Statut

Statut

der Fachbereiche Physik Chemie und Pharmazie sowie Biologie zur Strukturierung

der

IVV Naturwissenschaften

vom 5. März 1998
aktualisierte Fassung vom 12. Juli 2010

1. Vorbemerkungen

Das System der dezentralen Informationsverarbeitungsversorgungseinheiten (kurz IVV) trägt der Tatsache Rechnung, dass ein großer Teil, insbesondere der fachspezifischen IV-Leistungen dezentral in den Bereichen erbracht werden muss.
Grundlage für die Strukturierung der IV-Versorgung an der Universität Münster ist „Das System der Informationsverarbeitung der WWU Münster“ (Senatsbeschluss vom 8.7.1996)  und das „IV-Versorgungskonzept der WWU Münster“ (Beschluss des IV-Lenkungsausschuss vom 22.09.2008).
Durch das bereits 1991 von Chemie und Physik eingeführte Bereichsrechnersystem „NWZ“ gibt es in diesen Bereichen einen großen Erfahrungsschatz, der die Basis für die IVV bildet.
In diesem Statut wird die Strukturierung der IVV Naturwissenschaften beschrieben, in der die Fachbereiche Physik, Chemie und Pharmazie sowie Biologie (Fachbereiche 11, 12 und 13) und verschiedene assoziierte Bereiche zusammengefasst sind

2. Voraussetzungen

Voraussetzung für den Betrieb der dezentralen IVV Naturwissenschaften ist ein funktions-fähiges Zentrum für Informationsverarbeitung (kurz ZIV), das zentrale Aufgaben übernimmt. Dazu gehören u. a. die Einrichtung und Verwaltung aller Nutzer, Datensicherung und -archivierung, Betrieb der internen (LAN) und externen (WAN) Netze, Betrieb zentraler Serverdienste (z.B. Mail, WWW), Abschluss campusweiter Hard- und Softwareverträge. Näheres regelt die „Aufgabenteilung zwischen ZIV und IVV“ von 12/1997 bzw. 1/1998 fortgeschrieben 6/2002.

3. Aufgaben

Aufgabe der IVV Naturwissenschaften ist die Betreuung der dezentralen IV-Versorgung in den drei Fachbereichen Physik, Chemie und Pharmazie sowie Biologie und den assoziierten Instituten.

Zu den Tätigkeitsfeldern der IVV gehören u. a.:

  • Einrichtung, Unterhaltung und Betrieb des zentralen IV-Systems der IVV, sowohl von der Hard- wie auch von der Softwareseite (Geräte, Betriebssysteme und systemnahe Software)
  • Einrichtung, Unterhaltung und Betrieb der IV-Ausstattung in den Dekanaten und sonstiger zentraler Einrichtungen der Bereiche
  • Betreuung der bereichsspezifischen aber institutsübergreifenden Anwendungssoftware, wie z.B. der Textverarbeitungssysteme, Sprachcompiler etc.
  • Mithilfe bei der Planung, Inbetriebnahme, Wartung und Unterhaltung der IV-Vernetzung in den Instituten
  • Koordination der Arbeiten mit dem ZIV und, soweit nötig, mit den anderen IV-Versorgungseinheiten
  • Erstellung von Haushaltsplänen für die IVV
  • Planung und Durchführung der IV-Investitionen in der IVV
  • Koordination der Personal- und Sachmitteleinsatzes
  • Rechenschaftsbericht gegenüber den Fachbereichsräten

4. Organisationsstruktur

Auf der Basis des Schreibens des Rektors vom 4.8.1997 wird als Organisationsform für die IVV Naturwissenschaften die Organisationseinheit gewählt. Die folgenden Instanzen sind für die Umsetzung der Aufgaben in der IVV Naturwissenschaften gemäß des Organisationsplanes zuständig:

