Seminarankündigung: Informationsrecht 2018

Prof. Dr. Thomas Hoeren wird im Sommersemester 2018 ein Seminar zum Informationsrecht veranstalten.  Das Schwerpunktthema lautet diesmal:

Aktuelle Fragen des Urheberrechts

 

Die Seminarplätze und Themen werden  in  einer Vorbesprechung am 9.1.2018 um 17 Uhr im Arbeitsraum des ITM, Leonardo-Campus 9 vergeben. Die Teilnahme an der Vorbesprechung ist für die Belegung des Seminars Pflicht! Das Seminar wird als Blockveranstaltung voraussichtlich im September 2018 stattfinden.

Es stehen folgende Themen zur Auswahl:

  1. Territorialitäts- oder Ursprungslandsprinzip im Urheberrecht? Rechtswissenschaftliche Bewertung einer rechtspolitischen Grundsatzfrage
  2. Die Zukunft der Linkfreiheit
  3. Zweitveröffentlichungsrecht und Open-Access-Pflicht zwischen Informationsfreiheit, Wissenschaftsfreiheit und Privatautonomie
  4. Musiknutzung im Wahlkampf – Das Urheberpersönlichkeitsrecht als Schutz vor politischer Instrumentalisierung
  5. Eigentumsschutz für Kunst und Kulturgüter als Pseudo-Urheberrecht?
  6. Die Panoramafreiheit – Einschränkung an Kunst im öffentlichen Raum
  7. Urheberrechtsverletzung durch Bot-Software
  8. Handel mit Gebrauchtsoftware – Entwicklungen nach der UsedSoft-Rechtsprechung
  9. Accounts und Digital Rights Management – Wo ist die Grenze der vertraglichen Beschränkung der Werknutzung?
  10. Rechteeinräumung an nutzergenerierten Inhalten
  11. Sampling zwischen Urheberrecht und Kunstfreiheit
  12. Miturheberschaft in kooperativen Schöpfungsstrukturen der Populärmusik – Abgrenzung individueller Anteile in Bandstrukturen, Hitschmieden und Songwriting Camps
  13. Urhebervergütung und Streamingdienste – Umfang und Grenzen des gesetzgeberischen Einflusses auf die Vergütungsgerechtigkeit im digitalen Zeitalter
  14. Bildersuche – Verlinkung oder Vervielfältigung?
  15. Data- und Text Mining – Kann und sollte das Auswerten von Werken urheberrechtlich relevant sein?
  16. Die Beteiligung des Verlegers im Vergütungssystem der Verwertungsgesellschaften
  17. Verwaiste Werke – eine Grenzfrage bei der Legitimation des Urheberrechts als Schutz individueller Interessen
  18. Die Rolle des Urhebervertragsrechts im urheberrechtlichen Schutzsystem
  19. Internetmemes und Urheberrecht
  20. Die Verantwortlichkeit von Betreibern sozialer Netzwerke und Streamingplattformen für Urheberrechtsverstöße ihrer Nutzer
  21. Whistleblowing – Ist das Urheberrecht transparenzfeindlich?
  22. Zweck und Zweckmäßigkeit der Zitierfreiheit

 

Seminarankündigung: Medienprivatrecht

 

Prof. Dr. Thomas Hoeren wird im

Sommersemester 2018

gemeinsam mit Herrn RA Rüdiger Schäfer ein Seminar veranstalten zu dem Thema:

„Medienprivatrecht“

 

Die Vorbesprechung des Seminars findet am 9. Januar 2018 um 16 Uhr s. t. im Arbeitsraum des ITM (3. OG, links) statt. Nur Teilnehmer dieser Vorbesprechung können als Teilnehmer für das Seminar berücksichtigt werden.

 

Folgende Themen stehen zur Auswahl:

Podcast: Einführung in das japanische Datenschutzrecht (Deutsch/Japanisch)

In einer Sonderausgabe der ITM-Podcast-Reihen informiert Toshihiro Wada, aktuell Wissenschaftliche Hilfskraft am ITM, über die Grundzüge des japanischen Datenschutzgesetzes Act on the Protection of Personal Information (APPI). Dabei geht er auf die Grundaussagen des Gesetzes, die Neuerungen der Reform aus dem Jahr 2015 sowie die Möglichkeiten einer (rechtskonformen) grenzüberschreitenden Datenübermittlung ein.

In a special podcast series, Toshihiro Wada, who is an academic assistant at the ITM, speaks about the Act on the Protection of Personal Information (APPI), which is the Japanese Data Protection Act. Matters to be discussed in the podcast are the basic statements of the APPI, the legal innovations of the 2015 reform and the legal requirements of cross-border data transmission.

(Japanese language)

Ausgewählte Probleme einer Besichtigungsanordnung nach dem Düsseldorfer Modell

 

Am 21. November 2017 lud die Forschungsstelle für Gewerblichen Rechtsschutz am ITM zu Dr. Kevin Kutas Vortrag „Schnell und effektiv, aber der Teufel steckt im Detail – Ausgewählte Probleme einer Besichtigungsanordnung nach dem „Düsseldorfer Modell“ ein. Herr Dr. Kuta präsentierte hier seine Dissertation, für die er mit dem jährlich verliehenen Förderpreis der Forschungsstelle für Gewerblichen Rechtsschutz ausgezeichnet wurde. 

