Dr. Katrin Minner


Minner2015

Lebenslauf
Portfolio
Forschungsprojekte
Auszeichnungen
Publikationen
Lehrveranstaltungen

 

 
 
 

Lebenslauf:

Januar 2014- August 2016 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte II / Zeitgeschichte
ab Mai 2013 Habilitandin am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte II / Zeitgeschichte an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster
Apr. 2013 - Sept. 2014 Lehrbeauftragte der Universität Bremen
2011-2013 Staatsarchivreferendarin für den höheren Archivdienst im Land NRW
2007-2011 Lehrkraft für besondere Aufgaben am Historischen Seminar der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (Abt. für westfälische Landesgeschichte): Aufbau und Koordinierung der Schnittstelle Geschichte & Beruf (Servicestelle für Berufsorientierung und Praxiskompetenzen am Historischen Seminar), Organisation und Durchführung von Praxisseminaren (z.T. in Zusammenarbeit  mit externen Fachleuten) und der Veranstaltung „Arbeitsfelder für Historiker“ (mit Gastreferenten), Netzwerkbildung
2005-2007 Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg: Mitherausgeberschaft, Koordinierung und Redaktion des Buchprojekts „Geschichte der Stadt Halle“
2001-2005 Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Martin-Luther-Universität Halle- Wittenberg, Abt. Landesgeschichte: Forschungsprojekt zu Stadtjubiläen in der Region Sachsen-Anhalt, Abschluss der Promotion mit der Arbeit „Was bleibt von der Stadt der Bürger? Stadtbilder in den Stadtjubiläen der Region Sachsen-Anhalt zwischen Kaiserreich und ‚Drittem Reich‘“ im Dezember 2006
1998-2001 Mitarbeiterin der Stadt Gütersloh im Fachbereich Kultur: Erarbeitung der Stadtgeschichte (Buchprojekt, finanziert von der MIELE-Stiftung), Ausstellungskooperationen mit dem Gütersloher Stadtmuseum, Leitung eines VHS-Arbeitskreises zur Stadtgeschichte sowie Idee, Konzeption und Koordination einer historischen Stadtrallye für Kinder und Jugendliche: „Zeitreise in das Gütersloh des 19. Jahrhunderts“
1995/96-1997 Mitarbeit im Ausstellungsprojekt „Das ‚Dritte Reich‘ im Fest“ (Westfalen 1933–1945) an der Fakultät für Geschichte der Universität Bielefeld in Zusammenarbeit mit dem Westfälischen Museumsamt, Münster, Mitarbeit an der Filmdokumentation zur Ausstellung, Redaktion des Katalogs, Begleitung der Wanderausstellung „Alle sollen fröhlich sein! Das ‘Dritte Reich’ im Fest” mit Eröffnungen und Führungen (Apr. 1997 – Jan. 1999)
1992-1998 Studium der Fächer Geschichte (Hauptfach), Germanistik und Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts (Nebenfächer) an der Universität Bielefeld, Magisterabschluss (Magisterarbeit: „Zwischen Tradition und Modernität. Ortsjubiläen in Westfalen im Dritten Reich“)

Portfolio:

Forschung:

Inhaltliche Schwerpunkte auf der Politik-, Sozial- und v.a. der Kulturgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts und der Sattelzeit zwischen dem 18. und 19. Jahrhundert, der Public History, der Stadtgeschichte, der Landesgeschichte (Westfalen und Sachsen-Anhalt) und auf den Arbeitsfeldern für Historiker (Berufsorientierung und Praxiskompetenz).

bisherige Forschungsthemen:

  • Städtische Identitätsstiftung, Imagebildung und Repräsentation (Stadtjubiläen, Stadtwerbung, Stadt(werbe)filme).
  • Bürgertumsforschung (Konstituierungsphase im 19. Jhd. sowie „Entbürgerlichung“ im 20. Jhd.).
  • Feste und Feiern (u.a. in ihrer herrschaftsstabilisierenden Funktion und in ihrer Funktion als Imaginierung geschichtlicher Erinnerung).
  • Aufklärerische Aspekte in Reisebeschreibungen an der Wende 18./19. Jhd.
  • neuere Verwaltungsgeschichte

