Benutzer-Werkzeuge

Webseiten-Werkzeuge


Seitenleiste

WIKI:

HOTLINE:

Büros / Office Rooms

  • Einsteinstraße 62, Raum 105
  • Fliednerstraße 21, Raum 21b
  • Horstmarer Landweg 62, Raum U2

IVV5

public:linuxprofile

LinuxProfile: Linux mit einem lokalen Profil

Warum?

Moderne Linux-Oberflächen greifen sehr oft auf Konfigurationsdateien, Caches, etc. zu. Das alles steht im HOME-Verzeichnis eines Nutzers, und das ist im November 2012 in der IVV5 normalerweise das Netzwerkhome (/u/KENNUNG)- also ein Dateibereich, der nur über das Netzwerk erreichbar ist.

Leider ist weder das Netzwerk selbst noch das verwendete Protokoll gut dafür geeignet, sehr viele kleine Zugriffe effizient zu handhaben - als Effekt erscheint die Antwortzeit für de Benutzer sehr langsam, und die Netzwerkserver werden unnötig hoch ausgelastet.

Mit der Umstellung von CentOS auf Ubuntu hat sich das Problem noch verschärft, und auch die seit einem Jahr im Testbetrieb untersuchte Lösung mit teilweise lokalen Daten befriedigt nicht ganz.

Aus den gewonnenen Erfahrungen stellen wir nun für alle Nutzer auf ein echtes Profilkonzept, vergleichbar der Profilhandhabung unter Windows, um.

Erstmalige Einrichtung und normale Nutzung

Wenn Sie noch kein Linuxprofil haben und nichts weiter unternehmen, wird Ihr Profil beim Anmelden an der graphischen Oberfläche eines Linux-Rechners automatisch mit sinnvollen Voreinstellungen eingerichtet. Sie haben dabei die Wahl, mit einem fast leeren Profil oder mit einer von uns für sinnvoll gehaltenen Vorbefüllung des Profils zu beginnen. Erfahrenen Benutzern empfehlen wir den Start mit einem leeren Profil.

Haben Sie bereits ein Linuxprofil, werden die Daten daraus beim Anmelden an der graphischen Oberfläche mit den auf dem lokalen Rechner vorhandenen synchronisiert.

Beim Abmelden von der graphischen Oberfläche wird der lokale Zustand zurück synchronisiert.

Sie sollten dem System für diese Synchronisierung etwas Zeit geben. Wenige Daten im Profil beschleunigen den Vorgang! Für „echte“ Daten sollten Sie nach wie vor ihr Netzwerkhome benutzen, das Sie (u.a.) aus Ihrem lokalen Profil über den symbolischen Link serverhome finden können.

Nutzergesteuert

Wenn Sie mit einen leeren Profil beginnen, oder auch zur späteren Feinanpassung. ist es sinnvoll einige Punkt-Verzeichnisse (z.B. .mozilla für firefox, .thunderbird für Maileinstellungen, etc.) aus dem Netzwerkhome in das Profil zu verschieben, und Symlinks von wichtigen Verzeichnissen (z.B. Dokumente → serverhome/Dokumente)

Wollen Sie im Prinzip doch die Voreinstellung, aber einige Verzechnisse daraus nicht, erreichen Sie mit ivv5_LinuxProfile_polulateMaster eine Befüllung nach dem default-Verfahren. (s.a. Konfiguration), und können dann anpassen.

Zugriff mit ssh

Wenn Sie nicht vorm Rechner sitzen, sondern per ssh remote auf einen Rechner zugreifen, wird nicht automatisch synchronisiert. Sie arbeiten aber trotzdem mit einem lokalen Profil. Dann gibt es zwei Fälle:

  1. Sie haben auf diesem Rechner schon ein lokales Profilverzeichnis. Dann wird das in der vorliegenden Form verwendet.
  2. Sie hatten noch kein lokale Proifilverzeichnis auf diesem Rechner. Dann wird ein leeres Profilverzeichnis angelegt.

In beiden Fällen ist es vermutlich ratsam, mit dem Kommando ivv5_LinuxProfile_syncToLocal für eine Synchronisation mit dem servergespeicherten Profile zu sorgen, und, sollen die Daten aus dem Profil gesichert werden, am Ende der Arbeiten mit dem Kommando ivv5_LinuxProfile_syncToMaster genau dafür zu sorgen.

Welche Daten gehören ins Profil, welche ins Netzwerkhome?

Lokal sein sollten die Daten, auf die oft zugegriffen wird. In Linux-Systemen betrifft das vor allem die Punkt-Verzeichnisse, also .thunderbird, .firefox, .gconf, .cache etc.

Auch wenn Sie Berechnungen mit vielen lokalen Daten anstellen, sollten die ins lokale Profil.

Alles andere gehört eigentlich ins Netzwerkhome. Sie können sich den Zugriff auf oft benutzte Verzeichnisse wie Dokumente, Downloads etc. aber auch vereinfachen, indem sie symlinks, also symbolische Verknüpfungen daraus, aus Ihrem lokalen Profil in Ihr Netzwerkhome erzeugen. Für die von kde/gnome/unity automatisch angelegten Verzeichnisse haben wir das teilweise schon gemacht. Sonst greifen Sie am besten über den Pfad serverhome/… zu.

Was wird gesichert?

