Anne Kluger, M.A.

Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Domplatz 20–22 (Fürstenberghaus)
Raum 10
48143 Münster
Telefon: +492518324120
Sprechzeiten: Di, 12-13 Uhr sowie nach Vereinbarung - Bitte melden Sie sich auch für die Dienstagssprechstunde per Mail an.
E-Mail: anne.kluger@uni-muenster.de

  • Zur Person

    • Seit Januar 2021 zugleich Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO) e.V.
    • Seit Februar 2019 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Historischen Seminar der WWU Münster, Abteilung für Osteuropäische Geschichte
    • 2018 Wissenschaftlicher Förderpreis des Botschafters der Republik Polen für die beste Masterarbeit
    • 2018 Master of Arts in Geschichte an der WWU Münster
    • 2015-2016 Studentische Hilfskraft im SFB „Kulturen des Entscheidens“ der WWU Münster
    • 2015-2016 Studentische Hilfskraft im Forschungsprojekt „Die Rolle der Stadtverwaltung Münster im Nationalsozialismus“ der WWU Münster und der Stadt Münster
    • 2014-2018 Studentische Hilfskraft am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte II (Prof. Dr. Thomas Großbölting) am Historischen Seminar der WWU Münster
    • 2013-2018 Studentische Hilfskraft in der Redaktion der „Frühmittelalterlichen Studien“ am Institut für Frühmittelalterforschung der WWU Münster
    • 2013-2014 Forschungsstudierende am Graduiertenkolleg „Literarische Form“ der WWU Münster
    • 2012-2018 Studium der Germanistik, Geschichte und Kulturpoetik der Literatur und Medien an der WWU Münster (mit Studienaufenthalt an der UJ Kraków)

  • Promotionsprojekt

    „Slawische Archäologie“ und ihre politische und ideologische Durchdringung in der PRL und der DDR – am Beispiel von Witold Hensel und Joachim Herrmann

    In meinem Forschungsprojekt untersuche ich, ob und in welcher Form es in der Volksrepublik Polen und in der Deutschen Demokratischen Republik zu einer politischen und/oder ideologischen Durchdringung der „Slawischen Archäologie“ gekommen ist. Als „Slawische Archäologie“ wurde in den sog. Ostblock-Staaten die archäologische und historische Erforschung der Anfänge eines vermeintlichen „slawischen Volkes“ bzw. „slawischer Völker“, seiner/ihrer Siedlungsbewegungen und kulturellen Eigenschaften sowie der Anfänge „slawischer“ Staatlichkeit in prähistorischer und frühmittelalterlicher Zeit bezeichnet. Zwei führende Vertreter dieser Forschungsrichtung aus Polen und Ostdeutschland stehen als Fallbeispiele im Zentrum meiner Arbeit: Witold Hensel (PRL) und Joachim Herrmann (DDR), die in der scientific community ihrer Zeit als fachliche Experten galten und als Direktoren der prähistorischen Institute der Akademien der Wissenschaften in ihren jeweiligen Ländern darüber hinaus einflussreiche wissenschaftsorganisatorische Positionen einnahmen. Am Beispiel von Hensel und Herrmann analysiere ich, welche Handlungsspielräume sich die Wissenschaftler bei ihrer Arbeit schaffen konnten, inwiefern sie sich selbst bestimmten inhaltlichen und methodischen Vorgaben verpflichteten und welche Unterschiede hier zwischen dem ostdeutschen und dem polnischen Wissenschaftssystem und der jeweiligen Verknüpfung mit der Politik (auch in chronologischer Perspektive) bestanden.

  • Veröffentlichungen

    Aufsätze:
    „und je nachdem, welche Seiten von dem einzelnen Forscher besonders hervorgehoben werden, fällt das historische Urteil aus“. Joachim Herrmann und die prähistorische Feudalismusforschung in der DDR, in: Groth, Simon (Hg.): Der geschichtliche Ort der historischen Forschung. Das 20. Jahrhundert, das Lehnswesen und der Feudalismus, Frankfurt/M. 2020 (= Normative Orders 28), S. 187-216.

    Between pottery and politics? "Slavic archaeology" in communist Poland and East Germany and its interrelations with politics and ideology. A biographical-comparative approach, in: Studia Historiae Scientiarum 19 (2020), S. 287-326, http://www.ejournals.eu/sj/index.php/SHS/article/view/SHS.20.010.12566.

    Vom „Teufel Alkohol“ in der DDR, in: Zeitgeschichte-online, August 2015, http://www.zeitgeschichte-online.de/vom-teufel-alkohol-der-ddr.


    Rezensionen:
    Rez. Gulińska-Jurgiel, Paulina/Kleinmann, Yvonne/Řezník, Miloš/Warneck, Dorothea (Hgg.): Ends of War. Interdisciplinary Perspectives on Past and New Polish Regions after 1944, in: Zeitschrift für Ostmitteleuropa-Forschung 69 (2020), H. 4, S. 574-576, https://www.zfo-online.de/portal/index.php/zfo/article/view/10873/10834.

    Rez. Dadej, Iwona: Beruf und Berufung transnational. Deutsche und polnische Akademikerinnen in der Zwischenkriegszeit, in: H-Soz-Kult, 13.07.2020, http://www.hsozkult.de/publicationreview/id/reb-29362.

    Rez. Kolář, Pavel: Der Poststalinismus. Ideologie und Utopie einer Epoche, in: Zeitschrift für Ostmitteleuropa-Forschung 68 (2019), H. 2, S. 312-313, https://www.zfo-online.de/portal/index.php/zfo/article/view/10571/10572.

  • Lehrveranstaltungen

     
    WS 2019/20 Historisches Seminar / Übung: Der lange Schatten der Vergangenheit – Deutsch-polnische Beziehungen nach dem Zweiten Weltkrieg
      SS 2019 Historisches Seminar / Übung: Geschichtspolitik in der Volksrepublik Polen
    WS 2020/21 Historisches Seminar / Proseminar: Einführung in das Studium der neueren Geschichte: Gleich und doch anders? Die DDR und die Volksrepublik Polen in vergleichender Perspektive
    SS 2021 Historisches Seminar / Übung: Von Briefmarken über Filmkomödien – Quellen zur ostmitteleuropäischen Zeitgeschichte und wie man mit ihnen umgeht
    WS 2021/22 Historisches Seminar / Proseminar: Einführung in das Studium der neueren Geschichte: „Zwangsverordnete Freundschaft“? – Die DDR und die Volksrepublik Polen in verflechtungsgeschichtlicher Perspektive