Lehre:

Schwerpunkte auf der Neueren und Neuesten Geschichte (19. und 20. Jahrhundert), der Sozial- und Kulturgeschichte, Landes- und Stadtgeschichte und der Angewandten Geschichte / Public History (Praxis- und berufsorientierende Veranstaltungen).
Anwendung verschiedener Lehrformate (z.B. Praxisseminare neben den üblichen Formen akademischer Lehre wie Proseminare, Übungen, Kurse, Hauptseminar).

„Schnittstelle Geschichte & Beruf“:

Aufbau, Koordination und Öffentlichkeitsarbeit der „Schnittstelle“ – Beratung von Studierenden zur Berufsorientierung, Berufswegfindung, Praktikumsangelegenheiten und Praxiskompetenz; Angebot kooperativer Praxisseminare; Netzwerkbildung mit externen Fachleuten, Institutionen und Praktikumsgebern; Aufbau einer webgestützten Praktikumsdatenbank; Einwerbung von Drittmitteln für berufsbezogene Lehrveranstaltungen und die webgestützte Praktikumsdatenbank; Vernetzung mit dem Career Service der WWU; Öffentlichkeitsarbeit zur Arbeit der „Schnittstelle“.

Praxiserfahrungen:

Mediale Umsetzungen von geschichtlichen Themen: Ausstellungen, Filmdokumentation (zur Ausstellungsbegleitung), DVD-Edition zu Filmquellen, historische Bildungsarbeit.
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, insbesondere journalistische Erfahrungen im Bereich der Printmedien
Archivwesen inkl. Hilfswissenschaften.
Redaktion und Koordination von Buchprojekten.
Tagungsorganisation.

Forschungsprojekte:

1.) Habilitationsprojekt

2.) Energie um jeden Preis? Westfälische Bergbauverwaltung zwischen fachlichen Ansprüchen und politischem Einfluss. Das Oberbergamt Dortmund zwischen Weimarer Republik und den 1960er Jahren

