Portrait Solterbeck

Sven Solterbeck

Anschrift: Rothenburg 51
                48143 Münster
E-Mail: sven-solterbeck@gmx.net

 

 

 

Curriculum Vitae

  • 2001–2004 Ausbildung zum Großhandelskaufmann
  • 2004–2006 Abitur
  • 2006–2007 Zivildienst
  • 2007–2010 Studium Geschichte und Ökonomik (Bachelor of Arts) an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster
  • 2008–2012 Studentische Hilfskraft am Lehrstuhl für Frühe Neuzeit, Prof. Dr. Barbara Stollberg-Rilinger
  • 2010–2013 Studium Geschichte (Master of Arts) an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster

Dissertation

Blaues Blut und rote Zahlen. Westfälischer Adel im Konkurs 1700–1815

Das Verhältnis zwischen Konkurs und Adel in der Vormoderne war spannungsreich. Der Adel zeichnete sich durch den Anspruch aus, den ehrenvollsten Rang in der Ständegesellschaft einzunehmen und die höchsten Ehrenvorrechte zu verdienen. Ein Konkurs führte jedoch zu einem potentiellen Verlust der Ehre: Er machte einen Wortbruch gegenüber den eingegangenen Zahlungsversprechen öffentlich und war mit ehrschädigenden Maßnahmen der Obrigkeiten verbunden. Ein Konkurs bedrohte zudem den Besitzstand einer Adelsfamilie, der überaus wichtig für ihren ständischen Rang war. Wie reagierten eine Adelsfamilie und ihre Umwelt auf dieses Spannungsverhältnis und was waren die Folgen eines Konkurses?

Diese Fragen werden u.a. mit Hilfe verschiedener theoretischer Zugänge – der Gabentauschtheorie, der Theorie der unterschiedlichen Kapitalsorten und des Konzepts der Normenkonkurrenz – untersucht. Die Phänomene Adel und Konkurs werden dabei in die Gegebenheiten der vormodernen Ständegesellschaft und der „moralischen Ökonomie“ eingebettet. Konkreter Untersuchungsgegenstand sind die Konkurse von vier westfälischen Adelsfamilien im 18. Jahrhundert: der Freiherren von Kerckerinck zur Borg, von Nagel zu Loburg, von Wendt zu Crassenstein sowie der Reichsgrafen von Plettenberg-Wittem zu Nordkirchen.

erschienen: Münster 2018