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Ringvorlesung – Digitalisierung in Schule und Hochschule

Im Sommersemester 2018 sowie im Wintersemester 2018/19 führt das Zentrum für Lehrerbildung gemeinsam mit der Bezirksregierung Münster eine Ringvorlesung zur Digitalisierung in der Lehrerbildung durch. Neben dem starken Praxisbezug werden stets beide Phasen der Lehrerausbildung – Universität und Studienseminar – berücksichtigt und die Veränderungspotentiale der Digitalisierung aufgezeigt.

Zielgruppe dieser Veranstaltungsreihe sind Lehrende, Studierende, Lehrer, Schulverwaltungsbeamte, also zusammengefasst alle Personen, die sich mit Lehrerbildung und Bildungsprozessen beschäftigen. Die Veranstaltungsreihe ist ein Folgeprojekt aus dem Projekt digital@kompetent der Bezirksregierung Münster.

Ringvorlesung im Wintersemester 2018/19

Die Veranstaltung thematisiert Nutzen und Grenzen der Digitalisierung. Wie auch im Sommersemester setzen die einzelnen Termine unterschiedliche Schwerpunkte: Welche Auswirkungen nimmt die Digitalisierung auf unseren Alltag und die Gesellschaft? Welche Konsequenzen ergeben sich im Bereich Lernen und Lehren? Wie nimmt die Digitalisierung Einfluss auf die universitäre Lehrerbildung? Und schließlich: Wie verändern sich bzw. wie müssen sich die Fachdidaktiken und die Bildungswissenschaften in der Lehrerbildung verändern?

Die Ringvorlesung findet an vier Dienstagen jeweils von 16:15 bis 18:30 Uhr in dem  Hörsaalgebäude (Schlossplatz 46) statt. Neben den Vorträgen ist jeweils auch Zeit zur moderierten Diskussion mit den Referenten eingeplant. Hier haben Sie die Möglichkeit Ihre eigene Perspektive einzubringen und Ihre Fragen zu diskutieren.

Flyer zur Veranstaltung

Die Vorträge werden (soweit möglich) aufgezeichnet. Die Aufzeichnungen werden Sie an dieser Stelle finden.

  • Terminübersicht

    02.10.2018: Auswirkungen auf unseren Alltag und die Gesellschaft

    • Prof. Dr. Klaus Zierer (Universität Augsburg)
    • Thomas Malessa (Digital Hub münsterLAND)

    06.11.2018: Konsequenzen im Bereich Lernen und Lehren

    • Prof. Dr. Christian Thein (Universität Münster)
    • PD Dr. Marcus Ventzke (Universität Eichstätt-Ingolstadt)

    11.12.2018: Beispiele aus der ersten Phase der Lehrerbildung

    • Torben Mau (Universität Göttingen)
    • Prof. Dr. Manfred Holodynski (Universität Münster)

    15.01.2019 Entwicklungen in den Fachdidaktiken

    • Prof. Dr. Frauke Matz (Universität Münster)
    • Jürgen Mathey (Bezirksregierung Münster)

  • 02.10.2018

    Auswirkungen auf unseren Alltag und die Gesellschaft

    • Prof. Dr. Klaus Zierer (Universität Augsburg)
      Mythen und Wahrheiten einer Digitalisierung im Bildungsbereich
      In diesem Vortrag sollen Möglichkeiten und Gren-zen einer Digitalisierung im Bildungsbereich herauskristallisiert werden. Zu diesem Zweck werden neben theoretischen Überlegungen hin-sichtlich einer Medienbildung auch empirische Forschungsergebnisse vorgestellt. Beides mün-det in ein Arbeitsmodell für Lehrpersonen, mit dem sie die Herausforderung der Digitalisierung im Schulalltag meistern können. Grundlegend werden zwei Thesen sein: „Pädagogik vor Tech-nik.“ und „Lernen bleibt Lernen.“

    • Thomas Malessa (Digital Hub münsterLAND)
      Der Einfluss der Digitalisierung auf unsere Gesellschaft und die Rolle des digital Hub münsterLAND
      Der digital Hub münsterLAND ist das Innovationszentrum zur Förderung der digitalen Transformation im Münsterland. Der Hub unterstützt die Wirtschaft bei der erfolgreichen Umsetzung digitaler Geschäftsmodelle und Initiativen durch die Zusammenarbeit mit Startups, Hochschulen und Institutionen und die Schaffung eines Unterstützungsangebots für Corporate Entrepreneurship Initiativen. Dafür entwickelt der Hub in einem gemeinnützigen Verein qualifizierte Angebote und vernetzt mit Kooperationspartnern im Münsterland, NRW und den Niederlanden.