Das 21. Jahrhundert steht vor Weichenstellungen, was die Versorgung mit Energie betrifft. Das Jahrhundert des (Stein-)Kohlebergbaus ist – zumindest in Deutschland - spätestens seit den 1960er Jahren in die Krise geraten und im 21. Jahrhundert in der Abwicklung. Auch der Rohstoff Erdöl ist in seiner Begrenztheit bewusst geworden. Die Versorgung mit Energie ist historisch gesehen eine wichtige Schnittstelle zwischen Gesellschaft und Politik. Der Umgang mit Rohstoffen, Umwelt und Prioritätensetzungen in der Energieversorgung ist nicht zuletzt eine Frage der politischen Repräsentanten. Vorgaben der (staatlichen) Politik umsetzen, die Politik fachlich zu beraten und gleichzeitig im Sinne der Bürgerschaft zu handeln, entspricht Aufgabenkonstruktionen der Verwaltung. In historischer Perspektive hat die zentrale Rolle für die Energieversorgung im 19. und 20. Jahrhundert die Kohle gespielt.
Bisher ist der Ruhrbergbau vor allem aus der Branchen- und Unternehmensperspektive untersucht worden. Unter der Ägide der Sozialgeschichte kam der Fokus auf die Bergarbeiterschaft und gewerkschaftliche Interessenvertretungen hinzu. Handlungsmöglichkeiten und Spielräume im Verwaltungshandeln hat bisher noch wenig Beachtung gefunden. Die Kultur- und Kommunikationsgeschichte kann mit Blick auf Verwaltungshandeln neue Erkenntnisse bieten.
Gerade Fachverwaltungen deklarieren für sich häufig den Topos der „unpolitischen“ Amtsausübung und verdecken damit gesellschaftliche Einbindungen, politische Affinitäten und Einflussnahmen, Repräsentationen und Handlungsspielräume. Für einen demokratisch verfassten Staat entspricht das Bild der lediglich nach fachlichen Maßgaben und gesetzlichen Vorgaben dem Idealtypus der „legalen Herrschaft“. In einer Diktatur bzw. nach deren Ablösung geraten solche Topoi schnell zum Schutz vor Verantwortung. Am Beispiel einer Fachverwaltung soll in dem Projekt an einem Längsschnitt untersucht werden, wie stark Verwaltungshandeln und individuelles Verhalten der Behördenmitarbeiter (insbesondere in Leitungspositionen) an strukturellen Rahmenbedingungen orientiert waren, welche Netzwerke vorlagen und welche Rolle politische Einflüsse spielten. Ein besonderer Schwerpunkt der Studie wird daher auf der Zeit des Nationalsozialismus liegen. Neben personellen Austauschprozessen oder Kontinuitäten soll die soziale Praxis des Verwaltungshandelns zwischen fachlichen Maßstäben und politischem Einfluss untersucht werden. Gerade die Betrachtung einer Mittelinstanz liefert Aussagen zum Schnittpunkt, was an staatlichen Vorgaben an die lokalen, ausführenden Behörden weitergegeben, gestaltet, verstärkt oder abgeschwächt wurde. Auszuloten ist weiter, wie sich das Wechselspiel der Verwaltung mit verschiedenen NS-Machtträgern (z.B. DAF und Beauftragter für den Vierjahresplan) gestaltete. Die Untersuchung soll Auskunft darüber geben, wie sich Verwaltungs- und Herrschaftsverhalten gegenüberstanden und an die Forschungsdebatte von Polykratie oder Neuer Staatlichkeit anknüpfen.
Als Referenzregion dient der westfälische Teil des Ruhrgebiets. Für die Energieversorgung im Deutschen Reich nahm ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts der Ruhrbergbau eine zentrale Rolle ein. Exemplarisch sollen die Fragen an der Behörde des Oberbergamts Dortmund untersucht werden.

3.) Lost in transformation? Städtische Selbstdarstellung in Stadt(werbe)filmen

Nach 1945 stellten sich – je nach Dekade – verschiedene Problemlagen, auf die die Städte reagieren mussten: Wiederaufbau, Wiederherstellung einer gesellschaftlichen „Normalität“, die Integration von Flüchtlingen und Vertriebenen, die Förderung der lokalen Wirtschaft, der Strukturwandel, die Stadtsanierung, die Bewältigung des zunehmenden Verkehrsaufkommens. Ein zentrales Medium, den Wandel zu begleiten und zu bewältigen, war der Stadt(werbe)film. Dieser konnte dazu dienen, (geplantes) Vorgehen zu kommunizieren und damit Akzeptanz zu schaffen, die Attraktivität der städtischen Lebenswelt hervorzuheben und mit einer städtischen Repräsentation zu verbinden. Mit der Professionalisierung der städtischen Nachrichtenstellen bzw. der Presse- und Verkehrsämter seit Anfang des 20. Jahrhunderts erlebte das neue Medium Film v.a. seit den 1920er Jahren einen steilen Aufstieg in der Öffentlichkeitsarbeit der Kommunen und traten neben andere (ältere) Formen wie Stadtjubiläen, Stadtpläne (z.B. Pharus-Pläne), Stadtführer, Broschüren und Ausstellungen. Stadtrepräsentation, die Bilder / „Images“ der Stadt konstruiert, war kein ausschließliches Phänomen des 20. Jahrhunderts, gewann aber spätestens mit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und besonders im 20. Jahrhundert an Dichte und Bedeutung. Neben die Wirkung nach innen – auf die Stadtbewohner – (als Stiftung von städtischer Identität und Stärkung des Zusammengehörigkeitsgefühls) trat immer stärker auch das Gestalten eines „Images“ für die Außendarstellung gegenüber Besuchern/Touristen, Kunden/Käufern, Gewerbetreibenden und potentiellen Zuzüglern. Am Beispiel von Filmen aus der Region Westfalen soll für den Zeitraum der 1920/30er Jahre bis Ende der 1970er/Anfang der 1980er Jahre nachgezeichnet werden, welche Entwicklung das Medium Film in der kommunalen Repräsentation verzeichnete.
In welcher Beziehung standen die Professionalisierung der städtischen Öffentlichkeitsarbeit und der Einsatz von Filmen? Wer waren die tragenden Protagonisten? (Auftraggeber, Produzenten, Publikum) In welchen Kontexten wurden die Filme eingesetzt und was waren die Intentionen der Auftraggeber? Welche Bilder der Stadt wurden konstruiert und gezeigt; mit welchen Themen erwarteten die Auftraggeber und Hersteller das Interesse und die Aufmerksamkeit der Zuschauer zu wecken?

