Mag. Birgit Johler

WWU fellow (Sommersemester 2014)

Forschungsschwerpunkte

  • Museologie
  • Sachkultur/Materielle Kultur
  • Jüdische Lokalgeschichte
  • Nationalsozialismus
  • Erinnerungskultur
  • Wissenschaftsgeschichte der Volkskunde
  • Visuelle Anthropologie

Ausstellungen (Auswahl)

2014: Ausstellung zum Fotobestand von Viktor Geramb in der Österreichischen Nationalbibliothek (Wien) mit Studierenden des Instituts für Volkskunde und Kulturanthropologie der Universität Graz (Projektleitung,  gem. mit Helmut Eberhart, Institut für Volkskunde und Kulturanthropologie der Universität Graz)

2011: Von Dreideln, Mazzes und Beschneidungsmessern. Eine Ausstellung mit Studierenden des Instituts für Europäische Ethnologie der Universität Wien (Projektleitung gem. mit Barbara Staudinger, Österreichisches Museum für Volkskunde Wien)

2011: Modell Vorarlberg. Eine Ausstellung im Rahmen von „Feste. Kämpfe. 100 Jahre Frauentag“, Frauenmuseum Hittisau/Vorarlberg (Gastkuratorin)

2010: Der 1. Mai. Demonstration. Tradition. Repräsentation (mit dem wiss. Team des Österreichischen Museums für Volkskunde in Wien)

2009: Das „Adolf-Hitler-Haus“, Hirschengasse 25, Wien-Mariahilf. Die Parteizentrale der Wiener NSDAP 1931–1933, Bezirksmuseum Mariahilf, Wien (Projektleitung, gem. mit dem Institut für Rechts- und Verfassungsgeschichte der  Universität Wien)

2007: Wilhelm Reich. Sex! Pol! Energy!, Jüdisches Museum Wien (Projektleitung)

2006: Die Couch. Vom Denken im Liegen, Sigmund Freud Museum, Wien  (Ausstellungsmitarbeit im wiss. Team)

2003: Freuds verschwundene Nachbarn, Sigmund Freud Museum, Wien  (Ausstellungsmitarbeit im wiss. Team)

1999/2000: Zeiten/Übergänge. Die Ausstellung zur Jahrtausendwende
Österreichisches Museum für Volkskunde, Wien (Kuratorin)

Forschung/Forschungsprojekte

  • „Das Österreichische  Museum für Volkskunde in Zeiten politischer Umbrüche. Zu den Handlungsweisen einer musealen Institution und zur epistemologischen Dimension ihrer Dinge“ (Promotionsprojekt)
  • „Museale Strategien in Zeiten politischer Umbrüche. Das Österreichische Museum von 1930–1950“ (2010-2015; Finanzierung: Austrian National Fund/FWF, Leitung: em. o. Univ.-Prof. Dr. Konrad Köstlin)
  • „Die Praxis des Wiener Psychoanalytikers August Aichhorn 1937-1947“ (im Forschungsprojekt  “Brüche und Kontinuitäten in der Geschichte der Wiener Psychoanalytischen Vereinigung, 1938–1945“ (2008-2012, Finanzierung: Zukunftsfonds der Republik Österreich, Leitung: o. Univ.-Prof. Dr. Mitchell Ash)
  • „Eine Wiener Museumsgeschichte. Das Österreichische Museum für Volkskunde in der Zeit von 1930–1950 unter besonderer Berücksichtigung der Jahre 1938–1945“ (2007-2008; Finanzierung: Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus)
  • „Servitengasse 1938“. Eine mikrohistorische Studie zu den jüdischen Bewohnerinnen und Bewohnern einer Gasse im 9. Wiener Gemeindebezirk (2004-2007, Finanzierung: Jubiläumsfonds der Österreichischen Nationalbank, Leitung: Mag.a Birgit Johler)

Tagungen

  • „1930–1950. Volkskunde – Museum – Stadt“ (2013), Österreichisches Museum für Volkskunde, Wien (gem. mit Magdalena Puchberger, Konzept und Leitung)
  • „Ist das jüdisch? Jüdische Volkskunde im historischen Kontext“ (2009), Österreichisches Museum für Volkskunde, Wien (gem. mit Barbara Staudinger, Konzept und Leitung)


Publikationen


Herausgegebene Schriften

Birgit Johler, Barbara Staudinger (Hg.): Von Dreideln, Mazzes und Beschneidungsmessern. Jüdische Dinge im Museum (Kataloge des Österreichischen Museums für Volkskunde, 93). Wien 2011.

Birgit Johler, Barbara Staudinger (Hg.): Ist das jüdisch? Jüdische Volkskunde im historischen Kontext. Beiträge der Tagung des Instituts für jüdische Geschichte Österreichs und des Vereins für Volkskunde in Wien vom 19. bis 20. November 2009 im Österreichischen Museum für Volkskunde (Buchreihe der Österreichischen Zeitschrift für Volkskunde, 24). Wien 2010.