  • 06.11.2018

    Konsequenzen im Bereich Lernen und Lehren

    • Prof. Dr. Christian Thein (Universität Münster)
      Beschleunigte Bildung?! – Kritische Fragen an die digitale Transformation von Lehr- und Lernkulturen
      Unter dem Schlagwort „digitale Transformation“ werden unterschiedliche Phänomene des technischen Wandels zusammengefasst, die zunehmend Einfluss auf Verständnis und Ausgestaltung von Prozessen des Lehrens und Lernens nehmen. Im politischen und auch wissenschaftlichen Diskurs hierüber scheinen funktional orientierte Umsetzungsfragen einer „Digitalisierung von Schule und Hochschule“ im Vordergrund zu stehen. Der Vortrag möchte hingegen aus philosophischer und ethischer Sicht kritische Fragen an die digitale Transformation von Lernkulturen formulieren und hierzu fachdidaktisch orientierte Antworten formulieren.

    • PD Dr. Marcus Ventzke (Universität Eichstätt-Ingolstadt)
      Bildung in Zeiten der digitalen Revolution
      Digitalität ist eine Basisinnovation, die unser Zusammenleben grundlegend ändert. Kinder und Jugendliche wachsen nicht nur mit digitalen Medien auf, was sie vor allem prägt, sind veränderte Raum- und Zeitgestaltungen, Kommunikationsweisen und Sozialbeziehungen.
      Der Wandel in den unterrichtlichen Arbeitsweisen und Fachverständnissen lässt sich etwa anhand des multimedial-digitalen Schulbuchs (mBook) aufzeigen, das digitales Denken fördert, statt weiterhin analoges Pauken zu unterstützen.

  • 11.12.2018

    Beispiele aus der ersten Phase der Lehrerausbildung

    • Torben Mau (Universität Göttingen)
      #DigitaleBildung – auf die Lehrenden kommt es an!
      Der zentrale Schlüssel für eine gelingende Digitale Bildung in der Schule sind die (angehenden) Lehrkräfte. Der Vortrag zeigt auf, wie an der Universität Göttingen die medienpädagogische Kompetenz von Lehramtsstudierenden gesteigert werden soll und welche Rolle dabei die Vernetzung in der Region und in Niedersachsen spielt. Anschließend werden die Herausforderungen und Perspektiven des aktuellen Projektes zur Diskussion gestellt.
    • Prof. Dr. Manfred Holodynski (Universität Münster)
      Ich sehe was, was du nicht siehst - Nutzen und Aufwand von Unterrichtsvideos
      Die Videoanalyse fremden und eigenen Unterrichts holt die Unterrichtspraxis in die Lehrerbildung. Unterrichtsvideos eröffnen die einzigartige Chance, das komplexe Unterrichtsgeschehen im Detail zu analysieren und lehrreiche Strategien für dessen Verbesserung zu ermitteln. Umso mehr gilt dies für eine Videoanalyse des eigenen Unterrichts. Der Vortrag gibt einen anschaulichen Überblick über den Nutzen von Unterrichtsvideos in der Lehrerbildung und deren Aufwand sowie über zugängliche Videoportale.

