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Beunruhigt durch die zunehmenden Lernprobleme bei Kindern und Jugendlichen, bemühen sich PädagogInnen und LehrerInnen vermehrt um eine Lockerung der strikten Abgrenzung zwischen ihren Berufsfeldern Schule und außerschulische Pädagogik. Die bereits seit längerem gestellte Forderung nach einer verstärkten Zusammenarbeit von Jugendarbeit und Schule beginnt nun auch praktisch wirksam zu werden. Ob eine solche Kooperation stattfinden soll, ist also für die meisten PädagogInnen keine Frage mehr - umso mehr stehen inzwischen die praktischen Probleme des "Wie" auf der Tagesordnung. In der anstehenden Neustrukturierung der
gemeinsamen pädagogischen Förderaufgaben sind die besonderen Stärken des
sozialpädagogischen Ansatzes für eine Wiedergewinnung des Lerninteresses und einer
offeneren Lernhaltung unübersehbar: Lernen als soziales Erlebnis und Zeitsouveränität
in der Befassung mit Lerngegenständen. Voraussetzungen für jedes offene Lernangebot ist eine genaue
Kenntnis der Art der Probleme, die sich bei den Jugendlichen nach langen Jahren der
Mißerfolge festgesetzt haben. |
Christine Huber (Hrsg.: Dr. Fr. Schönweiss, Wolfgang Francich): "Lust auf Mathe ? Anregungen für eine sozialpädagogisch orientierte Lernförderung", Neue Deutsche Schule Verlagsgesellschaft mbH, Essen 1996