© Geomuseum der WWU

Presse

Lesen Sie hier die Presseartikel zum Geomuseum:

  • Sonderausstellung „Eiszeit – Leben im Extrem“

    Artikel zur Ausstellung „Eiszeit – Leben im Extrem“
    © Westfalium, Winter 2020

     

    Winter 2020 – Westfalium-Magazin

    Eiszeit – Leben im Extrem

    Klimawandel vor 200.000 Jahren: Die durchschnittliche Jahrestemperatur lag bei fünf Grad unter Null. Das Eis reichte in seiner weitesten Ausdehnung bis zum Haarstrang und machte erst am nördlichen Rand des Sauerlandes Halt (Bild). Die markante Landschaftsgrenze zwischen dem Arnsberger Wald und der Soester Börde ist eine weithin sichtbare Spur der Auswirkungen der letzten großen europäischen Eiszeit, die vor ungefähr 400.000 Jahren begann und vor 11.500 Jahren endete.

    Die neue Sonderausstellung „Eiszeit – Leben im Extrem“ des Sauerlandmuseums zeigt vom 15. November 2020 bis zum 9. Mai 2021 das Leben und die Zeugnisse dieser Klima-Epoche. Das Klima der Eiszeit begünstigte vor allem das Überleben großer Säugetiere, da diese aufgrund des größeren Körpers Wärme besser speichern können als kleine Tiere. In der Ausstellung warten Riesenhirsche, Steppenbisons, Wollnashörner und wollhaarige Mammuts auf die kleinen und großen Gäste.

     
     

     


     

    Artikel zur Ausstellung „Eiszeit – Leben im Extrem“
    © WOLL, Frühjahr 2021

    Frühjahr 2021 – WOLL-Magazin

    Riesenhirsche, Auerochsen und wollhaarige Mammuts

    Im Sauerland-Museum eröffnet die Sonderausstellung „Eiszeit – Leben im Extrem“

    Eine Jahresdurchschnittstemperatur von minus 5 Grad in Mitteleuropa, das ist heute unvorstellbar. Doch das ist die Temperatur im Arnsberger Sauerland-Museum – die Sonderausstellung „Eiszeit – Leben im Extrem“ führt zurück in diese bitterkalte Zeit, die etwa 20.000 Jahre zurückliegt. Die Ausstellung, deren Beginn eigentlich für Mitte November angesetzt war, öffnet voraussichtlich ab dem 7. März ihre Pforten (aktuelle Coronalage beachten).

    43.000 Jahre altes Mammut

    Das Landschaftsbild der Eiszeit war von Gletschern und großen Säugetieren geprägt. So werden auch in der Ausstellung Riesenhirsche, Wollhaarmammuts und -nashörner, Auerochsen und Steppenbisons in Originalgröße präsentiert. Die beeindruckenden Exponate versprechen in jedem Fall in den Nacken gereckte Hälse und große Augen: Ein Höhepunkt ist das 43.000 Jahre alte „Ahlener Mammut“, es misst stolze 5,50 Meter Länge und 3,25 Meter Breite. Sein Skelett wurde im Sauerland-Museum in mühevoller Kleinstarbeit nahezu vollständig aufgebaut. Entdeckt wurde das große Tier 1910 bei Grabungen in einer Tongrube in Ahlen im Kreis Warendorf, wo es im sumpfigen Gelände steckengeblieben und verendet war. Eine Rarität – bedenkt man, dass meist nur vereinzelte Knochen und Zähne von Mammuts gefunden werden. Zur Verfügung gestellt wird das Skelett, das von einem etwa 40 Jahre alten Bullen stammt, vom Geomuseum der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.

    Nachgebaute Jagdhütte aus Knochen

    Interessant ist neben den ausgestorbenen Arten aus der Eiszeit die Lebensweise der Menschen, die auf der Suche nach Nahrung auch Tiere jagten und in Höhlen, Zelten oder einfachen Hütten nach Schutz vor der Kälte suchten. Um dies den Besuchern des Sauerland-Museums zugänglich zu machen, wurde eine Jagdhütte aus Mammutknochen nachgebaut. Auch täuschend echt modellierte Neandertalfiguren veranschaulichen, wie die Menschen in der Eiszeit überlebt haben.

