Handschuhe

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Pontifikalhandschuhe








Pontifikalhandschuhe

Im mittelalterlichen Quellen begegnet für die Pontifikalhandschuhe die Bezeichnung manicae und chirothecae.
Sie werden erst seit dem frühen 10. Jh. vereinzelt erwähnt, in Rom sind sie seit der 1. Hälfte des 11. Jh. üblich.

Form

Ab dem 13. Jh. ist der Einschlupf mit einem stulpenartigen Ansatz versehen. Die Stulpe läuft oftmals zipfelförmig aus und kann mit einem Glöckchen oder einer Quaste verziert sein. Auch bietet sie Platz für Stickereine, Emailbildchen, Zierplättchen u.ä.; gleichermaßen kann der Handrücken verziert sein, dort ist oftmals eine runde Zierscheibe angebracht.

Gebrauch

Das Sakramentar des Ratolds von Corbie (letztes Viertel 10. Jh.) beschreibt den Einkleideritus:
Der Bischof zieht zunächst Strümpfe und Sandalen an, dann das Amikt, es folgen Cingulum und Balteus (= Subcinctorium, Cingulum, das bei der Pontifikalmesse getragen wird), Stola und Tunika. Nach der Händewaschung lässt er seine Tonsur ordnen, dann erst streift er die Handschuhe über und legt über diese an den rechten Hand den bischöflichen Ring an. Der Bischof trägt die Handschuhe bis er sich nach der Entgegennahme der Opfergaben die Hände wäscht.
Bei welchen Handlungen während der Messe der Zelebrant die Pontikfikalhandschuhe trägt variiert sehr. Nach dem Pontifikale des Durandus trägt er sie nur bis zur Händewaschung vor der Opferung, das Mainzer Ponitifikale (Ende 13. Jh.) schreibt vor, dass er sie bis zum Beginn des Kanons anbehält und nach der Kommunion wieder anziet, wärend er sie nach einem Missale der Diözese Basel (um 1400) bis nach der Opferung trägt.



Literatur: Braun 1924a, 154-158; Braun 1964, 359-384.




 
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