4.1 Das IVV-Leitungsgremium

Der IVV Naturwissenschaften steht das IVV-Leitungsgremium vor, das sich aus je einem Mitglied der drei Fachbereiche Physik, Chemie und Pharmazie sowie Biologie zusammensetzt. Die drei ordentlichen Mitglieder und deren Stellvertreter werden von den beteiligten Fachbereichsräten für jeweils 3 Jahre gewählt. Die Mitglieder sollen über die für die Ausübung ihres Amtes nötige IT-Kompetenz verfügen.
Der Technische Geschäftsführer der IVV ist nicht-stimmberechtigtes Mitglied des IVV-Leitungsgremiums.
Die drei ordentlichen Mitglieder bestimmen einvernehmlich aus ihrer Mitte einen Vorsitzenden und dessen Stellvertreter. Die Amtszeiten betragen 3 Jahre. Das Leitungsgremium ist über Angelegenheiten der IVV entscheidungsbefugt und gegenüber den Fachbereichsräten rechenschaftspflichtig. Entscheidungen sollen im Leitungsgremium einvernehmlich getroffen werden.

4.2 Der Technische Geschäftsführer

Ein hauptamtlicher Technischer Geschäftsführer organisiert den laufenden Betrieb aller Dienste und Systeme der IVV. Dazu stehen ihm in angemessenen Umfang wissenschaftliche, technische und studentische Mitarbeiter zur Verfügung, die Systeme, Anwendungen und Benutzer betreuen.
Der Technischen Geschäftsführer ist ein ausschließlich für diese Aufgabe festangestellter wissenschaftlicher Mitarbeiter.
Der Technische Geschäftsführer plant in Abstimmung mit dem Leitungsgremium den Betrieb und Einsatz von Betriebsmitteln. Er bereitet alle Beschaffungen der IVV vor und begleitet  und überwacht deren Abwicklung.
Der Technische Geschäftsführer ist der Ansprechpartner zu allen grundsätzlichen Fragen zum Betrieb, so wie bei allen Anforderungen, die den Einsatz von Betriebsmitteln im zentralen Bereich der IVV erfordern.
Der Technische Geschäftsführer organisiert die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter der IVV und in den Instituten zu allen Themenbereichen, die für den Rechner- und Anwendungsbetrieb in der IVV notwendig sind.
Der Technische Geschäftsführer berät auf Anfrage die Institute in allen Fragen der IV, soweit es sich um Planungen, Beschaffungen und Neu- und Weiterentwicklungen handelt, insbesondere zur Nutzung und Integration der zentral angebotenen Dienste und Systeme der IVV.
Der Technische Geschäftsführer setzt, ggf. gemeinsam mit dem Vorsitzenden des IVV-Leitungsgremiums, die vom Leitungsgremium getroffenen Entscheidungen um.

4.3 Die IVV-Expertenrunde

Die IVV-Expertenrunde setzt sich aus mindestens je einem sachkundigen Vertreter der Institute der beteiligten Fachbereiche, den für die IVV Naturwissenschaften zuständigen Mitarbeitern des ZIV sowie den Mitgliedern des IVV-Leitungsgremiums zusammen. Die Institutsvertreter werden dem Vorsitzenden des IVV-Leitungsgremiums von den geschäftsführenden Direktoren der Institute benannt. Sie sollen verantwortlich mit der Betreuung von IV-Systemen oder der Instituts IV-Versorgung befasst sein. An die Institutsvertreter wenden sich die IVV-Nutzer grundsätzlich zuerst in allen IV-Angelegenheiten. Die Expertenrunde kann zur Vorbereitung von Empfehlungen Arbeitsgruppen bilden.
Die IVV-Expertenrunde tritt mindestens einmal pro Semester auf Einladung des Vorsitzenden des IVV-Leitungsgremiums zusammen. Das Leitungsgremium erstattet in der IVV-Expertenrunde Bericht über die Haushaltsführung. Der Technische Geschäftsführer berichtet über den Betrieb sowie Planung und Fortentwicklung des DV-Systems. In der IVV-Expertenrunde werden grundsätzliche Probleme diskutiert. Ein Protokoll dieser Sitzungen geht den Dekanen der drei Fachbereiche sowie den geschäftsführenden Direktoren der Institute und dem Leiter des ZIV zu.

