Sommerglühen 2010

Dieser Beitrag wurde vor am Mittwoch, 1. September 2010 um 09:30 Uhr veröffentlicht und unter Turnier gespeichert. Schlagworte: , , , , , , , , , , , .

Kurz gesagt: 1 Spiel verloren (gegen den späteren Turniersieger), ein Unentschieden (gegen den späteren Turnierzweiten), sonst nur Siege – ergibt den 3. Platz!

Aber Michi kann das natürlich besser erzählen:

Hey Leute, wie ihr wissen dürftet haben wir am letzten Wochenende mal wieder beim Sommerglühen in Hannover um Ruhm und Ehre gekämpft. Und das sogar echt respektabel! Das Motto der Turniers war dieses Jahr übrigens: „Drei Herri für ein Halleluja“. Unsere Rechtsabteilung prüft derzeit juristische Schritte gegen diese dilettantische Urheberrechtsverletzung in punkto Turniermotto. Der Zweck der Sache war aber ein guter, denn angeblich befindet sich die Herrenhäuser Brauerei und finanziell stürmischem Fahrwasser.

Bis auf Felix waren wir bereits Freitag abend angereist und bekamen erst mal den Regulierungszorn des tyrannischen Wirtes vor Ort zu spüren. Nicht nur, dass wir unsere Zelte zur Schonung des Rasens an der Stelle wo wir Zelten mussten nicht im ländlich idyllischen hinteren Teil des Geländes errichten durfen (nein, das ist kein logischer Fehler). Nein, auch das Biermonopol hatte der Wirt gepachtet uns natürlich erst mal den Frisbeetouristenaufschlag drauf gerechnet. Zumindest ließ er sich dann doch noch zum Ausschank von Flaschenbier herab. Immerhin gab es Eis, aber leider keinen braunen Bären. Der ist wegen so Typen wie Eike ja leider aus dem Programm genommen worden.

Um gleich einen Höhepunkt zu setzen legten die Funaten unsere erste Partie gegen Topfavoriten Love Gang, aka Hallunken als Eröffnungsspiel um 9 Uhr auf den Center Court. Die Spannung hielt auch etwa bis zum 2:2, dann haben die Hallunken doch mal auf Mannverteidigung umgestellt und uns das Leben doch recht schwer gemacht. Nach der taktischen 4:12-Niederlage folgte das Spiel gegen die Funatics, das Anfängerteam der Gastgeber. Nach anfänglichen Schwierigkeiten wegen weg geschmissener Offense und so haben wir das dann aber doch recht souverän mit 8:4 gewonnen. Den letzten 20-Minuten-Spielzeitsnack gab es dann gegen die Blue Flippers aus Bremen. Irgendwie haben die Funaten nicht so viel Kreativität bei der Zusammensetzung der Pools, denn die Blue Flippers und die Love Gang waren auch letztes Jahr unsere Kontrahenten in der Vorrunde. Die Blue Flippers wurden diesmal aber nicht zu einem Stolperstein, sondern wurden von uns mit 9:5 deutlich besiegt. Das Belohnungsherri für das Erreichen des oberen Pools war da natürlich obligatorisch und mundete zu den Grillagen des Wirts und den Waffeln aus dem Zeitloch.

Das Wetter war ja auch mal wieder phantastisch. Für mich kam das eigentlich weniger überraschend, da die Antje aus Hannover mir das schon im Vorfeld garantiert hatte. Sonst hätte ich uns ja gar nicht angemeldet 😉

Die erste Herausforderung im oberen Pool hieß Rotatoes Potatoes aus Braunschweig. Es wurde das erwartete Rennspiel. Zu Beginn war es eher ausgeglichen mit leichtem Vorsprung für uns. Gegen Ende waren die Konzentrationsreserven der Braunschweiger aber mehr aufgebraucht und wir konnten dann noch davon ziehen. Endstand: 11:7. Das letzte Spiel des Tages hatten wir gegen UFO aus Osnabrück. Nach der derben Schlappe vom Fiffen Kanzen Ticken hatten wir da ja einiges gut zu machen. Die Osnabrücker haben natürlich vorher auch große Töne gespuckt und die Vergleiche herangezogen. Damals war es auch das letzte Samstagabendspiel. Zu Beginn sah es auch leider nach einer stumpfen 2. Folge des Desasters aus. Schnell überrannten uns die Osnabrücker die ersten drei Punkte. Dann sind wir aber aufgewacht und haben da mal zwei Schippchen drauf gelegt und mit unserer Defense guten Druck aufgebaut. Der Vorsprung schmolz in einem durch die vorangegangenen Strapazen des Tages fehlerreichen Spiel und schließlich kamen wir zum 8:7 in Führung. Nach zwei Punkten der Osnabrücker konnten wir die Partie aber nochmal drehen und gewannen 10:9. Den Schlusspunkt setzte dabei Felix, was fortan zu seiner Bestimmung wurde. Da war die Stimmung natürlich sowas von am Sieden.

Zu diesem genau richtigen Zeitpunkt erschien dann auch Rike (die Älteren werden noch von ihr gehört haben) auf dem Gelände. Sie machte im Auftrag der Funaten Fotos der spannenden Spielszenen, oder vielmehr von der Sekunde danach. Aber sie hat natürlich auch ein grandioses Mannschafsfoto von uns produziert und gudde Laune gemacht.

