Dr. Daniel Schmidt


Dr-daniel-schmidt

Lebenslauf
Forschungsschwerpunkte
Publikationen
Aktuelle Lehrveranstaltung

 

 

 

 

 

Lebenslauf:

1997–2003 Studium der Fächer Neuere und Neueste Geschichte, Politikwissenschaft und Philosophie an der Universität Münster
2003 Magister Artium
2003–2004 Wissenschaftliche Hilfskraft am Historischen Seminar der Universität Münster; Lehrstuhl für Militärgeschichte (Prof. Dr. Sicken)
2004–2007 Stipendiat der Friedrich-Ebert-Stiftung
2007 Promotion in Münster
2007–2011 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Historischen Seminar der Universität Münster
seit 2012 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Stadtgeschichte Gelsenkirchen, Lehrbeauftragter am Historischen Seminar der Universität Münster

Forschungsschwerpunkte:

  • Deutsche und europäische Geschichte des 20. Jahrhunderts
  • Politische Gewalt
  • Erster Weltkrieg
  • Geschichte des Ruhrgebiets
  • Geschichte der politischen Parteien

Publikationen (in Auswahl):

  • Eine Geschichte des modernen Gelsenkirchen in 25 Objekten, Essen 2016. (Hrsg., gemeinsam mit A. Kraus).
  • Industrielle Herrlichkeit. Bürgerliches Ehrregime in Gelsenkirchen 1875-1928, in: von Reeken, D./Thießen, M. (Hrsg.): Ehrregime. Akteure, Praktiken und Medien lokaler Ehrungen in der Moderne, Göttingen 2016, S. 157-174.
  • Franz von Papen (1879-1969), in: Hohmann F. G. (Hrsg.): Westfälische Lebensbilder. Band 19, Münster 2015, S. 141-168.
  • Wegbereiter des Nationalsozialismus. Personen, Organisationen und Netzwerke der extremen Rechten zwischen 1918 und 1933, Essen 2015. (Hrsg., gemeinsam mit M. Sturm und M. Livi)
  • „Bin noch gesund und munter“. Gelsenkirchener Feldpost aus dem Großen Krieg 1914–1918, Essen 2014. (Hrsg.)
  • Stadt auf Kohle. Ein Lesebuch zur Geschichte der Zechen in Gelsenkirchen, Essen 2014. (Hrsg., gemeinsam mit A. Kraus)
  • Straßenprotest und Straßengewalt. Auseinandersetzungen um den öffentlichen Raum in Deutschland und Frankreich 1789–1939, in: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht 64 (2013), Heft 9/10, S. 539–554.
  • Der SA-­Führer Hans Ramshorn. Ein Leben zwischen Gewalt und Gemeinschaft (1892–1934), in: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte 60 (2012), S. 201–235.
  • Die 1970er Jahre als schwarzes Jahrzehnt. Politisierung und Mobilisierung zwischen christlicher Demokratie und extremer Rechter, Frankfurt a. M./New York 2010 (Hrsg., gemeinsam mit M. Livi und M. Sturm).
  • Keine Kommissare. Preußische Polizeioffiziere zwischen soldatischem Selbstverständnis und polizeilicher Professionalität 1919 bis 1935, in: Militärgeschichtliche Zeitschrift 69 (2010), S. 37–58.
  • „Die geistige Führung verloren“. Antworten der CDU auf die Herausforderung „1968“, in: Kersting, F.-W./Reulecke, J./Thamer, H. U. (Hrsg.): Die zweite Gründung der Bundesrepublik. Generationswechsel und intellektuelle Wortergreifungen 1955–1975, Stuttgart 2010, S. 85–107.
  • Schützen und Dienen. Polizisten im Ruhrgebiet in Demokratie und Diktatur 1919–1939, Essen 2008.

Liste aller Publikationen (ohne Ankündigungen; PDF, Stand: Dezember 2016)

Aktuelle Lehrveranstaltung:

Wintersemester 2016/17:

086262 Übung: Der Mensch im Maschinenkrieg. Die Materialschlachten des Ersten Weltkrieges 1916 bis 1918 (Mi 8-10, Beginn: 2. Semesterwoche)

Zwar war die Westfront des Ersten Weltkrieges bereits seit Herbst 1914 durch zermürbende Stellungskämpfe gekennzeichnet, im Jahr 1916 jedoch erreichte diese Form der Kriegsführung ein neues Ausmaß: Die Kriegsgegner versuchten, durch einen immer massiveren und rücksichtloseren Einsatz von Munition, Material und Menschen einen Durchbruch und somit die erhoffte Entscheidung zu erzwingen. „Verdun“, „Somme“ oder „Flandern“ bezeichnen seither nicht nur Schlachtfelder, sondern stehen synonym für den Ersten Weltkrieg als sinnloses Massensterben. Diese Materialschlachten werden im Rahmen der Übung aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet. Neben der operationsgeschichtlichen Dimension sollen dabei vor allem die Erfahrungen der Soldaten im Mittelpunkt stehen, die diese Schlachten auszufechten und sich dabei einem neuartigen Maschinenkrieg auszusetzen hatten. Einen weiteren Schwerpunkt der Übung bildet das erinnerungskulturelle Nachleben der Materialschlacht.


Einführende Literatur: Hirschfeld, Gerhard/Krumeich, Gerd/Renz, Irina (Hg.): Die Deutschen an der Somme 1914-1918. Krieg, Besatzung, Verbrannte Erde, Essen 2006; Jessen, Olaf: Verdun 1916: Urschlacht des Jahrhunderts, München 2014; Keegan, John: Die Schlacht. Azincourt 1415 – Waterloo 1815 – Somme 1916, München 1981; Schmidt, Daniel: „Bin noch gesund und munter“. Gelsenkirchener Feldpost aus dem Großen Krieg 1914-1918, Essen 2014; Stachelbeck, Christian: Militärische Effektivität im Ersten Weltkrieg. Die 11. Bayerische Infanteriedivision 1915 bis 1918, Paderborn 2010; Ulrich, Bernd/Ziemann, Benjamin (Hg.): Frontalltag im Ersten Weltkrieg. Ein historisches Lesebuch, Essen 2008.