Auszeichnungen:

Stiftungspreis 2010 der Stiftung PRO CIVITATE AUSTRIAE  für die Dissertation „Was bleibt von der Stadt der Bürger? Stadtbilder in den Stadtjubiläen der Region Sachsen-Anhalt (1893–1961)“

Publikationen:

Medien:

  • zusammen mit Ralf Springer und Claudia Landwehr: DVD „Stadtporträts aus dem Revier. Castrop-Rauxel, Marl und Gelsenkirchen im Wirtschaftswunder“ (Filmedition mit begleitendem Booklet), Münster 2012.

Monografien:

  • in Konzeption: Der Schreibtisch des Ruhrbergbaus: Das Oberbergamt Dortmund (1930-1950) - eine Fachbehörde zwischen fachlichen Ansprüchen und politischem Einfluss (Arbeitstitel), erscheint: Bochum 2017.
  • Was bleibt von der Stadt der Bürger? Stadtbilder in den Stadtjubiläen der Region Sachsen-Anhalt (1893–1961), Halle 2010.
  • Erinnerung und Modernität – Westfälische Ortsjubiläen im Dritten Reich, Münster 1999.

Herausgeberschaften:

  • zusammen mit Landesarchiv NRW (Hg.), Ran an die Quellen. Eine Einführung für die studentische Archivarbeit, Duisburg 2016.
  • zusammen mit Werner Freitag und Andreas Ranft: Geschichte der Stadt Halle, 2 Bde., Halle 2006.
  • zusammen mit Werner Freitag: Vergnügen und Inszenierung. Stationen städtischer Festkultur in Halle, Halle 2004.

Beiträge:

