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Sprechstunden:

Prof. Dr. Isabel Heinemann

Sprechstundentermine momentan auschließlich nach Vereinbarung per Email.

Rosenstraße 9, Raum 358 (1. Dachgeschoß).

Lehrveranstaltungen
Isabel Heinemann

Sommersemester 2018


Hauptseminar: “The Politics of Reproduction”: Reproduktives Entscheiden in den USA des 20. Jahrhunderts

Freitag, 10.00-12.00, Fürstenberghaus - F 153 (11.5.: Orléans-Ring 12 - SRZ 19) - Seminarplan


„Verhütung, Abtreibung, (Zwangs)Sterilisation, Fruchtbarkeitsbehandlung, Eizellspende, Leihmutterschaft“ sind nur einige Schlagworte, die andeuten, wie sehr sich die Potentiale reproduktivem Entscheidens im 20. Jahrhundert veränderten. Entscheidend waren hierfür die Entwicklung medizinische Technologien und die Verbreitung reproduktiven Wissens, gleichwohl auch die Pluralisierung von Familienwerten und Geschlechterrollen. Dabei fragt sich jedoch: Unter welchen Bedingungen konnten Frauen und Paare überhaupt bewusste Reproduktionsentscheidungen treffen? Welche Faktoren beförderten oder begrenzten den Zugang zu Entscheidungsmöglichkeiten? War reproduktives Entscheiden tatsächlich erst ein Kennzeichen moderner Gesellschaften, reflektierte es besonders deutlich die Veränderung kultureller Normen und Werte?
Das Hauptseminar macht sich zur Aufgabe, die wichtigsten Wendepunkte in den öffentlichen Debatten und Expertendiskursen über reproduktives Entscheiden in den USA des 20. Jahrhunderts herauszuarbeiten. Dabei kommt den Auswirkungen der klassischen Ungleichheitskategorien “Race, Class, and Gender” eine zentrale Bedeutung zu. Zugleich soll abschließend gefragt werden, ob die erweiterten Möglichkeiten reproduktiven Entscheidens auch mit einer Steigerung individueller Freiheiten einhergingen, oder ob nicht vielmehr neue Zwänge und Ausschließungen (sozial ungleich verteilte Reproduktionschancen, Ausbeutung von Leihmüttern und Eizellspenderinnen?) die Kehrseite des gesellschaftlichen Wandels darstellten. Gute Englischkenntnisse sind unabdingbar, da ein Teil der Literatur nur auf Englisch vorliegt.


Einführende Literatur:
Solinger, Rickie: Pregnancy and Power. A Short History of Reproductive Politics in America, New York 2007.

Niethammer, Lutz / Satjukow, Silke (Hg.): »Wenn die Chemie stimmt …« Geschlechterbeziehungen und Geburtenkontrolle im Zeitalter der »Pille«, Göttingen 2016.

Lektüreübung: Einführung in die Postokoloniale Theorie

Freitag 12.00-14.00, Fürstenberghaus F 104 (11.5.: Orléans-Ring 12 –SRZ 105) - Veranstaltungsplan


Inspiriert von den boomenden „Postcolonial Studies“ erfreut sich in den letzten Jahren auch in der Geschichtswissenschaft die Erforschung der Hinterlassenschaften und Nachwirkungen des Kolonialismus großer Beliebtheit. Zugleich bleiben jedoch die Potentiale zur Perspektivierung aktueller Phänomene wie Multikulturalismus und Rassismus mit Hilfe der Ansätze aus den Postcolonial Studies durch die deutsche Zeitgeschichtsforschung vielfach ungenutzt. Gegenstand dieser Lektüreübung soll daher die gemeinsame Erarbeitung und Diskussion von Schlüsseltexten aus dem Bereich der „Postcolonial Theory“ sein, um Anwendungsfelder im Bereich der Geschichtswissenschaften zu eruieren. Gute Englischkenntnisse sind Voraussetzung, da ein Teil der Texte nur auf Englisch vorliegt.


Einführende Literatur:
Ulrike Lindner, Neuere Kolonialgeschichte und Postcolonial Studies, Version: 1.0, in: Docupedia-Zeitgeschichte, 15.04.2011.

Lehrveranstaltungen
Verena Limper

Derzeit keine Veranstaltungen.