    Vorab stellt das Museumsteam in kurzen Videoclips ihre Lieblingsobjekte aus der Ausstellung vor. Beeindruckt hat Monika Jansen vor allem der anpassungsfähige Eisfuchs mit seinem weißen, dichten Fell – „ein Überlebenskünstler“, wie sie sagt, den man heute noch als Polarfuchs kennt. Karin Fischer aus dem Marketing schwärmt von den kleinen Berglemmingen, die man zwischen den Riesen der Eiszeit erst einmal suchen muss.
    Weitere Informationen unter: www.sauerland-museum.de.


     

    Zeitungsartikel zur Ausstellung „Eiszeit – Leben im Extrem“
    © Westfälische Presse

    Dienstag, 09. März 2021 – Westfalenpost

    Endlich die Kälte der Eiszeit verspüren

    Auch das Sauerland-Museum öffnet heute – und damit lädt die Sonderausstellung zum Staunen ein
    Arnsberg. Nach über drei Monaten Schließung öffnet das Sauerland-Museum am heutigen Dienstag wieder beide Ausstellungsgebäude. Damit wird endlich die aktuelle Sonderausstellung „Eiszeit – Leben im Extrem“ zugänglich gemacht. Die Ausstellung wird wegen der langen Schließungsphase bis zum 4. Juli verlängert. Besonders Familien mit Kindern sind so zu einer Reise in die kalte Vergangenheit von über 20.000 Jahren eingeladen. Absolutes Highlight ist das 43.000 Jahre alte, nahezu komplette Skelett des „Ahlener Mammuts“ mit seiner stattlichen Größe von 5,50 Metern Länge und 3,25 Metern Höhe, zur Verfügung gestellt vom Geomuseum der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.
    Zurzeit sind Museumsbesuche nur mit Voranmeldung (Zeitticket) möglich. Ab sofort können die Zeittickets zu den Öffnungszeiten telefonisch oder per E-Mail reserviert werden. Im Museum selbst ist das Tragen einer medizinischen Maske verpflichtend. Das Sauerland-Museum hat zu folgenden Zeiten geöffnet: Dienstag 8-18 Uhr, Mittwoch – Freitag 9-17 Uhr, Samstag 14-18 Uhr, Sonn- und Feiertag 10-18 Uhr. Kontakt: 02931-944444 oder sauerlandmuseum@hochsauer-landkreis.de zu erreichen.


    Zeitungsartikel zur Ausstellung „Eiszeit – Leben im Extrem“
    © Zeitung für Arnsberg vom 19.04.2021

    Donnerstag, 19. April 2021 – Westfalenpost

    Die spannende Eiszeit erkunden

    Sauerland-Museum in Arnsberg bietet sonntags Online-Führungen an

    Arnsberg. Wegen der verschärften Bedingungen des Infektionsschutzgesetzes hat das Sauerland-Museum seit dem letzten Wochenende wieder geschlossen. Deshalb bietet das Museumsteam an den kommenden Wochenenden kostenlose Online-Führungen durch die Dauer- und die Sonderausstellung an, die live vor Ort mit den Museumsguides gefilmt werden.

    Sonntags um 11 Uhr geht es für die ganze Familie vom Sofa aus in die Sonderausstellung „Eiszeit – Leben im Extrem“. Der Museumsguide entführt 45 Minuten lang in die Zeit vor 20.000 Jahren, als Mammuts und Wollnashörner durch das baumlose Sauerland gewandert sind.

    Wer einmal einen geführten Einblick in die Dauerausstellung des Museums bekommen möchte, schaltet sich sonntags um 14 Uhr zur Live-Führung dazu. Interessante Details über die Geschichte des Sauerlands, von der Steinzeit über die Zeit der Kurfürsten und Preußen bis heute werden in kurzweiligen 60 Minuten präsentiert.

    Die Live-Führungen werden über Webex abgehalten, die Zugangslinks sind auf www.sauerland-museum.de abrufbar. Auch die virtuellen Kindergeburtstage sind weiterhin buchbar.