  • Nur eine Fachbehörde? Das Oberbergamt Dortmund im Spannungsfeld von Polykratie und Mitarbeit im ,,Führerstaat'', in: Bezirksregierung Arnsberg (Hg.), 200 Jahre Regierung in Arnsberg. Wandel gestalten - Vielfalt leben, Arnsberg 2016, S. 148-175.
  • Keimzelle der Moderne? Stadtentwicklung und urbanes Leben, in: Karl Ditt u. a., Westfalen in der Moderne 1815–2015. Geschichte einer Region, Münster 2014, S. 573-600, 792-798.
  • Historische Selbstvergewisserung im Fest: Bielefelder Stadtjubiläen im 20. Jahrhundert, in: Jürgen Büschenfeld, Bärbel Sunderbrink (Hg.), Bielefeld und die Welt. Prägungen und Impulse, Bielefeld 2014, S. 571-596.
  • „Ruß, dreckige Häuserfassaden, Kumpelatmosphäre, miese Maloche“? – Imagewandel und Selbstdarstellung westfälischer Städte in Stadtwerbefilmen zwischen 1950 und 1980, in: Heimat Dortmund (2012), Heft 3, S. 36–37.
  • Lost in transformation? Städtische Selbstdarstellung in Stadt(werbe)filmen der 1950er bis 1970er Jahre, in: Clemens Zimmermann (Hg.), Stadt und Medien. Vom Mittelalter bis zur Gegenwart, Münster 2012, S. 197–216.
  • Ein Motor städtischer Entwicklung? Bürgerliches Engagement im 19. Jahrhundert, in: Holger Zaunstöck, Jörn Weinert, Andrea Thiele (Hg.), Der Bürger und seine Stadt. Bürgerschaftliches Engagement zwischen Mittelalter und Moderne in Halle, Halle 2011, S. 98–120.
  • zusammen mit Katrin Brüntrup, Peter Kracht und David Paulus, Vom Salz zum Bad: Sassendorfs Entwicklung zum Kurort, in: Peter Kracht (Hg.), Sassendorf. Vom Sälzerdorf zum Heilbad, Münster 2009, S. 373–445.
  • Ein Fest lokaler Identität oder ein Parteiaufmarsch? – Die 1000-Jahrfeier vom 9. bis 17. September 1933, in: Sigrid Brückner (Hg.), Tangermünde. 1000 Jahre Geschichte, Dössel 2008, S. 323–345.
  • Nach Bologna: Praxiserfahrungen zwischen Universität und Archiv. Das Beispiel Münster, in: Archivpflege in Westfalen-Lippe (2008), Heft 69, S. 25–29.
  • zusammen mit Andrea Hauser, Tobias Kügler und Rolf Petri: Stadt im Aufbruch: Industrialisierung, Bürgertum und Arbeiterschaft (1800–1914), in: Werner Freitag, Katrin Minner (Hg.), Geschichte der Stadt Halle, Halle 2006, Bd. 2, S. 8–88 [S. 42–61].
  • Inszenierung, Propaganda und Vergnügen – die Tausendjahrfeier 1961 im Zeichen des Sozialismus, in: Werner Freitag, Katrin Minner (Hg.), Geschichte der Stadt Halle, Halle 2006,  Bd. 2, S. 384–396.
  • Integration oder Bruch. Der Nationalsozialismus und die Gestaltung von Stadtjubiläen in der preußischen Provinz Sachsen und Anhalt 1933–1939, in: Detlef Schmiechen-Ackermann, Steffi Kaltenborn (Hg.), Stadtgeschichte in der NS-Zeit. Fallstudien aus Sachsen-Anhalt und vergleichende Perspektiven, Münster 2005, S. 79–91.
  • Gefeierte Bürgerlichkeit: Der Fackelzug für Ludwig Wucherer im Jahr 1842, in: Werner Freitag, Katrin Minner (Hg.), Vergnügen und Inszenierung. Stationen städtischer Festkultur in Halle, Halle 2004, S. 99–114.
  • Städtische Erinnerung und der Blick nach vorn: Die Tausendjahrfeier Halles 1961, in: Werner Freitag, Katrin Minner (Hg.), Vergnügen und Inszenierung. Stationen städtischer Festkultur in Halle, Halle 2004, S. 249–273.
  • Zwischen Aufbruch und bürgerlicher Prägung. Ortsjubiläen in Sachsen-Anhalt und Westfalen im Nationalsozialismus, in: Michael Ruck, Karl Heinrich Pohl (Hg.), Regionen im Nationalsozialismus, Bielefeld 2003, S. 219–233.
  • Städtische Erinnerung und neue Machthaber. Die 1000-Jahr-Feier der Stadt Merseburg 1933, in: Winfried Müller (Hg.), Das historische Jubiläum. Genese, Ordnungsleistung und Inszenierungsgeschichte eines institutionellen Mechanismus, Münster 2003, S. 369–389.
  • Geschichtsdeutung und Selbstdarstellung – Die Festzüge der Ortsjubiläen Merseburg 1933 und Weißenfels 1935, in: Sachsen und Anhalt 24 (2002/2003), S. 335–350.
  • „Genuß geselliger Vergnügen und Förderung des Gemeinsinns“ – Verein und Bürgertum, in: Geschichte lernen 16 (2003), Heft 92, S. 35–39.
  • Bürgerliches Leben am Beispiel einer Unternehmerfamilie, in: Geschichte lernen 16 (2003), Heft 92, S. 30–34.
  • Die Stadt und ihre Bürger. Familienleben, Geselligkeit und Prestige, in: Werner Freitag (Hg.), Geschichte der Stadt Gütersloh, Bielefeld 2001, S. 214–313.
  • zusammen mit Heike Vieregge: Politik und Stadtgesellschaft. Bürger zwischen Liberalismus, Erweckung und Königstreue, in: Werner Freitag (Hg.), Geschichte der Stadt Gütersloh, Bielefeld 2001, S. 314–384.
  • Bürgerliche Frauen und karitative Vereine im Gütersloh des „langen“ 19. Jahrhunderts, in: Ravensberger Blätter (2000), Heft 2, S. 1–15.
  • „Im Strudel goldigster Festesstimmung“ – Die Ortsjubiläen von Iserlohn 1937, Schöppingen 1938 und Schildesche 1939, in: Werner Freitag (Hg.), Das Dritte Reich im Fest. Führermythos, Feierlaune und Verweigerung in Westfalen 1933–1945, Bielefeld 1997, S. 165–173.
  • „Evolution statt Revolution“. Das Trauma der Französischen Revolution in den Reisebeschreibungen von Schwager, Hoche und Gruner, in: Jahresbericht des Historischen Vereins für die Grafschaft Ravensberg 82 (1995), S. 153–171.

