DHM 2019 in Marburg

von Julian Repke

Die diesjährige Deutsche Hochschulmeisterschaft im Ultimate Frisbee fand am 8. und 9. Juni in Marburg statt. Ein 15-köpfiges Team der Münsteraner Indis machte sich am Freitag mit zwei Bullis auf den Weg in die beschauliche Universitätsstadt an der Lahn. Die Mannschaft war bunt gemischt. Sowohl erfahrene Frisbee-Veteranen, als auch unerfahrenere Spieler aus dem HSP Anfänger-Training waren mit von der Partie. In Marburg traf die Mannschaft auf 27 weitere Teams aus ganz Deutschland, um sich mit anderen Hochschulteams zu messen. Die Gastgeber, die Hässlichen Erdferkel Marburg, nahmen die Frisbeespieler herzlich in Empfang und organisierten das gesamte Turnier vorbildhaft. Die Zelte wurden am späten, verregneten Freitagabend neben den Spielfeldern im Georg-Gaßmann-Stadion aufgebaut.

Der Auftakt in das Turnier begann für das Münsteraner Team am Samstagmorgen mit einem Poolspiel gegen Dortmund. Der starke Wind hatte seinen Einfluss, so dass es viele Turnovers gab und viele lange Punkten gespielt wurde. Am Ende musste sich das Team aus Münster mit einem 2:5 gegen die Torpedos geschlagen geben. Die Mannschaft resümierte, dass dieses Turnier noch Potential böte, die Laufwege mehr aufeinander abzustimmen. Das nächste Spiel wurde daraufhin gegen die Lüneburger bestritten. Das Spiel war deutlich heiß umkämpfter, doch die Farmers nutzen letztendlich die Chance zu einem 9:7 Sieg. Die stürmischen Wetterbedingungen legten es nahe, immer mal wieder eine Zonenverteidigung zu spielen. Dadurch konnte die Gegner im Aufbau erfolgreich unter Druck gesetzt werden und zu langen, riskanten Pässen gezwungen werden. Den ersten Sieg konnten die Indis daraufhin gegen die TU Dresden verzeichnen. „Es ist immer wieder schön, auch gegen Teams zu spielen, die man nicht alle Tage sieht„, wurde im Spiritkreis mit den Dresdener Spielern angemerkt. Dank einem vorteilhaften Seeding, einem Quäntchen Glück, aber auch einem zunehmenden Bewusstsein, bei diesem Turnier Großes leisten zu können, zogen die Indis nach dieser durchwachsenen Leistung in der Gruppenphase als bestes drittplatziertes Team aus allen Pools ins Achtelfinale ein. Ein 6:5 Sieg gegen Karlsruhe führte sehr erfolgreich in die nächste Runde. Der Tag wurde mit einem Abendessen in der Marburger Innenstadt und einem Ausflug zum Marburger Schloss beendet.

Ein idyllisch gepflegter Rasenplatz in windgeschützter Umgebung bot die perfekte Kulisse, um das Viertelfinale am sonnigen Sonntagmorgen gegen München auszuspielen. Captain Ulv schwor die Mannschaft auf das Spiel ein. „Es geht nicht darum, was passieren könnte, sondern es es geht darum, den Augenblick zu nutzen. Seid im hier und jetzt. Kümmert euch nicht um den Spielstand.“ In einem packenden Spiel konnten die Münsteraner mit dem mehrfachen Hochschulmeister auf Augenhöhe mithalten. Doch die präzisen, langen Würfe der Münchener konnten die Münsteraner Zone letztendlich aushebeln und München entschied das Spiel 9:7 für sich. Im Spiel um Platz 5 beeindruckten die Sportler aus Bonn mit vielen Überläuferpässen und sicherem Handling. Auf Münsteraner Seite konnte die Taktik Shotgun erfolgreich umgesetzt werden, doch den starken und schnellen Aufbauspielern hatte Münster nicht viel entgegen zu setzen und sie verloren das Spiel 4:10. Im Spiel um Platz 7 trafen die Indis erneut auf die Lüneburger Farmers aus der Gruppenphase. In einem spannenden Spiel schloss Münster das Turnier mit einem 8:7 ab. Man gewinnt nicht zweimal gegen dasselbe Team, wurde im Spiritkreis kommentiert.

Während die Platzierungen bei der Siegerehrung vom adh Disziplinchef Ralf Simon verlesen wurden, lukte Ulv von der Tribüne immer wieder zu der goldenen Frisbeescheibe, die für den Spiritsieger vorgesehen war. Riesengroß war die Freude, als das Münsteraner Team dann tatsächlich überraschend aufgerufen wurde, den Spiritpreis in Empfang zu nehmen. Nicht nur die positive Einstellung, die Fairness und die Regelkenntnis, sondern auch die gelungene Kommunikation, wurden den Münsteranern offenbar hoch angerechnet. Damit wurde nicht nur das hervorragende Ergebnis aus dem Vorjahr, der 7. Platz, die beste Platzierung, die Münster je auf einer DHM erreicht hat, wiederholt, sondern auch auch um einen Spiritsieg bereichert. Das Turnier hat den Indis aus Münster viel Freude bereitet und viele Inspirationen für das Training und weitere Turniere kamen auf.

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