5. Personaleinsatz

Es muss sichergestellt werden, dass die Aufteilung der Personalmittel für zentrale Tätigkeiten in der IVV entsprechend der Inanspruchnahme der Leistungen der an der IVV Naturwissenschaften beteiligten Fachbereiche erfolgt. Ein eventuell erforderlicher Ausgleich zwischen den Instituten bzw. den Fachbereichen erfolgt jährlich. Der hierzu nötige Schlüssel, z. Zt. Biologie:Chemie:Physik 1:2:1, wird regelmäßig überprüft.

In allen zentralen Aufgabenbereichen wird eine redundante Besetzung angestrebt.
 
Folgendes Personal ist erforderlich:

5.1 Leitungsgremium

Die Mitglieder sind in der Regel festangestellte Wissenschaftler, die für ihre Tätigkeit im Rahmen der IVV nicht hauptamtlich tätig sind.

5.2 Systembetreuung

Zur Systembetreuung werden die dem Technischen Geschäftsführer zugeordneten Mitarbeiter eingesetzt. Das ZIV unterstützt die IVV dabei laut Senatsbeschluss vom 8.7.1996, Abschnitt 6.

Der Personalbedarf muss regelmäßig überprüft werden. Folgende Stellen sind zentral bei der IVV anzusiedeln:

Technischer Geschäftsführer:        1 Vollzeitäquivalent (VZÄ)  Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Zentraler Administrator                2 VZÄ Techniker

Die Fachbereiche stellen darüber hinaus zusätzliches Personal in einem Umfang zur Verfügung, so dass der ordentliche Betrieb der zentralen Systeme ermöglicht wird. Der Bedarf wird durch das Leitungsgremium im Personalplan der IVV festgelegt.

5.3 Institutsversorgung

Die Institute müssen grundsätzlich Personalmittel für ihre eigene Basisversorgung bereitstellen. Die speziellen IV-Aufgaben in den Arbeitskreisen müssen auch dort erledigt werden. Bei Bedarf beteiligen sich die Institutsvertreter auch an zentralen Aufgaben.

6. Haushaltsmittel

Die Haushaltsmittel, die den Fachbereichen vom Rektorat zweckgebunden zugewiesen wurden, werden von der IVV verwaltet. Die Mittel werden einerseits zum Betrieb der gemeinsamen Einrichtungen (Server etc.) verwendet, andererseits für Zwecke die in der alleinigen Verantwortung einzelner Bereiche oder Institute liegen.

7. Schlußbemerkung

Die Urfassung zur Strukturierung der IVV Naturwissenschaften wurde am 5.3.1998 von einer gemeinsamen Kommission der Fachbereiche Physik sowie Chemie und Pharmazie einvernehmlich verabschiedet. Kommissionsmitglieder waren:

Fachbereich Physik:

Prof. Dr. Pollmann, Dekan
Prof. Dr. Münster
Prof. Dr. Santo
Dr. Glasow
Dr. Zierau

Fachbereich Chemie und Pharmazie:

Prof. Dr. Redlich, Dekan
Prof. Dr. Hoffmann
Prof. Dr. Klessinger
Prof. Dr. Züchner
Dr. Höhn
Dr. Möller

Verfasser:  Fachbereich Physik: Dr. W. Zierau
Fachbereich Chemie und Pharmazie:  Dr. M. Möller

Das Papier wurde von den Fachbereichsräten der drei beteiligten Fachbereiche im Juni 1998 verabschiedet.

Die Aktualisierung wurde vom IVV-Leitungsgremium erstellt und am 12.07.2010 den Dekanen der Fachbereiche zur Kenntnis gegeben und von diesen bestätigt.


Die vorliegende Version des Statuts entspricht weitgehend der gedruckten Version. Eine PDF-Version liegt ebenfalls vor.