Koptologie

Blick auf das römische Antinoopolis (Rekonstruktion)
Blick auf das römische Antinoopolis (Rekonstruktion)
© J.-C. Golvin
Blick auf das Hippodrom von Antinoopolis
Blick auf das Hippodrom von Antinoopolis
© The Antinoupolis Foundation
Tabula einer spätantiken Tunika
Tabula einer spätantiken Tunika
© IÄK
Stephen schreibt im 11. Jh. an Raphael
Stephen schreibt im 11. Jh. an Raphael
© Kölner Papyrussammlung

Ägypten von den Römern bis ins frühe Mittelalter

Die Koptologie umfasst das Studium aller Lebensbereiche des spätantiken Ägyptens vom ausgehenden Römischen Reich bis in die früharabische Zeit. Die Lehre an der WWU Münster widmet sich den Themen Familie und Gesellschaft, Bildung und Ausbildung, Heilkunde und Heilkult, Magie und Medizin, Wirtschaft und Handel, Sepulkralkult und Jenseitsvorstellungen auf der Basis der zahlreichen materiellen und schriftlichen Hinterlassenschaften aus Städten, Dörfern, Friedhöfen, Heiligtümern und Klosteranlagen, die den ganz gewöhnlichen Alltag der Bevölkerung vom späten 3. bis ins 12./13. Jahrhundert dokumentieren. Gelesen werden Originalzeugnisse, die auf Papyrus, Pergament, Ton, Holz oder Stein erhalten sind. Neben dokumentarischen Zeugnissen, wie Briefen und Mitteilungen, Verträgen und Quittungen, Darlehen und Schenkungen, testamentarischen Regelungen und Grabinschriften, besteht die Lektüre aus koptisch literarischen Texten, zu denen nicht nur die zahlreichen hagiographischen Erzählungen, sondern auch Textsammlungen berühmter Klosterväter, Werke der christlich-jüdischen Testamentliteratur sowie gnostische und manichäische Schriften gehören.

Seit 1992 wird die Münsteraner Koptologie kontinuierlich von der Brigitte und Martin Krause-Stiftung unterstützt, die Forschungsprojekte zum Manichäismus, den spätantiken Textilien, der Klosterarchäologie oder der dokumentarischen Papyrologie fördert.

Goldene Brustkette aus Antinoopolis
Goldene Brustkette aus Antinoopolis
© The Trustees of the British Museum