Birgit Johler (Hg): Wilhelm Reich Revisited. Begleitkatalog zur Ausstellung im Jüdischen Museum Wien, 16.11.2007–9.3.2008. Wien: Turia+Kant 2008.

Birgit Johler, Maria Fritsche (Hg.): 1938 Adresse: Servitengasse. Eine Nachbarschaft auf Spurensuche. Wien: Mandelbaum 2007 und 2008.

Birgit Johler, Kathrin Pallestrang, Brigitte Rauter: 2000: Zeiten/Übergänge. Zur Konstruktion der Jahrtausendwende (Kataloge des Österreichischen Museums für Volkskunde, Bd. 74). Wien 1999.


Aufsätze (Auswahl)

(gem. mit Katharina Kober et al.): A Case Study of the Local History of the “Anschluss” in 1938 and its Memory: Vienna  Servitengasse, in: Contemporary Austrian Studies, vol. XXIII, 2014 (im Druck)

(gem. mit Magdalena Puchberger): „...das schöne Museum endlich der Zukunft zu erschließen“. Kontexte und Positionierungen im österreichischen volkskundlichen Feld nach 1945. In: Johannes Moser u.a. (Hg.): „Zur Situation der Volkskunde 1945–1970. Orientierungen einer Wissenschaft in Zeiten des ‚Kalten Krieges’“, Tagungsband zur Tagung der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde, 9.–11.5.2013, München (im Druck).

(gem. mit Magdalena Puchberger): „..erlebnismäßigen Zusammenhang mit dem Volke.“ Volkskunde in der Laudongasse zwischen Elite und Volksbewegung. In: Brigitta Schmidt-Lauber, Ana Rogojanu, Klara Löffler, Jens Wietschorke (Hg.): Wiener Urbanitäten. Kulturwissenschaftliche Ansichten einer Stadt. Wien: Böhlau 2013, S. 68–93.

Liegen/Sitzen. Möbel und Körper im Museumsquartier Wien. Brigitta Schmidt-Lauber, Ana Rogojanu, Klara Löffler, Jens Wietschorke (Hg.): Wiener Urbanitäten. Kulturwissenschaftliche Ansichten einer Stadt. Wien: Böhlau 2013, S. 234–249.

Behagen in der Kultur. Museologische Praktiken des Museums für Volkskunde im Wien der 1930er Jahre. In: Reinhard Johler, Christian Marchetti, Bernhard Tschofen, Carmen Weith (Hg.): Kultur_Kultur. Denken, Forschen, Darstellen. 38. Kongress  der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde in Tübingen 21.–24.9.2011. Münster: Waxmann 2013, S. 131–141.

Patientenkalender als Quelle: Die Praxis des Wiener Psychoanalytikers August Aichhorn 1937–1947. In: Mitchell Ash (Hg.): Materialien zur Geschichte der Psychoanalyse 1938–1945. Frankfurt a. M.: Brandes & Apsel, 2012, S. 155–283.

Museologie. Skizzen zu einer Wissenschaft und ihren Berufsfeldern. In: Österreich in Geschichte und Literatur 56,  Heft 2 (Europäische Ethnologie), 2012, S. 186–197.

Sichtbar – unsichtbar. Perspektiven auf das polnisch-jüdische Verhältnis. In: Alexandra Schwell, Jens Wietschorke (Hg.): Orts-Erkundungen. Der Stadt auf der Spur (=Veröffentlichungen des Instituts für Europäische Ethnologie Wien, 34). Wien 2012, S. 39–51.

Sommerfrische und Bergfreiheit im Zeichen deutscher nationaler Identität. In: Christian Maryska, Michaela Pfundner (Hg.): Willkommen in Österreich. Eine sommerliche Reise in Bildern. Wien: Metroverlag 2012, S. 54–59.       

Eine regionale Variation zum Internationalen Frauentag. In: Österreichische Zeitschrift für Volkskunde LXVI/115, 2012, H. 3+4, S. 270–272.

Das Hotel daheim. In: Voyage. Jahrbuch für Reise- & Tourismusforschung (Bd. 9, Das Hotel). Hg. von Nikola Langreiter, Klara Löffler, Hasso Spode. Berlin 2011, S. 192–197.

(gem. mit Hermann Hummer, Herbert Nikitsch): Die Bibliothek des Österreichischen Museums für Volkskunde. Ein Vorbericht. In: Bauer, Bruno, Köstner, Christina, Stumpf, Markus (Hg.): NS-Provenienzforschung an österreichischen Bibliotheken. Anspruch und Wirklichkeit (=Schriften der Vereinigung Österreichischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare, 10). Graz u.a.: Neugebauer 2011, S. 459–478.

(gem. mit Barbara Staudinger): Gesammelt, verräumt, vergessen. Jüdische Dinge im Österreichischen Museum für Volkskunde. In: Birgit Johler, Barbara Staudinger (Hg.): Von Dreideln, Mazzes und Beschneidungsmessern. Jüdische Dinge im Museum (=Objekte im Fokus, 1). Wien 2011, S. 15–33.