Lehrveranstaltungen:

an der Universität Bremen:

SS 2014:

Seminar: Schreibwerkstatt für HistorikerInnen und SozialwissenschaftlerInnen

WS 2013/2014:

Seminar: Selling the city. Stadtbilder, Stadtrepräsentation, Stadtwerbung im 19. und 20. Jahrhundert

Seminar: Public History: Wie die Hausbesetzer der 1970er und 1980er Jahre Teil der Geschichtskultur werden

SS 2013:

Seminar: Geschichte(n) erzählen – Journalistisch Schreiben für Historiker / Geisteswissenschaftler

Seminar: Kampf um die Köpfe? PR und Öffentlichkeitsarbeit als Berufsfeld für Historiker / Geisteswissenschaftler

an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster:

WS 2010/2011:

Übung: Arbeitsfelder für Historiker

Übung (zusammen mit Gudrun Söffker, Reiseleiterin Studiosus): Arbeiten, wo andere Urlaub machen. Kulturtouristische Vermittlung in Norwegen (mit Exkursion)

Übung (zusammen mit Ronald Feisel, WDR): Achtung Aufnahme! Geschichte(n) im Radio

Übung: Die Stadt nach 1945

SS 2010:

Übung (zusammen mit Dr. Volker Jakob, LWL-Medienzentrum): Geschichte im Film/Geschichte als Film. Stadtwerbefilme in Westfalen (1930–1970)

Übung (zusammen mit Dr. Ulrike Blanc, Dr. Ann-Marie Nienaber, Dr. Matthias Schmidt, Münster Marketing): Rathaus, Dom und Aasee – Wie hält man kluge Köpfe in der Stadt? Stadtmarketing als Berufsfeld für Historiker

WS 2009/2010:

Proseminar (4 SWS): Einführung in das Studium der neueren Geschichte: Satellitenstaat oder Modernisierung? Die französische Zeit in Westfalen

Übung: Arbeitsfelder für Historiker

Übung (zusammen mit Frank Tafertshofer, Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit LWL): Zwischen Info und „bunter Glitzerwelt“ – PR und Öffentlichkeitsarbeit als Berufsfeld für Historiker

