Im Zuge der rasanten Computerisierung der Gesellschaft ist den allgemeinbildenden Schulen ein neues Aufgabenfeld zugewachsen: die systematische Heranführung der Kinder an die neuen Techniken. Was bei der ursprünglichen Konzeption der Informationstechnischen Grundbildung (ITG) noch unbestritten war - diese müsse sich auf die höheren Jahrgangsstufen beschränken und mit ihrem Status eines Randgebietes sei den gesellschaftlichen Erfordernissen hinreichend Rechnung getragen - kann heute nicht mehr gelten.

Spannend wird dies nun insbesondere für die Grundschulen: denn bereits hier gilt es, über die Integration des PCs in den Fachunterricht, die Kinder systematisch an den Computer als eigenständige Thematik heranzuführen. Es ist kein Geheimnis und verständlich, dass sich die meisten Lehrer hier überfordert fühlen. Um so reizvoller ist es, gerade im Austausch mit ihnen Materialien zu erproben und fortzuentwickeln, die beides leisten möchten:

  • den Lehrern in Form eines netzbasierten Angebots und in der Kommunikation mit uns den Computer als (Unterrichts-) Gegenstand nahe zu bringen;

  • Kinder, für die der Computer längst zum Alltag gehört, hinter die Anwendungs-Fassaden blicken zu lassen. Denn was ein Computer ist, wie er funktioniert, welches Potential in ihm schlummert und wie sich mit ihm fast jeder Lebensbereich umwälzt, erschließt sich weder durch "Lara Croft" oder fleißiges Surfen.

Die Methodik dieses Moduls versucht, das didaktisch innovative Potential der neuen Medien in der Lehrerfortbildung selbst auszureizen: die von uns vorgelegten Arbeitsmaterialien und Unterrichtsentwürfe sind zu keinem Zeitpunkt "fertig", sondern einem offenen und interaktiven Erprobungsprozess ausgesetzt. So wird gewährleistet, daß das Material ständig erweitert wird und eine hohe, praxisnahe Qualität erhält.