Ereignisse und Berichte

[01.2019] Das zweite "Münsteraner Gespräch über Philologie" hat am 26. Juni mit einer wiederum den 'Metamorphosen' Ovids gewidmeten Veranstaltung stattgefunden. Herr Professor Dr. Konrad Heldmann aus Kiel, eine der wichtigsten und maßgeblichen latinistischen Stimmen zu Ovid und der literarisch vermittelten römischen Mythologie, entfaltete in einem umfassenden Zugang theologische und literarische Aspekte der Götterfiguren und stellte sachlich als auch methodisch manch weiterhin verbreitetes Vorurteil in der Lehre zu den Metamorphosen eindrücklich als falsch heraus. Das Plakat zu der Veranstaltung finden Sie hier.  

[01.2018] Das erste "Münsteraner Gespräch über Philologie" hat mit einer hochkarätig besetzten Doppelveranstaltung eine neue Reihe zur methodologischen und theoretischen Erkundung der philologischen Disziplinen am Beginn des 21. Jahrhunderts eröffnet. Professor Dr. Jürgen-Paul Schwindt (Heidelberg), führender Vertreter einer neuen Klassischen Philologie in Deutschland und international herausragender Forscher auf dem Gebiet der philologischen Theoriebildung, sprach über die intellektuelle Herausforderung, die Ovids Metamorphosen bei angemessener Lektüre darstellen. Zu einer Podiumsdiskussion über die weitreichenden Möglichkeiten des athematischen Lesens, eines von J.-P. Schwindt wesentlich entwickelten Ansatzes philologischer Epistemologie, diskutierten am Folgetag Herr Professor Dr. Bardo Maria Gauly (Eichstätt) und Frau Priv.Doz. Dr. Bettina Full (Bochum) mit Münsteraner Kolleginnen und Kollegen, darunter Frau Professor Dr.  Karin Westerwelle, und Studentinnen und Studenten aus den Veranstaltungen der Professur (die meisten anderen Angehörigen des Instituts sowie Studierende waren wiederum durch eine späterhin anberaumte Zentralklausur oder sonstige Verpflichtungen verhindert). Das Plakat zur Veranstaltung finden Sie hier.

[10.2017] Das sechste Jahrestreffen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der "Bibliothek der lateinischen Literatur der Spätantike" (BLLS) hat in diesem Jahr in Kooperation mit dem Exzellenzcluster "Religion und Politik", der FU Berlin und der Handschriftenabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin stattgefunden. Nachdem sich für das erste Treffen am Tagungsort Münster niemand aus dem Institut für Klassische Philologie interessiert hatte (im Gegensatz zu vielen Kolleginnen und Kollegen aus den Nachbarfächern, denen für die rege Teilnahme herzlich gedankt sei), dafür aber ein nachhaltig prägender Vortrag des in Münster wirkenden Philologen Professor Dr. Christian Gnilka mehr als eine Kompensation dafür geboten hatte, erwies sich die Standortverlegung der wissenschaftlich vielbeachteten Initiative nach Berlin als besonders ertragreich - herzlichen Dank an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer für die anregenden und dynamischen Diskussionen! Die Arbeitssitzungen waren dieses Jahr vor allem den Grundfragen des Übersetzens und der ersten Annäherung an spätantike Texte gewidmet.

[12.2012] Organisiert von den Sprechern des Forums "Antike und Romania" hat mit Unterstützung der DFG die Tagung "Die Exotisierung der Antike. Griechisch-römische Literatur und die Altertumswissenschaften des 19. Jahrhunderts in Flauberts Karthagoroman Salammbô" stattgefunden (29.11. - 1.12. 2012). Den Eröffnungsvortrag hielt David Levene (New York) zum Thema "Reading Polybian Ethics through Flaubert's Salammbô". Den Flyer zur Tagung finden Sie hier.

[05.2012] Im Anschluss an einen Forschungsaufenthalt in Oxford (finanziert von der Studienstiftung des Deutschen Volkes) hat Katrin Kroh einen der weltweit führenden Latinisten für einen Besuch in Münster gewinnen können: Prof. Gregory Hutchinson hielt Vorträge zu "Variationen erotischer Leidenschaft bei Catull" und "Gattung und Metagattung" im Rahmen eines für ihn organisierten Themennachmittages. Das Plakat zur Veranstaltung finden Sie hier.

[04.2012] Im Rahmen seines mit Hilfe des Exzellenzclusters finanzierten Besuches in Münster hat Prof. Andrew Zissos von der University of California (Irvine) einen Vortrag über die Verbindungen von Politik und dichterischer Konstruktion des Elysiums bei Vergil, Lucan und Valerius Flaccus gehalten. Interessierten Studierenden und Graduierten stand er zudem für intensiven Austausch zur Verfügung. Das Plakat zu seinem Vortrag mit dem Titel "The Politics of Elysium in Imperial Roman Epic" ist hier archiviert.

