl- und Gasvorkommen. Fast 2 Millionen Barrel Erdöl werden tagtäglich in Nigeria gefördert. Vom Ressourcenreichtum Nigerias profitiert die Bevölkerung dennoch kaum, über die Hälfte der Nigerianer leben in extremer Armut. Allerdings zieht das Öl des Landes ausländische Konzerne an – wie beispielsweise Shell. Gegen den britisch-niederländischen Mineralölkonzern wird heute ein Prozess in Den Haag eröffnet. Die Anklage: Shell soll an Menschenrechtsverbrechen im Nigerdelta beteiligt gewesen sein. Auf Druck des Unternehmens sollen 1995 neun Männer vom nigerianischen Militärregime hingerichtet worden sein, die gegen die Erdölförderung von Shell protestiert hatten.

POLITIK: Auftakt zum Wahlkampf – die Provinzial- und Europawahlen nähern sich

In diesem Jahr finden gleich zwei wichtige Wahlen in den Niederlanden statt: Die Provinzialwahlen am 20. März und die Europawahl am 23. Mai. Für die Regierungskoalition von Mark Rutte wie für die Opposition sind die Wahlen von großer Bedeutung. Glaubt man den aktuellen Umfragen, hat die Regierung aus VVD, CDA, D66 und ChristenUnie nämlich momentan keine Mehrheit. Zwar wird an 20. März nicht über die Regierung abgestimmt, aber die Zusammensetzung der Provinzialparlamente spiegelt sich in der Ersten Kammer wieder, die wiederum an der Gesetzgebung auf nationaler Ebene beteiligt ist. Die Opposition könnte also einige Gesetzesvorhaben stoppen – falls sie einen Wahlsieg Ende März erringt. Die Parteien bringen sich deshalb in Stellung, allen voran die PVV, SP, ChristenUnie und der CDA.