Hauptvortragende

Ziel der Tagung war es, die Themenfelder "Digitalisierung" und "Heterogenität" gemeinsam zu betrachten. Im Sinne eines „Wider View“ wurde neben den Perspektiven der Fachdidaktiken und der Bildungswissenschaften auch die Sicht der Fachwissenschaften mit einbezogen. Die Keynote Speaker der Tagung verfügen über ausgewiesene Expertise in der Verknüpfung beider Bereiche.

Die Abstracts zu den Inhalten drei Keynote-Vorträge finden Sie hier zum Download:
Hauptvorträge Wider View 2021 im Überblick

© Anna-Maria Kamin

Prof.‘in Dr. Anna-Maria Kamin: Fakultät für Erziehungswissenschaft, Universität Bielefeld

Keynote-Vortrag (Begrüßungstalk Mittwoch, 08.09.2021 um 10:00 Uhr):
Digitale Bildung unter der Perspektive von Inklusion: Teilhabe in, an und durch Medien für Alle in Schule und Unterricht

Anbindung an das Tagungsthema:
Anna-Maria Kamin vertritt an der Universität Bielefeld die Professur für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Medienpädagogik im Kontext schulischer Inklusion. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen disziplinäre Verschränkungen zwischen medienpädagogischen, sonderpädagogischen und inklusiven Ansätzen, die sie mittels empirischer Grundlagen- und Anwendungsforschung in den Handlungsfeldern, Schule, Beruf, Hochschule und Familie bearbeitet. Darüber hinaus ist sie Fachgruppensprecherin der Fachgruppe Inklusive Medienbildung der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK) e.V.

Werdegang:
Anna-Maria Kamin studierte von 2002 bis 2007 Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Medienpädagogik und den Nebenfächern Psychologie und Soziologie an der Universität Paderborn. Im Anschluss an das Studium war sie bis 2017 als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Arbeitsbereich Medienpädagogik und empirische Medienforschung am Institut für Medienwissenschaften der Universität Paderborn tätig. Ihre Promotion zum Dr. phil. schloss sie im Jahr 2013 an der Fakultät für Kulturwissenschaften der Universität Paderborn ab. Parallel nahm sie Lehraufträge an verschiedenen Hochschulen und Universitäten wahr und vertrat von 2014-2015 die Juniorprofessur für Mediendidaktik und Medienpädagogik an der Universität zu Köln. 2017 nahm Sie den Ruf auf die Professur für Erziehungswissenschaft mit Schwerpunkt Medienpädagogik im Kontext schulischer Inklusion an.

Informationen zu Anna-Maria Kamin
Publikationsliste

© H. Witte, Münster View

Prof. Dr. Manfred Holodynski: Institut für Psychologie in Bildung und Erziehung, Westfälische Wilhelms-Universität Münster

Keynote-Vortrag (Begrüßungstalk Donnerstag, 09.09.2021 um 10:00 Uhr):
Diversität im Unterricht managen. Zum Potenzial videobasierter Unterrichtsanalysen für die Lehramtsausbildung

Anbindung an das Tagungsthema:
Seit April 2006 ist Manfred Holodynski Professor für Entwicklungspsychologische Voraussetzungen für Erziehung und Unterricht an der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster. Einer seiner Forschungsschwerpunkte liegt im Bereich der Klassenführung und professionellen Unterrichtswahrnehmung. In diesem Zusammenhang hat er unter anderem videobasierte Lehrmodule, digitale Selbstlernmodule und videogestützte Praxisreflexionsangebote für Studierende und angehende Lehrkräfte entwickelt und evaluiert. Daran angekoppelt sind die Videoportale ViU: EarlyScience und ProVision mit Unterrichtsvideos für die Lehrerbildung. In diesen Bereichen spielt auch die Vernetzung von Digitalisierung und Heterogenität eine wichtige Rolle.

Werdegang:
Manfred Holodynski studierte bis 1984 Psychologie und Pädagogik an der Universität Bielefeld, promovierte 1990 und habilitierte 1997 im Bereich der Motivations- und Emotionsentwicklung. Für seine Dissertation erhielt er den Dissertationspreis der Westfälisch-Lippischen Universitätsgesellschaft. Von 1998 bis 2006 lehrte er an der Fakultät für Psychologie und Sportwissenschaft der Universität Bielefeld, wo er 2005 zum außerplanmäßigen Professor ernannt wurde. 2006 wurde er auf die Professur für Entwicklungspsychologische Voraussetzungen für Erziehung und Unterricht am Institut für Psychologie in Bildung und Erziehung der WWU Münster berufen. Im Sommersemester 2010 war er Gastprofessor am Exellenzcluster Languages of Emotion an der FU Berlin. Er ist Associate Editor der Zeitschrift Social Development. Aktuell leitet er zusammen mit Prof. Dr. Nicola Meschede das Teilprojekt videobasierte Lehrmodule als Mittel der Theorie-Praxis-Integration des BMBF-geförderten QLB-Projekts der WWU Münster.

Informationen zu Manfred Holodynski
Videoportale für die Lehrerbildung ViU:EarlyScience und ProVision

© Uta Hauck-Thum

Prof.‘in Dr. Uta Hauck-Thum: Fakultät für Psychologie und Pädagogik, Ludwig-Maximilians-Universität München

Keynote-Vortrag (Begrüßungstalk Freitag, 10.09.2021 um 10:00 Uhr):
LehrerInnenbildung in der Kultur der Digitalität

Anbindung an das Tagungsthema:
Seit dem Jahr 2018 lehrt und forscht Uta Hauck-Thum im Münchner Unilernhaus, einer Projektschule, an der Lehr- und Lernprozesse unter den Bedingungen der Kultur der Digitalität neu gedacht und gestaltet werden. Darüber hinaus leitet sie aktuell das BMBF-geförderte Forschungsprojekt Digitale Chancengerechtigkeit, das auf die Generierung von Wissen zielt und untersucht, wie die soziale Herkunft im Lese- und Literaturunterricht der Grundschule Lernprozesse, Kompetenzerwerb und Motivation in Abhängigkeit von den verwendeten Medien beeinflusst.

Werdegang:
Uta Hauck-Thum studierte an der Universität Augsburg das Lehramt an Grundschulen und war 8 Jahre als Grundschullehrerin in München tätig. Im Anschluss daran war sie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München in der Didaktik der deutschen Sprache und Literatur mit Nebenfach Grundschulpädagogik und -didaktik als Wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig und wurde im Jahr 2011 zum Dr. phil promoviert. Bis zum Jahr 2014 war sie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin und ab 2014 als Akademische Rätin am Lehrstuhl für Deutschdidaktik der LMU tätig. Nach einem Ruf an die Pädagogische Hochschule in Salzburg im Jahr 2016 folgte sie im Jahr 2018 einem Ruf der LMU auf eine Professur für Grundschulpädagogik und -didaktik.

Informationen zu Uta Hauck-Thum
BMBF-Projekt "Digitale Chancengerechtigkeit"