[03.2012] Erstmalig und in ihrer Konzeption in Deutschland einmalig hat die erste Sommerschule "Classics and German" stattgefunden. Prof. Arweiler hat das Programm entworfen, zusammen mit dem "International Office" der WWU und dem "WipDaF" organisiert und durchgeführt. Für intensive Unterstützung sei den Mitgliedern des Vorstandes des "GKM", den KollegInnen von der Alten Geschichte, dem Studierendennetzwerk "Cerberus" und allen anderen HelferInnen gedankt (zum Teil fand das Programm sogar Interesse bei den Kolleginnen und Kollegen aus dem Münsteraner Institut). Den Flyer zur Sommerschule finden Sie hier.

[02.2012] Der Vortrag sei ein "Triumph der Philologie" gewesen: So lautete das Urteil eines Hörers in der Diskussion zu Andreas Heils Vortrag mit dem Titel "E ciò sa 'l tuo dottore' (Inferno 5,123): Wer ist Dantes 'Lehrer'?". Auf Einladung des "Forums Antike & Romania" war Herr PD Dr. Andreas Heil aus Dresden am 16. Mai zu Gast. Sein Vortrag bildete den Abschluss zu dem Blockseminar "Vergil und Dante", das Romanisten und Klassische Philologen unter Leitung von Frau Prof. Dr. Karin Westerwelle und Herrn Prof. Dr. Alexander Arweiler gemeinsam bestritten hatten. Das Plakat zur Veranstaltung finden Sie hier.

[01.2012] Das Wintersemester ist mit einem Gastvortrag der Heidelberger Wissenschaftlerin Dr. Joséphine Jacquier zu Ende gegangen. Sie ist auf Einladung von Frau PD Dr. Melanie Möller, die in diesem Wintersemester die Professur vertreten hat, in der Vorlesung "Cicero und die römische Rhetorik" aufgetreten. Frau Jacquier sprach zum Thema "Medusa und das Spiel der Nymphen. Vom Monströsen zwischen rhythmos und schema".

[03.2011] Am 7. Juli 2011 wurde feierlich das Forum „Antike & Romania“ eröffnet. Der Lehr- und Forschungsverbund dient intensiver literaturwissenschaftlicher Diskussion, der Förderung junger Talente und neuer Forschungsinitiativen. In seinem Eröffnungsvortrag zeigte Winfried Wehle, Emeritus für Romanistik an der Universität Eichstätt und Vorsitzender der Deutschen Dante-Gesellschaft, eindringlich, wie sich die literarische Begeisterung für Arkadien in der frühen Neuzeit sowohl in erkenntnistheoretische wie ethische Kontexte einordnen lässt. Das Plakat zur Veranstaltung finden Sie hier.

[02.2011] Zu einem mehrtägigen Aufenthalt zu Gast war in der ersten Juliwoche 2011 Professor Andrew Feldherr aus Princeton, einem der besten Institute des Faches weltweit. Seine Neuinterpretation des achten Aeneisbuches und die Vorstellung seines aktuellen Buches „Playing Gods. Ovid's Metamorphoses and the Politics of Fiction“ haben gezeigt, wie wissenschaftliche Philologie heute auszusehen hat. Nicht zuletzt die lebendige Vortragsweise und große Freundlichkeit, mit der er Studierenden und DoktorandInnen für Gespräche zur Verfügung stand, haben seinen Besuch zu einem bemerkenswerten Erlebnis gemacht. Das Plakat zu den Veranstaltungen finden Sie hier.

[01.2011] Bei der von den MitarbeiterInnen der Professur organisierten Fortbildungsveranstaltung „Universität trifft Schule“ am 13. Mai 2011 standen das Wiedersehen ehemaliger KommilitonInnen, der Erfahrungsaustausch und wissenschaftliche Vorträge auf dem Programm. Ein erfreulich großes Publikum hörte und diskutierte die Ausführungen zu antiken und mittelalterlichen Texten. In guter Erinnerung bleibt auch der schöne Austausch mit den Ehemaligen am Abend. Das Programm des Tages finden Sie hier.

[01.2010] Zu einem mehrtägigen Aufenthalt zu Gast war im Dezember 2010 Clifford Ando, Professor of Classics an der Universität Chicago. In Vorträgen und Gesprächen mit Studierenden zeigte er, wie mit großem Erfolg philologische, religions- und rechtshistorische Forschung zusammengeführt werden können. Herzlicher Dank gebührt den zahlreichen KollegInnen aus anderen Fächern (vor allem den Angehörigen des "GKM"), die großen Anteil am höchst anregenden Verlauf der Veranstaltungen hatten. Das Plakat zur Veranstaltung finden Sie hier.