  • 15.01.2019

    Entwicklungen in der ersten Phase der Lehrerausbildung

    • Prof. Dr. Frauke Matz (Universität Münster)
    • Jürgen Mathey (Bezirksregierung Münster)

    Podiumsdiskussion: Einsatz, Nutzen und Grenzen von digitalen Medien im Lehramts-studium mit einer Fremdsprache
    Der Einsatz digitaler Lern- und Lehrformate gewinnt zunehmend an Bedeutung, sodass sich sowohl für die Schul- als auch für die Hochschulseite die Herausforderung ergibt, Studierende, Lehrende und Lernende hierauf vorzubereiten. Sie müssen dabei unterstützt werden, die Chancen und Herausforderungen, die sich aus der Digitalisierung für ihre Berufs-ausübung wie auch für das schulische Lernen ergeben, zu nutzen bzw. erfolgreich zu meis-tern.
    Beispielhaft für den Bereich moderne Fremd-sprachen als Unterrichtsfach wird in der Podi-umsdiskussion thematisiert, wann der Einsatz digitaler Medien im (Fremdsprachen-)Unter-richt sinnvoll ist und einen Mehrwert für (Spra-chen-)Lernen und Lehren erzeugt. Um hierbei sowohl die Schul- als auch die Hochschulper-spektive zu beleuchten, sind beide Institutio-nen je durch eine Person vertreten: Frau Prof. Dr. Frauke Matz wird in der Diskussion den Schwerpunkt auf das Unterrichtsfach Englisch legen während Herr Mathey insbesondere die Fächer Französisch und Türkisch thematisiert.

Ringvorlesung im Sommersemester 2018

Die Veranstaltung soll die folgenden Themenfelder beleuchten: Wie verändert Digitalisierung das Leben und die Arbeitswelt? Wie verändert sich Lehren und Lernen? Wie verändert sich bzw. wie muss sich die universitäre Lehrerbildung darauf einstellen und verändern? Und schließlich: Wie verändern sich bzw. wie müssen sich die Fachdidaktiken und die Bildungswissenschaften in der Lehrerbildung verändern?

Flyer zur Veranstaltung

Die Ringvorlesung findet an vier Donnerstagen jeweils von 16:00 bis 18:00 Uhr in der  Aula am Aasee (Scharnhorststraße 100) statt. Neben den Vorträgen ist jeweils auch Zeit zur moderierten Diskussion mit den Referenten eingeplant.

Die Vorträge werden (soweit möglich) aufgezeichnet. Die Aufzeichnung der bereits stattgefundenen Verantstaltung finden Sie hier:

Vortragsaufzeichnungen

  • Terminübersicht

    03.05.2018: Entwicklungen in der Gesellschaft: Der Weg in eine digitale Welt

    • Prof. Dr. Thomas Knaus (PH Ludwigsburg und FTzM der Frankfurter UAS)
    • Dr. Mikko Börkircher (Metall NRW)

    07.06.2018: Entwicklungen im Bereich Lernen und Lehren

    • Prof. Dr. Birgit Eickelmann (Universität Paderborn)
    • Christian Schrand (Wilhelm-Hittorf Gymnasium Münster)

    14.06.2018: Entwicklungen in der ersten Phase der Lehrerausbildung

    • Prof. Dr. Christian Filk (EUF Flensburg)
    • Prof. Dr. Jan Vahrenhold (WWU Münster)

    05.07.2018 Entwicklungen in den Fachdidaktiken

    • Prof. Dr. Stefan Heusler (WWU Münster)
    • Carsten Schellnock (Hermann-Leeser-Schule Dülmen und Medienzentrum Kreis Coesfeld)
  • 03.05.2018