Blockchain: Chancen, Recht und Regulierung

Erster umfassender Bericht zur Tagung „Blockchain: Chancen, Recht und Regulierung“ der RWTÜV Stiftung und des ITM am 07. November in Münster:

Rechtsanwalt Dr. Andreas Neumann

„Im Erbdrostenhof zu Münster fand am 7. November 2017 die Tagung der RWTÜV-Stiftung und des Instituts für Informations- Telekommunikations- und Medienrecht (ITM) der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster zu Chancen, Recht und Regulierung der Blockchain statt. Dabei inspirierten sich Techniker und Juristen gegenseitig. Die Vorträge wurden rege diskutiert. In den folgenden Zeilen findet sich die ausgearbeitete Version meines vorab am 14.11.2017 auf LinkedIn Pulseveröffentlichten Tagungsberichts.“

[Link zum Artikel]

Ehemalige zu Gast an alter Wirkungsstätte

Auf Einladung des Vereins zur Förderung der zivilrechtlichen Abteilung des Instituts für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht fand am 11.11.2017 die Mitgliederversammlung des Vereins und ein Ehemaligentreffen in den Räumlichkeiten des Instituts statt.

Vortrag: Ausgewählte Probleme einer Besichtigungsanordnung nach dem „Düsseldorfer Modell“

Der Verein zur Förderung der Forschungsstelle für gewerblichen Rechtsschutz Münster e.V. und die Forschungsstelle für gewerblichen Rechtsschutz am ITM laden alle Interessenten herzlich zu einem Vortrag zum Patentverfahrensrecht ein.

 

 

Schnell und effektiv, aber der Teufel steckt im Detail –

Ausgewählte Probleme einer Besichtigungsanordnung nach dem „Düsseldorfer Modell“

Dienstag, den 21. November 2017 um 18:00 Uhr s.t.

Herr Dr. Kevin Kuta

Ort:

ITM Münster, Leonardo Campus 9, 48149 Münster

 

 

Technik trifft Recht in Münster: „Blockchain – Chancen, Recht und Regulierung“

Gemeinsam veranstalteten die RWTÜV Stiftung und das ITM am 7. November 2017 das Symposium „Blockchain: Chancen, Recht und Regulierung“ im Erbdrostenhof in Münster. Mit der Tagung wurde das 10-jährige Jubiläum der RWTÜV-Stiftung begangen. Vor über 180 Gästen sprachen Experten aus verschiedenen Fachgebieten zur aktuellen und vor allem künftigen Rolle der Blockchain Technologie im Recht, in der Wirtschaft und in der Gesellschaft.

Nach der Begrüßung durch Herrn Prof. Dr. Karl Friedrich Jakob, Vorstandsvorsitzenden der RWTÜV-Stiftung eröffnete Herr Prof. Dr. Dr. (h. c.) Michael Quante, Prorektor Universität Münster, in einem Grußwort eine philosophische Perspektive auf die neue Technologie. Herr Prof. Dr. Wolfgang Prinz, stellvertretender Institutsdirektor am Fraunhofer Institut und Lehrstuhlinhaber an der RWTH Aachen, erläuterte die technischen Grundlagen der Blockchain Technologie, bevor Prof. Dr. Nikolas Guggenberger, RWTÜV-Juniorprofessor am ITM, die rechtlichen Grundlagen in den Blick nahm. Herr Prof. Dr. Carsten Schuck, Universität Münster, behandelte in seiner Präsentation die Herausforderung der Kryptographie durch Quanten Computer. Herr Prof. Dr. Boris P. Paal, M.Jur. (Oxford), Dekan der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Freiburg und Direktor des Instituts für Informations- und Medienrecht erörterte das disruptive Potential der Technologie für das Gesellschaftsrecht. Den Vormittag schlossen Frau Dr. Nina Siedler und Herr Marco Müller-ter Jung, LL.M., Partner der Kanzlei DWF, ab mit einer Präsentation zu neuen Mobilitätskonzepten und dem Einsatz von Blockchain Technologie beim autonomen Fahren.

Den Nachmittag eröffnete Frau Prof. Dr. Mary-Rose McGuire, LL.M., Lehrstuhlinhaberin an der Universität Osnabrück und Direktorin des Centrums für Unternehmensrecht, mit einem Vortrag zu Immaterialgüterrechten an Blockchain-Technologie und den darauf aufbauenden Anwendungen. Prof. Jean-Louis Schiltz, Universität Luxembourg und Partner der Anwaltskanzlei Schiltz & Schiltz, befasste sich mit Initial Coin Offerings (ICOs) und erläuterte die Rechtslage auf europäischer und globaler Ebene. Jakob von Weizsäcker, MdEP, diskutierte den Ansatz der europäischen Institutionen zu virtuellen Währungen und ging auf regulatorische Herausforderungen ein. Patrick Murck, Fellow des Berkman Center der Harvard Law School und Special Counsel der Kanzlei Cooley, referierte zu Rechtslage rund um Smart Contracts in den USA und ging dabei auf die aktuelle Entscheidung der SEC ein. Geschlossen wurde das Symposium mit einem Beitrag von Dirk Kretzschmar, Geschäftsgebietsleiter IT der TÜV Informationstechnik GmbH, zu konkreten Geschäftsmodellen und Einsatzmöglichkeiten der Blockchain Technologie im Unternehmen. Die spannende Tagung endete mit einer Frage aus dem Publikum nach dem Termin einer weiteren Auflage.

 

Ganz herzlichen Dank an die RWTÜV Stiftung, die diese Tagung ermöglicht hat, an alle Gäste und die eingeladenen Redner.