Konzept


Die Arbeitsgruppe (AG) "Prävention sexualisierter Gewalt im Hochschulsport" hat mit der Aufnahme ihrer Arbeit im Oktober 2019 zunächst ein Konzept entwickelt, das die Leitlinien und Zielsetzung des Projekts im Rahmen des Hochschulsports definiert hat. Vorlage für das Konzept waren u.a. die von der Deutschen Sportjugend entwickelten Konzepte und Leitlinien zur Prävention sexualisierter Gewalt im Sport.

Das Ziel ist zunächst Teilnehmende und Übungsleitende der Sportangebote für die Thematik zu sensibilisieren. Um sexualisierte Gewalt zu thematisieren, muss ein rücksichtsvoller und offener Raum geschaffen werden, in dem sich zu Wort gemeldet werden darf. Aktive und Verantwortliche müssen konstant mitgedacht und ihnen die Werkzeuge für transparentes und achtsames Handeln bereitgestellt werden.

Durch Sensibilisierung, Transparenz, Zusammenarbeit und klare Regelungen sollen Vorfälle präventiv verhindert werden.

Im Vorfeld hatte sich der Hochschulsport entschieden, im Rahmen des Bildungsansatzes den Schwerpunkt bei der Präventionsarbeit vor allem auf die Ausbildung und Schulung aller im Hochschulsport beteiligten Akteure zu setzen. Ziel und Essenz unseres Verständnisses zur Prävention sexualisierter Gewalt im Hochschulsport wurde dann in einem Leitsatz formuliert, der auch in das Leitbild des Hochschulsports aufgenommen wurde.

Der Hochschulsport Münster handelt aktiv gegen jede Form von Gewalt - sei sie physischer, psychischer oder sexueller Art. (...) Wir schützen und respektieren die persönlichen Grenzen und beziehen aktiv Stellung gegen jede verbale oder nonverbale Form von Diskriminierung oder verletzendem Verhalten (Rassismus, Sexismus, Homophobie, Trans*phobie, etc.).

Neben der Positionierung gegen jegliche Form von Diskriminierung und Gewalt und für einen wertschätzenden Umgang miteinander durch das Leitbild, hat die Arbeitsgruppe eine Verpflichtungserklärung für die über 600 Übungsleitenden sowie für das Personal des Hochschulsports entwickelt, die seit Sommer 2020 fester Bestandteil der Honorarvereinbarung für Übungsleitende ist.

Weitere von der AG geplante Maßnahmen sind u.a.:

  • Sensibilisierungsschulung für alle Übungsleitenden des Hochschulsports ab 2021; diese ca. zweistündige Schulung wird verpflichtend für alle Übungsleitenden des Hochschulsports sein.
  • Entwicklung und Umsetzung einer Kontaktskala zum Dezember 2020, die insbesondere Menschen, die noch keine Vorstellung von einer bestimmten Sportart haben, einen ersten Eindruck vermitteln soll, wie nah der Körperkontakt bei der entsprechenden Sportart ist.
  • Entwicklung von Kommunikationsmedien, die sowohl Teilnehmende über das Projekt informieren und auch Übungsleitenden helfen sich in schwierige Situationen richtig zu verhalten und gegen jegliche Form von Gewalt zu positionieren.
  • Ansprechpartner/innen des Hochschulsports sollen einen geschützten Rahmen für Betroffene schaffen und diese ermutigen über Vorfälle im Hochschulsport zu sprechen.