    Entwicklungen in der Gesellschaft: Der Weg in eine digitale Welt

    • Prof. Dr. Thomas Knaus (PH Ludwigsburg und FTzM der Frankfurter UAS)
      Verstehen first – Gestalten second. Lessons in Unlearning zum digitalen Wandel
      Wandel braucht Raum. Mit seiner „Lesson in Unlearning“ räumt der Erziehungswissenschaftler, Medienpädagoge und Ingenieur Thomas Knaus – Professor in Ludwigsburg und Wiss. Direktor in Frankfurt am Main – mit tradierten Denkblockaden zur „Digitalisierung“ auf. Zum Auftakt der Ringvorlesung, die sich aktuellen Entwicklungen der Gesellschaft widmet, plädiert er mit seinen philosophisch-soziologischen Beobachtungen des digitalen Wandels für ein Verstehen, aber auch für die Entmystifizierung digitaler Technik.
    • Dr. Mikko Börkircher (Metall NRW):
      Von Industrie 4.0 zu Arbeit 4.0 - Auswirkungen auf arbeitswirtschaftliche Handlungsfelder
      Industrie 4.0 ist in aller Munde, für die einen der heilige Gral der Technik, für die anderen die Entgrenzung und Prekarisierung der Beschäftigten. Sicherlich bietet z.B. die Vernetzung der Produktion auf der einen Seite viel Potenzial, eine höhere Produktivität und Flexibilität. Auf der anderen Seite bestehen natürlich auch Unsicherheiten und Ängste vor massiven Veränderungen von Arbeitsplätzen und –bedingungen. Arbeiten unter 4.0-Bedingungen bedeutet vernetztes, digitales, flexibles, und vermehrt ortsungebundenes Arbeiten. Diese Veränderungsprozesse greifen bereits jetzt in den Alltag ein, sie verändern schon heute die Wirtschafts- und Arbeitswelt. Die Folge: Berufe verändern sich oder verschwinden völlig und neue Berufe entstehen. Arbeitsplätze, Arbeitsbedingungen und Qualifikationen werden von diesem schnellen Wandel betroffen sein.
      Dies alles bedeutet einen fundamentalen Wandel der Arbeitswelt. Für Unternehmen stellt sich daher gar nicht mehr die Frage: „Mitmachen oder abwarten?“. Auf den Zug aufzuspringen ist vielmehr eine „Überlebensfrage“. Die Umsetzung ruft allerdings eine Reihe von Fragen hervor, etwa in Bezug auf den Datenschutz oder die Datensicherheit, die Höhe der notwendigen Investitionskosten, Kosten-Nutzen-Wirkungen.
      Niemand kann heute auch nur annähernd sagen, wie sich Industrie 4.0 auf die Arbeitsbeziehungen konkret auswirken wird. Klar ist aber, dass die Organisation der Arbeitszeit, die Qualifizierung der Mitarbeiter im Hinblick auf die sich verändernden Anforderungen und Fragen der Entgeltfindung noch mehr als bislang an Bedeutung gewinnen werden.

  • 07.06.2018

    Entwicklungen im Bereich Lernen und Lehren

    • Prof. Dr. Birgit Eickelmann (Universität Paderborn)
      Schulisches Lernen und Lehren mit digitalen Medien - Zielsetzungen, Befunde und Perspektiven

      Mit der Verabschiedung der KMK-Strategie ‚Bildung in der digitalen Welt‘ haben sich alle Bundesländer verpflichtet, die Digitalisierung in Schule und Unterricht gezielt voranzutreiben und zu unterstützen. Diese Prozesse nun mit Qualität auszugestalten und Lehrerinnen und Lehrer und Schulen für das digitale Zeitalter „fit“ zu machen, wird für den Schulbereich eine der zentralen Aufgaben der nächsten Jahre sein. Der Vortrag nähert sich dem Thema aus Sicht der empirischen Schul- und Lehrerbildungsforschung und stellt die zentralen Zielsetzungen und Herausforderungen des Lernens und Lehrens mit digitalen Medien vor. Mit Blick auf internationale und nationale Forschungsbefunde wird u.a. der große Aufholbedarf in Deutschland verdeutlicht. Anknüpfend an die vorgestellten Herausforderungen werden aktuelle Prozesse und Entwicklungen in Nordrhein-Westfalen vorgestellt, eingeordnet und diskutiert.
    • Christian Schrand (Wilhelm-Hittorf Gymnasium Münster)
      Auf dem Weg zum cloud-unterstützten Unterricht: Erste schulische Erfahrungen
      Die Entwicklung digitaler Lernangebote schreitet rasant voran. Speziell in der unterrichtlichen Nutzung von cloud-basierten Plattformen, die über ein reines Dateiablagesystem hinausgehen ( learning-management-systems) steckt ein Potenzial zur Unterrichts-und Schulentwicklung, das es zu entdecken und abzuschätzen gilt. Das Wilhelm-Hittorf-Gymnasium in Münster hat sich auf diesen Weg gemacht, diese Angebote mit zu entwickeln und zu erproben. Dieser Entwicklungsprozess und die ersten Erfahrungen werden vorgestellt.