Das Bierrace ist für uns in Hannover ja immer eine emotional wichtige Sache. Es stand die klassische Distanz über sechs Bahnen, 30 Elefantendrehungen, 3 Bier, einen Rollmops, einen Schaumkuss mit Fettglasur und einem Toastbrot im nativen Zustand auf dem Programm. Leider zeigte sich letzterer mit mir gar nicht solidarisch, sodass wir leider nur im hinteren Mittelfeld gelandet sind. Dumm gelaufen, oder eher dumm geschluckt…

Zum Dinieren haben wir uns für das Thailändische Restaurant mit dem ausgefallenen Namen „Bangkok“ entschieden. Da die Sky-Kneipe leider nur nebenan war, musste sich Eike per Telefonkonferenz über Schalkes misslungenen Auftakt informieren lassen. Die Speisekarte war zwar nicht gerade im unteren Preissegment angesiedelt, aber das Essen war doch schon lecker. Zum Abschluss gab das Haus dann ne Runde Pflaumenwein mit Litschi-Einlage. Wer das Zeug nicht kennt: Litschis sind so kleine, weiße Obstkügelchen die nach Bionade schmecken. Die Party fand wieder im Clubhaus statt. Zu Beginn war der eigens eingeflogene DJ aber noch nicht so recht warm. Da bei uns die Äuglein schon fast zufielen, haben wir nach ein paar Bierchens mit den Bremern und Oldenburgern den geordneten Rückzug ins Zelt vollzogen. Die Bremer bekamen zu ihrem Glück noch ne Privatparty von den Luden aus Darmstadt. Die hatten nen Kasten Astra besorgt um mit den Bremern ihren Sonntagsmorgengegner kampfuntauglich zu machen und haben vor den Toren des Vereinsgeländes (Achtung, hier wacht ein Wirt!) ne Autoparty à la Dorfdisco veranstaltet. Eigentlich ne fabelhafte Idee, ist wohl aber irgendwie nach hinten losgegangen. Ergebnis Sonntag morgen, Bremen – Darmstadt 11:4. Die Party haben die ebenfalls im Bierrace unbezwungenen Bonobos aus Bochum gewonnen. Wie in Hannover traditionell üblich wurde das Partyergebnis natürlich unmittelbar auf dem Zeltplatz in Marktschreiermanier kundgetan. Hass!

Unser erstes Spiel am Sonntag, das inoffizielle Spiel um Platz 2, gegen den Veermaster, eine Altherrenmannschaft aus Hamburg und Umgebung, ging um den Sieg im oberen Pool. Das Spiel gegen die geballte Erfahrung war einerseits von großartigen Spielzügen auf beiden Seiten, aber auch von einigen leichten Fehlern auf beiden Seiten geprägt. Wir hinkten immer einen Punkt hinterher. Die Sirene zum Spielende kam dann beim Stand von 7:8, doch unser Mann für die wichtigen Punkte Felix war mal wieder zur Stelle und rettete das Unentschieden. Gegen diese erfahrene Truppe ein Unentschieden zu holen war schon echt geil. Leider würde das aber nur zum Gruppensieg reichen wenn die Veermaster noch mal patzen sollten, da diese die bessere Gesamtpunktebilanz hatten. Das letzte Poolspiel gegen Schleudertrauma aus Magdeburg wurde daher zur Pflichtaufgabe. Es begann auch gut, wir gingen mit zwei Punkten in Führung und konnten den Vorsprung auch erst mal halten. Dann haben wir uns aber ganz schön dämlich gegen die Zone der Magdeburger angestellt und gerieten in Rückstand. Es kam wieder zum entscheidenden letzten Punkt und wer sonst außer Felix hätte den wohl machen sollen? Arsch über Latte, Spiel gerade so mit 9:8 gewonnen. Das Hoffen, Anfeuern der UFOs und Dissen der Veermaster danach half leider nix, die „alten Säcke“ gewannen sicher gegen Osnabrück zogen ins Finale gegen die Love Gang ein.

Für uns ging es nach knapp 3 ½ Stunden Pause um Platz 3 gegen Deine Mudder. Das Spiel war zunähst ausgeglichen und Shorty hielt uns dank Catches in allen Höhen in der Zone im Spiel. Da wir glücklicherweise auf dem windgeschützten Feld spielten, konnten wir dann mal unsere gepflegte Hallentechnik auspacken und mit Overhead und co unsere Offense recht umstandsfrei durchbringen. Nach dem Knackpunkt, den langen Punkt zum 10:6 für uns war die Partie dann gegessen und wir haben dann noch die Punkte zum 14:6-Endstand drauf gepackt. Felix ist beim letzten Punkt extra noch aus der Zone gesprungen, damit mal jemand anderes das Lineup unterhalten musste.

Erwartungsgemäß hat die Love Gang bei den Veermaster im Finale alle Masten umgeknickt. Daher waren wir doch ganz froh doch nicht das Finale erreicht zu haben, denn schließlich ist ja nix scheißer als zweiter Platz. Sprich wir haben den 3. Platz gemacht und bis auf ein Spiel keines verloren. Das musste mir einer eleganten Traversale beim Auslaufen gefeiert werden, aaaaaahhhhrrrr die Traversaaaaale. Echt schon ne tolle Leistung. Am meisten imponiert hat mir dabei, dass wir ne sehr sichere Offense dabei gespielt haben und die Scheibe auch gut in unseren Reihen gehalten haben, wenn es mal gerade nicht im Eiltempo nach vorne ging. Ich glaube für unsere Gegner war es wirklich verdammt schwer von uns die Scheibe zu bekommen. Ich bin echt stolz auf die Leistung.

Nach einem Dönertankstopp in Hannovers beschaulichen Norden, bei dem wir mal genug Zeit hatten Kats Kauvermögen zu begutachten haben wir uns dann auf die Umkurvung und Ertragung von Staus auf jeglichen Autobahnen konzentriert. Hat zwar etwas gedauert, aber wir sind dann doch alle Körper habend aber trotzdem glücklich nach Hause gekommen.

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