  • Unser Mammut auf Reisen

    Zeitungsartikel zur Ausstellung „Eiszeit – Leben im Extrem“
    © Stadtanzeiger Ahlen vom 06.12.2020

    Sonntag, 6. Dezember 2020 – Stadtanzeiger Ahlen

    Ein Mammut auf Reisen

    Thema am Wochenende: Ur-Ahlener nutzt Wartezeit auf Stellplatz in Münster für Ausflug ins Sauerland

    Von Sabine Fischer
    Münster/Ahlen/Arnsberg – Die Rückkehr des „Ahlener Mammuts“ ins Heimatmuseum war vor zwei Jahren das Ausstellungsereignis in Ahlen schlechthin. Das Geomuseum der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, in deren Sammlung der wuchtige Zeitzeuge ein Zuhause gefunden hatte, hat den Besuch in seiner alten Heimat Ahlen möglich gemacht. Das Interesse war groß, denn das Skelett des prominenten Wollhaar-Mammuts war zu diesem Zeitpunkt bereits für einige Jahre im Magazin verschwunden und der Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich.

    Dabei gab es bereits in den Jahren 2007/08 erste Ideen, dem Mammut-Skelett in Münster einen prominenteren Dauer-Stellplatz zu schaffen, als das Geologische Museum, in dem das Mammut stand, und das Mineralogische Museum zusammengelegt wurden. Ein solcher Platz wurde 2015 mit dem Einbau des „Mammutfensters“ geschaffen, aus dem der Ur-Ahlener demnächst Richtung Fürstenberghaus und Markt-Platz blicken soll.

    Im Zuge der Zusammenlegung der Museen war das Gebäude für Umbauarbeiten geschlossen worden. Seither harrt es seiner Wiedereröffnung. Finanzielle und bauliche Herausforderungen sowie konzeptionelle Veränderungen hatten immer wieder für Verzögerungen gesorgt.

    Doch nun scheint Bewegung in die Sache zu kommen, ein neues Gestalterbüro wurde verpflichtet, das die Umsetzung der Pläne begleiten soll, und man zeigt sich in Münster verhalten optimistisch, dass der Betrieb womöglich 2022 aufgenommen werden könnte.

    Kerstin Brünenberg, Referentin für Bildung und Vermittlung im Geomuseum, hat das Mammut vor zwei Jahren nach Ahlen begleitet und in Abstimmung mit der Ahlener Kulturamtsmitarbeiterin Gaby Moser-Olthoff Wissenswertes pädagogisch aufbereitet. Über die große Resonanz freut sie sich noch heute. Mit mehr als 5000 Besuchern zählt die Ausstellung zu den erfolgreichsten, die das Ahlener Heimatmuseum je hatte.

    „Es ist jetzt nicht so, dass wir mit unseren Exponaten ständig auf Tour gehen. Dabei können sie immer Schaden nehmen, und daher überlegen wir einen solchen Schritt gut. Aber die Ahlener Ausstellung war für uns eine willkommene Möglichkeit, das Mammut nach einigen restauratorischen Arbeiten in Gänze zu erleben und zu sehen, wie es wirkt“, erläutert Brünenberg, wie es zu dem Besuch in Ahlen kam.

    Basierend auf den guten Beziehungen zwischen dem Geomuseum und den Städten Ahlen und Arnsberg, gibt es nun eine zweite Ausnahme: Das Mammut hat einen Ausflug ins Sauerland unternommen und residiert bis Mai im modernen wie beschaulichen Sauerland-Museum: Eine neue Sonderausstellung beschäftigt sich dort bis zum 9. Mai mit der letzten Eiszeit, die vor ungefähr 400.000 Jahren begann und vor 11.500 Jahren endete.

    „Absolutes Highlight der Ausstellung ist das etwa 43.000 Jahre alte Skelett eines Mammutbullen, das 1910 bei Grabungen in einer Tongrube in Ahlen gefunden wurde“, werben die Veranstalter der Schau „Eiszeit – Leben im Extrem“.

    Das aus etwa 220 Knochen bestehende Knochengerüst wiegt um die 500 Kilogramm. Es besitzt eine Länge von 5,50 Metern und eine Höhe von 3,25 Metern. Von den in Deutschland gefundenen sieben Mammutskeletten ist es das am vollständigsten erhaltene. „Ich finde es großartig, dieses wunderbare Stück Ahlener Geschichte wieder einmal sehen zu können“, freut sich Gaby Moser-Olthoff.

    Es wird vermutlich die letzte Gelegenheit sein, das Mammut vor der Eröffnung des Münsterschen Geomuseums noch einmal zu sehen. Der Aufwand für weitere Ausflüge wäre einfach zu groß: Für Auf- und Abbau reist stets der staatlich anerkannte paläontologische Präparator Oliver Kunze aus Stuttgart an, denn Vertreter seiner Profession sind selten. Er kennt den Ahlener Patienten gut, hat bereits die eine oder andere Haltungskorrektur an ihm vorgenommen.