SS 2009:

Proseminar (4 SWS) (zusammen mit Dr. Thomas Tippach, Historisches Seminar der WWU Münster): Einführung in das Studium der neueren Geschichte: Vom Raum zu Identität und Image. Stadtbilder in der Neuzeit

Übung (zusammen mit Gisbert Strotdrees, Landwirtschaftliches Wochenblatt): Schreiben(d) lernen – Journalistisch Schreiben für Historiker

Übung: Zeitgenossenschaft zwischen Konstruktion und Erfahrung – Ego-Dokumente als Quellen in der Neuzeit

WS 2008/2009:

Kurs: Gesellschaftlicher Motor oder Triebkraft sozialer Segregation? Bürgertum im 19. Jahrhundert

Übung (zusammen mit Dietmar Osses, LWL-Industriemuseum): Helden im Museum – Praktische Übung zur Vorbereitung einer kulturhistorischen Ausstellung

Übung (zusammen mit Dr. Peter Kracht, Unna): Bad Sassendorf als Kurort – Eine Forsch- und Schreibwerkstatt zur Ortsgeschichte

Übung: Arbeitsfelder für Historiker

SS 2008:

Proseminar (4 SWS): Einführung in das Studium der neueren Geschichte: Um- und Aufbruch in Westfalen (1780–1850)

Übung (zusammen mit Dr. Rolf Westheider, Stadtmuseum Gütersloh): Forschen, finden, präsentieren: Vom Objekt zur Ausstellung. Ein Projektseminar zur Tätigkeit im Arbeitsfeld Museum in Kooperation mit dem Stadtmuseum Gütersloh

Übung (zusammen mit Dr. Axel Koppetsch, Staatsarchiv Münster): Aus dem Archiv an die Öffentlichkeit: Ordnung und Präsentation politischer Manuskripte und Korrespondenz des Freiherrn von der Recke (in Kooperation mit dem Staatsarchiv Münster)

WS 2007/2008:

Proseminar (4 SWS): Einführung in das Studium der neueren Geschichte: Nationalsozialismus in der Region
Kurs: Feste und Feiern im 19. und 20. Jahrhundert

Übung: Orientierungslos im Paragrafendschungel? Rechtliche Fragen im Berufsalltag des Historikers

SS 2007:

Proseminar (4 SWS): Einführung in das Studium der neueren Geschichte: Stadt und Bürgertum im 19. Jahrhundert

Übung: Westfalen in Reisebeschreibungen um 1800

Übung: Arbeitsfelder für Historiker

an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg:

WS 2004/2005:

Übung: Stadt und Bürgertum im „langen“ 19. Jahrhundert am Beispiel der Stadt Halle (mit Arbeit an den Quellenbeständen von Stadtarchiv und Marienbibliothek Halle)

WS 2003/2004:

Übung (zusammen mit Dr. Katrin Moeller, MLU Halle-Wittenberg): Sachsen-Anhalt ans Netz (Vorüberlegungen zur Erarbeitung eines Fachportals für sachsen-anhaltische Landesgeschichte aus dem Vergleich bisher zum Bereich Landesgeschichte existierender Webpräsenzen und Sichtungen des Forschungsstandes zur sachsen-anhaltischen Landesgeschichte)

SS 2003:

Fortsetzung des Hauptseminars zu Festen und Feiern in Halle (Abschluss der Lehrveranstaltung mit einem öffentlichen Vortragskolloquium im Forum des Vereins für hallische Stadtgeschichte und der Veröffentlichung der Beiträge als Sammelband)

WS 2002/2003:

Hauptseminar (zusammen mit Prof. Dr. Werner Freitag, MLU Halle-Wittenberg): Feste und Feiern in Halle. Städtische Erfahrungsräume, kollektive Erinnerungen, Legitimation von Herrschaft und soziale Vergemeinschaftung