Dr. Philipp Erdmann


Lebenslauf
Forschungsschwerpunkte
Forschungsprojekte
Publikationen
Lehrveranstaltungen

 

 

 

Lebenslauf

Seit 2018 Lehrbeauftragungen an der WWU und an der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung NRW
Seit 2018 Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Stadtarchiv Münster (Bildungsarbeit und stadtgeschichtliche Forschung)
2018-2019 Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Geschichtsort Villa ten Hompel, zugleich Vorstandsassistent des Arbeitskreises der NS-Gedenkstätten und -Erinnerungsorte in NRW
2017-2018 Vorstandsassistent des Arbeitskreises der NS-Gedenkstätten und -Erinnerungsorte in NRW
06/2017 Förderpreis für junge Historikerinnen und Historiker der Stadt Münster
2014-2017 Doktorand im Forschungsprojekt „historische Aufarbeitung der Rolle der Stadtverwaltung Münster im Nationalsozialismus“ (Leitung: Prof. Dr. Großbölting)
08-09 2015 Forschungsaufenthalt in London mit einem DAAD-Kurzzeitstipendium für Doktoranden
2014 Master of Arts in Geschichte
2007-2014 Studium der Geschichtswissenschaften, Kultur- und Sozialanthropologie und Ökonomik in Münster und Sevilla

Forschungsschwerpunkte

  • Stadtgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts
  • Verwaltungs- und Sparkassengeschichte des Nationalsozialismus
  • Erinnerungskulturen und Vergangenheitspolitik
  • Archive als außerschulische Lernorte

Forschungsprojekte

Kommunales Krisenhandeln im Zweiten Weltkrieg und in der Nachkriegszeit: Die Stadtverwaltung Münster zwischen Nationalsozialismus und Demokratisierung (Abgeschlossen)

Als der Zweite Weltkrieg begann, sah sich die Stadtverwaltung Münster vorbereitet. Zuvor hatte sie die Umgestaltung der westfälischen Gauhauptstadt umfassend geplant. Doch seit dem 1. September 1939 stand die Regulierung von Versorgungsmängeln, von Kriegseinwirkungen und -folgen für mehr als ein Jahrzehnt im Fokus kommunalen Krisenhandelns. Bewältigungstechniken, zum Teil das Personal und vor allem die systemstabilisierende Funktion der Stadtverwaltung blieben über das Kriegsende hinaus bestehen. Erst nach Gründung der Bundesrepublik setzte sich die Überzeugung durch, mit kommunaler Planung die Stadt und das Leben in ihr umfassend gestalten zu können. Diese Phase und weniger exklusiv das Kriegsende gerät damit als Zeit tiefen Wandels in den Fokus. Wie sich dieser auf die Verwaltung selbst, aber auch auf die Stadtgesellschaft auswirkte und für wen „Modernisierungen“ keine Vorteile brachten, zeigt diese detailreiche Studie

Hier geht es zum Forschungsprojekt.

Publikationen

Monographien

  • Kommunales Krisenhandeln im Zweiten Weltkrieg und in der Nachkriegszeit. Die Stadtverwaltung Münster zwischen Nationalsozialismus und Demokratisierung, Berlin 2019 (zugleich Dissertation).
  • Entnazifizierung in Münster. Eine Stadt verhandelt ihre Vergangenheit 1945-1952, Münster 2018.

Aufsätze und weitere Publikationen (Auswahl)

  • Kriegerdenkmale in Münster: Quellen und didaktische Einordnungen (hg. v. Stadtarchiv Münster), Münster 2020.
  • Alliierte Anreize und westfälische Traditionen? Die Kommune als Aktionsfeld und Akteurin von Demokratisierung nach 1945, in: Geschichte im Westen 35 (2020), S. 55-77.
  • Vom verklärten Sehnsuchtsort zur unbequemen Erinnerung: Koloniale Spuren in Erinnerungsdiskursen der Stadt Münster, in: Westfälische Forschungen 69 (2019), S. 241-266.
  • "Wer spart, hilft Adolf Hitler". Nationalsozialismus und Sparkassen - Das östliche Münsterland, (hg. v. Geschichtsort Villa ten Hompel / Westfälisches Wirtschaftsarchiv), Münster 2019.
  • „…Not the master of the people, but its servant.“ - Das Verhältnis von Stadtverwaltung zu Stadtbevölkerung in britischen Besatzungskonzepten und dessen Rezeption in Münster, in: Peter Fäßler u.a. (Hgg.), Briten in Westfalen. Begegnungen – Beziehungen – Geschichte (1945-2017), Paderborn 2019 (im Erscheinen).
  • Verwaltungsgeschichte vermitteln. Konzepte und Quellen für die historisch-politische Bildung mit Beschäftigten in Kommunalverwaltungen, Münster 2018 (zus. m. Annika Hartmann).
  • Die gescheiterte Ordnung des Stadtraums. Stadtplanung und öffentlicher Wohnungsbau in Münster entlang der Systemwechsel 1933 und 1945 (zus. mit Annika Hartmann), in: Winfried Süß/Malte Thießen (Hgg.), Städte im Nationalsozialismus. Urbane Räume und soziale Ordnungen (BGNS, Bd. 33), Göttingen 2017, S. 151-175.

Lehrveranstaltungen

Sommersemester 2021

Übung: Eine quellenpraktische Übung zur Umweltgeschichte Münsters (1870er–1930er Jahre) (zus. mit PD Dr. Christoph Lorke)

Wintersemester 2020/21

Übung: Mapping Münster: Münsters Entwicklung zur Großstadt 1850-1930 im Kartenbild (zus. mit Dr. Christof Spannhoff/Institut f. vergl. Städtegeschichte)

Übung: Ortsbezogen, forschungsnah und authentisch? Das Stadtarchiv als außerschulischer Lernort (am Institut für Didaktik der Geschichte)

Sommersemester 2020

Übung: Wohnraumrettung oder Hausfriedensbruch? Die Frauenstraße 24 als Kristallisationspunkt studentischer Hausbesetzungen (zus. mit PD Dr. Christoph Lorke)

Wintersemester 2015/2016

Übung: „Volksgemeinschaft“ im Nationalsozialismus: Utopie oder soziale Praxis?