Alles, was im Netzwerkhome steht, wird (mehrfach) gesichert. Der Plattenplatz dort ist übrigens auch deswegen sehr teuer, man sollte nicht zu verschwenderisch damit umgehen.

Alles *relevante*, was im lokalen Profil steht, wird beim Abmelden aus der graphischen Oberfläche oder mit dem Kommando ivv5_LinuxProfile_syncToMaster, ins MasterProfile synchronisiert und damit gesichert. Irrelevant sind u.E. u.a. gecachte Daten, und die Verzeichnisse tmp und Dropbox. Deswegen benutzen Sie für temporäre Dateien auch am besten das Verzeichnis tmp. Wenn Sie dropbox-Kunde sind, werden diese Daten ja schon dort synchronisiert, und sollten nicht teuren Plattenplatz hier belegen. Aber das alles ist auch durch Sie einstellbar, s,u. Konfiguration.

Je mehr Daten sie synchronisieren, um so länger dauert das an- und abmelden.

Wenn Sie sehr viele Daten synchronisieren, kann es sein, das in Ihrem (grössenbschränkten) MasterProfile nicht genügend Platz zur Verfügung ist, Ihre lokalen Daten können dann verloren gehen.

Was wird gelöscht?

Auf öffentlich aufgestellten Rechnern, insbesondere in den Pools, werden lokale Profile regelmässig gelöscht. Hier müssen Sie also darauf achten, sich richtig mit Synchronisation abzumelden, oder per ivv5_LinuxProfile_syncToMaster Ihre lokalen Änderungen synchronisieren.

Auf persönlich zugeordneten Rechnern werden lokale Profile nur gelöscht, wenn es nötig ist - also wenn die Nutzerkennung abgelaufen ist, kein Platz mehr da ist, die Platte oder das Dateisystem kaputt geht, oder sonst ein Fehler passiert. Hier ist also das Sychronisieren nicht ganz so wichtig, sollte aber trotzdem gelegentlich erfolgen, um Datenverlusten vorzubeugen.

Was wird synchronisiert?

Normalerweise werden alle Dateien zwischen lokalem und MasterProfile synchronisiert, die nicht durch Patterns in der zentralen oder die nutzerdefinierte exclude-Datei ausgeschlossen wurden.

In der Richtung vom lokalen Profile auf das MasterProfile wird dabei auch gelöscht, in der anderern Richtung nicht. Das kann ggf. zu Komplikationen führen, eine Datei wirklich zu löschen, verhindert aber unbeabsichtigtes Löschen.

Mögliche Probleme

Ich kann mich nicht einloggen

Die alten Startskripte der Windowmanager wurden entfernt und durch neue ersetzt. Bitte wählen Sie beim Einloggen einen Windowmanager manuell durch Mausklick auf den Kreis, rechts neben „Login“, aus.

Mein Serverhome ist nicht mehr da / nicht mehr lesbar

Da mit kerberos-Authentifizierung montiert wird, kann unter ungünstigen Umständen das Ticket für den Zugriff aus das Netzwerkhome auslaufen. Ein einfaches kinit in einem xterm sollte das Problem dann direkt beheben.

Hintergründe

Wo stehen die Daten?

Das MasterProfile wird unterhalb des Netzwerklaufwerks hinterlegt, genauer unter /l/KENNUNG/.LinuxProfile.

Konfiguration

Zentrale Konfigurtationsdateien stehen unter /ivv5/local/LinuxProfile/, Nutzer-Konfiguratuionsdateien stehen unter /l/KENNUNG/.LinuxProfile.conf/.

Nennenswert sind dort u.a. exclude-file und include-file, mit dem die über rsync realisierte Synchronisation gesteuert wird. Es gibt dafür defaults in /ivv5/local/LinuxProfile/exclude-file (und für die admins: die Datei kommt aus host_config/proto.*)

Wer sich genauer für die Steuerungskommandos ingteressiert, kann unter /ivv5/local/bin/ in die bash-Scripten ivv5_LinuxProfile_syncToMaster resp. ivv5_LinuxProfile_syncToLocal hineinschauen.

Wann und wie wird synchronisiert?

Automatisch wird nur bei direkter An- und Abmeldung an einem Rechner über die graphische Oberfläche synchronisiert. Wer unter NX oder ssh auf einen Rechner zugreift, bekommt zwar ein lokales HOME angelegt, aber die Profildaten werden nicht automatisch synchronisiert. Das muss man dann, wenn gewollt, händisch durch Aufruf von ivv5_LinuxProfile_syncToLocal bzw. ivv5_LinuxProfile_syncToMaster machen.

Deaktivierung des Mechanismus

Den Profilmechanismus kann man entweder pro Rechner einzeln, oder generell abschalten.

Um den Mechanismus für einen bestimmte Rechner zu deaktivieren, muss auf dem jeweiligem Rechner im Homeverzeichnis eine „.NOPROFILESYNC“ Datei angelegt werden. Dies können sie mittels einem

touch ~/.NOPROFILESYNC

bewerkstelligen.

Wenn der Mechanismus für alle Rechner deaktiviert werden soll, muss diese Datei unter /l/<kennung> angelegt werden. Dies können sie mit folgendem Befehl machen.

touch /l/<kennung>/.NOPROFILESYNC

Zum reaktivieren des Mechanismus einfach die dementsprechende Datei löschen.

public/linuxprofile.txt · Zuletzt geändert: 2017/07/18 08:57 von n_silk01