Gleichstellung an der WWU im Profil

Verständnis und Verankerung der Gleichstellungsarbeit

Die WWU unterscheidet in ihrer Gleichstellungspolitik zwischen Gender Mainstreaming auf Organisationsebene und klassischer Gleichstellungspolitik zur Herstellung von Chancengleichheit auf personeller Ebene. Im Sinne des Gender Mainstreaming-Ansatzes ist die Genderperspektive durchgängig in alle Strukturen und Prozesse der Universität integriert. Die konkrete Durchsetzung der Gleichstellung von Frauen und Männern findet entlang definierter Kriterien und Ziele auf allen Entscheidungsebenen und in allen Mitgliedergruppen Berücksichtigung (vgl. u. a. das Gleichstellungszukunftskonzept der WWU und die dezentralen Gleichstellungspläne der Fachbereiche). Sichtbarer Unterrepräsentanz wird durch gezielte Fördermaßnahmen begegnet.

Die Selbstverpflichtung der WWU zu Gender Equality ist im Leitbild der WWU transparent festgeschrieben. Auch im Rahmen des 2009 abgeschlossenen universitätsinternen Strategieentwicklungsprozess hat das Rektorat Gender Mainstreaming und gezielte Frauenförderpolitik als wichtige Kriterien für die Hochschulentwicklung anerkannt.

Gleichstellungsziele und Budget

Die Gleichstellungspolitik der WWU setzt auf zwei Schwerpunktziele:

  1. Die Vereinbarkeit von Studium, wissenschaftlicher Karriere und Familie an der WWU soll erleichtert werden. Hiervon profitieren die Beschäftigten und Studierenden individuell, aber auch die Universität als Organisation mit ihren Fachbereichen.

    Dabei wird die Vereinbarkeitsproblematik von der WWU keinesfalls als explizit weibliche Angelegenheit gesehen. Sämtliche Maßnahmen zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf, Studium und Familienaufgaben an der WWU richten sich an beide Geschlechter. Um nach innen und außen zu verdeutlichen, dass die Vereinbarkeit von Beruf und Kindererziehung bzw. der Pflege Angehöriger keinesfalls als explizites „Frauenthema“ an der WWU verstanden wird, sondern den jeweils Erziehenden bzw. Pflegenden (unabhängig vom Geschlecht) ins Zentrum rückt, ist das Servicebüro Familie nicht dem Büro für Gleichstellung zugeordnet, sondern – entsprechend der Auffassung, Vereinbarkeit als Querschnittsaufgabe der gesamten Organisation zu sehen – der Abteilung für Personalentwicklung.
  2. Das zweite strategische Ziel der Gleichstellungsarbeit besteht darin, Frauen bei ihrer wissenschaftlichen Karriere – mit Blick auf das Kaskadenprinzip – so zu fördern, dass sie ihre Potentiale entfalten können und sich ihre Leistungen in ihrer akademischen Laufbahn widerspiegeln.

    Um Wissenschaftlerinnen und speziell Nachwuchswissenschaftlerinnen bedarfsgerecht in ihrer wissenschaftlichen Karriere zu unterstützen, hat die WWU verschiedene Maßnahmen und Projekte entwickelt.

Zentrale Grundlage für die Realisierung von Maßnahmen zur Durchsetzung von Projekten, Programmen und sonstigen Maßnahmen zur Durchsetzung der Gleichstellung von Männern und Frauen an der Universität bildet das universitätseigene Frauenförderprogramm. Es beträgt jährlich ca. 190.000 € und ermöglicht damit eine – von kaum kalkulierbaren Wettbewerbsgeldern unabhängige – Realisierung von Gleichstellungsprojekten. Das Programm, von dem alle Statusgruppen an der WWU profitieren, indem sie für zweckgebundene Gleichstellungsprojekte Gelder beantragen können, existiert seit dem Jahr 2000.