Adressbücher und Meldescheine – Zeugnisse der Schoah. In: Sylvia Mattl-Wurm, Alfred Pfoser (Hg.): Die Vermessung Wiens. Lehmanns Adressbücher 1859–1942. Wien: Metro 2011, S. 169–177.

(gem. mit Kathrin Pallestrang): Zwischen Semmering und Sarajewo. Zu den Anfängen der volkskundlichen Wissenschaft in Wien. In: Ernst Bruckmüller, Franz Humber (Hg.): Erobern. Entdecken. Erleben im Römerland Carnuntum. Katalog zur Niederösterreichischen Landesausstellung. Schallaburg 2011, S. 388–403.

(gem. mit Herbert Nikitsch): Sachzeugnisse akademischer Forschung. 16 Objekte aus dem Institut für Europäische Ethnologie der Universität Wien. In: Österreichische Zeitschrift für Volkskunde LXIV/113, 3+4, 2010, S. 681–691.

Ganz Deutschland unter dem Maibaum. In: Wolfgang Maderthaner, Michaela Maier (Hg.): Acht Stunden aber wollen wir Mensch sein. Der 1. Mai. Geschichte und Geschichten. Wien: edition rot 2010, S. 116–121.

Zur Praxis August Aichhorns 1938–1944. Entwurf eines „Soziogramms“ auf Grundlage seiner Patientenkalender. In: Mitchell Ash (Hg.): Psychoanalyse in totalitären und autoritären Regimes. Erweiterter Tagungsband des gleichnamigen Symposiums, veranstaltet von der Wiener Psychoanalytischen Akademie, 28.–30. November 2008. Frankfurt a. M.: Brandes & Apsel 2010.

„Nach des Tages Last, halt in Frieden Rast“. Drei Sterbetücher aus Niederösterreich. In: Österreichische Zeitschrift für Volkskunde LXIII/112, 4, 2009, S. 483–487.

Die Rezepte des Dr. Bohr. In: Österreichische Zeitschrift für Volkskunde LXII/111, 4, 2008, S. 435–439.

Das Österreichische Museum für Volkskunde in Zeiten politischer Umbrüche. Erste Einblicke in eine neue Wiener Museumsgeschichte. In: Österreichische Zeitschrift für Volkskunde LXII/111, 3, 2008, S. 229–263.

Wer hat hier gewohnt? Das Gefüge einer Gasse. In: Birgit Johler, Maria Fritsche (Hg.), 1938 Adresse: Servitengasse. Eine Nachbarschaft auf Spurensuche. Wien: Mandelbaum 2007,  S. 23–57.

Ausgezogen. Abgemeldet. Umgesiedelt. Vertreibung und Deportation der Wiener jüdischen Bevölkerung: ihre Bürokratie, ihre Handhabung. In: Stadtentwicklung Wien/MA 19 (Hg.):  Veröffentlichung der Ergebnisse zum Wettbewerb „Gedenkstätte für den deportierten Nachbarn. Werkstattberichte 84, 2006.

(gem. mit Thomas Hübel, Lydia Marinelli): Freuds verschwundene Nachbarn, Katalog. In: Lydia Marinelli (Hg.): Freuds verschwundene Nachbarn. Wien: Turia + Kant 2003, S. 22–50.

Zwischen Mittwinter und Donauwalzer: Der Jahreswechsel kulturhistorisch. In: Birgit Johler, Kathrin Pallestrang, Brigitte Rauter: 2000: Zeiten/Übergänge. Zur Konstruktion der Jahrtausendwende (=Kataloge des Österreichischen Museums für Volkskunde, Bd. 74). Wien 1999, S. 36–65.

Vita

  • 2008–2013 Kuratorin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Österreichischen Museum für Volkskunde, Wien.
  • seit 2008 Redakteurin der Österreichischen Zeitschrift für Volkskunde (seit 2013 über den Verein für Volkskunde, Wien, angestellt)
  • seit 2010 FWF-Forschungsprojekt zur Geschichte des Österreichischen Museums für Volkskunde in den Jahren 1930-1950; im Rahmen dieser Forschungen eigenes Dissertationsprojekt
  • seit 2009 Lehraufträge
    • Institut für Europäische Ethnologie der Universität Wien
    • Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie, Bereich Europäische Ethnologie der Universität Innsbruck
    • Institut für Volkskunde und Kulturanthropologie der Universität Graz
  • Seit 1998 freischaffend tätig als Redakteurin, Regieassistentin und Ausstellungskuratorin sowie selbständige Forschungen, u.a. mikrohistorische Forschungen zu Alltag im Nationalsozialismus und zur Geschichte der Psychoanalyse in Wien.
  • 1992-1998 Studium der Europäischen Ethnologie/Volkskunde und Romanistik an der Universität Wien, Abschluss: Mag.