  • 14.06.2018

    Entwicklungen in der ersten Phase der Lehrerausbildung

    • Prof. Dr. Christian Filk (EUF Flensburg)
      „Bildung im neuen digitalen Medium“ – Zur Begründung einer nichtreduktionistischen Medienbildung in der ersten Phase der Lehrer*innenbildung
      Über lange Jahre fristete die Medienbildung innerhalb der Lehrer*innenbildung – strukturell betrachtet – ein mehr als kümmerliches Dasein. Bedingt durch jüngste Konjunkturen und Initiativen im Bereich Schule und Digitalisierung wurde die Medienkompetenzbefähigung verstärkt auf die Ausbildungsagenda von angehender Lehrerinnen und Lehrer gesetzt. Der Vortrag unternimmt den Versuch einer kritischen Bestandsaufnahme und unterbreitet den Vorschlag einer „Bildung im neuen digitalen Medium“ in der Lehrer*innenbildung an Hochschulen.

      Prof. Dr. Jan Vahrenhold (WWU Münster)
      Klicker, E-Assessment und Co.: Segen, Fluch oder beides?
      Die einfache Verfügbarkeit digitaler Hilfsmittel für die Lehre motiviert seit geraumer Zeit Diskussionen über den Einsatz dieser in der universitären Lehre, ein Konsens ist aber immer noch nicht vorhanden. Der Vortrag stellt aus Sicht des Fachs Informatik die Gründe hierfür sowohl mit Blick auf Grenzen und Möglichkeiten der zu Grunde liegenden Technologien als auch mit Blick auf hochschuldidaktische Fragen dar.

  • 05.07.2018

    Entwicklungen in den Fachdidaktiken

    • Prof. Dr. Stefan Heusler (WWU Münster)
      Digitale Medien im Physikunterricht
      Digitale Medien erweitern die Möglichkeiten im naturwissenschaftlichen Unterricht in vielen Bereichen, sei es bei der Messwerterfassung am eigenen Smartphone, bei der Arbeit mit Simulationsprogrammen, oder bei der Kommunikation. In dem Vortrag werden zunächst konkrete Beispiele zu Themen der Physik vorgestellt, die diese drei Ebenen ansprechen und bereits heute direkt in der Praxis umgesetzt werden können. Im zweiten Teil werden als Ausblick Anwendungen im Bereich 3D-Druck, VR (virtual reality) und AR (augmented reality) vorgestellt.
    • Carsten Schellnock (Hermann-Leeser-Schule Dülmen und Medienzentrum Kreis Coesfeld)
      Risiko statt Routine – Digitale Kompetenzen in allen Unterrichtsfächern
      Nach einer Idee von Philip Stade nähert sich dieser Vortrag dem Thema nicht durch Best-Practices oder One-Best-Things. Stattdessen stellt er Worst-Practices und schlechten digitalen Unterricht in den Mittelpunkt. Mit dem Ziel, palliative Didaktik zu entlarven.
      Nach Axel Krommer ist palliative Didaktik die zusammenfassende Bezeichnung für didaktische Maßnahmen, die nicht das Ziel verfolgen, das Schulsystem im Zeichen der Digitalisierung grundlegend zu verändern (bzw. zu „heilen“), sondern lediglich dazu beitragen, dass die Schüler(innen) im traditionellen (bzw. als „krank“ empfundenen) System bestmöglich angepasst sind.
      Gerne diskutiere ich mit Ihnen über Wege der Fachdidaktik, digitale Kompetenzen in allen Unterrichtsfächer zu verankern. Der neue Medienkompetenzrahmen NRW steht für diesen integrativen Ansatz. Er ist zugleich Orientierungsrahmen für die schrittweise Überarbeitung der Kernlehrpläne, die Medienkonzepte allgemeinbildender Schulen, die Qualitätsanalyse, den Referenzrahmen Schulqualität und einen Medienkompetenzrahmen Lehrkräfte. Dabei können wir auch Unterstützungssysteme und notwendige Rahmenbedingungen in den Blick nehmen.