    Unter welchen Bedingungen man das Mammut nun in Arnsberg wird besuchen können, hängt von den künftigen Corona-Auflagen ab. Aktuell ist ein Besuch der Schau nicht möglich.

    Was erwartet die Besucher in Arnsberg? Die Schau vermittelt ein Stück Heimatgeschichte: Im Sauerland, reichte das Eis während der glazialen Zeit bis zum Haarstrang und wurde erst am nördlichen Rand des Sauerlandes aufgehalten. Die markante Landschaftsgrenze zwischen dem Arnsberger Wald und der Soester Börde ist eine weithin sichtbare Spur, die die Eiszeit hinterlassen hat. Ihr Klima begünstigte vor allem das Überleben großer Säugetiere, da größere Körper Wärme besser speichern als kleine. In der Ausstellung warten Riesenhirschen, Steppenbisons, Wollnashörner und wollhaarige Mammuts auf kleine und große Gäste. Verblüffend echt modellierte Neandertalerfiguren verdeutlichen die Lebensgewohnheiten der frühen Menschen.

    Wenn die Schau endet, wird das Ahlener Mammut wieder in seinen Dornröschenschlaf zurückversetzt. „Es hat viele Verzögerungen gegeben, aber wir hoffen, bald einen konkreteren Zeitplan kommunizieren zu können – und sind davon überzeugt, dass das Geomuseum eine tolle, besucherfreundliche und viel besuchte Einrichtung sein wird, deren Besuch zudem noch eintrittsfrei ist“, sagt die Bildungs-Referentin Kerstin Brünenberg.

    Einen Vorgeschmack auf das, was kommt, liefert die Internetseite des Museums: Dort schaut das Mammut bereits durch die Fensterscheibe des Münsteraner Geomuseums. Möglich macht das eine geschickt erstellte Grafik. Wer sich nicht gedulden mag, bis das Museum den Platzhalter durch das Original ersetzt, unternimmt in den kommenden Wochen einen Ausflug ins Sauerland. Einen späteren Besuch des Geomuseums, das unter anderem mit dem Slogan „Ein Mammuterlebnis für Münster und die Region“ wirbt, ersetzt das nicht: „Wir haben im Geomuseum nämlich noch einiges mehr zu bieten“, verspricht Brünenberg.

    DAS MUSEUM

    1.500 Exponate in 14 Ausstellungsbereichen

    Das Museum im Überblick: 1.300 Quadratmeter Ausstellungsfläche im barocken Gebäude der mehr als 300 Jahre alten Landsberg’schen Kurie

    • Mit 1.500 originalen Exponaten
    • In 14 Ausstellungsbereichen
    • Über einen Zeitraum von 13,8 Milliarden Jahren
    • In Trägerschaft der Institute für Geologie und Paläontologie, Mineralogie und Planetologie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.

    START UNGEWISS

    Video vom Aufbau

    Den Aufbau des Skeletts hat das Sauerland-Museum mit einer Zeitrafferkamera gefilmt und auf seiner Homepage veröffentlicht.

    Internet

    www.uni-muenster.de/Geomuseum/
    www.sauerland-museum.de

  • Schulprojekt „Unsere Erde“

    Zeitungsartikel zu "Unsere Erde"
    © Westfälische Nachrichten und Münstersche Zeitung vom 28.07.2018

    Samstag, 28. Juli 2018 – Westfälische Nachrichten und Münstersche Zeitung

    Grundschule und Geomuseum

    Erdinneres im Fokus

    Münster. Große, kleine, runde Steine, die man am Strand finden kann – wer kennt sie nicht. Doch wer weiß, um welche Steine es sich handelt und was diese mit dem inneren Aufbau der Erde zu tun haben?

    Museumspädagogin Kerstin Brünenberg vom Geomuseum ließ die Schüler der Klasse 4a der Gottfried-von-Cappenberg-Schule die Steine sortieren und kategorisieren, ganz wie echte Wissenschaftler es im Museum tun. Dabei hatte sie die Steine eigens bei einer Reise an die Ostsee für ihren Einsatz in der Schule gesammelt. Angeregt diskutieren die jungen Forscher die verschiedenen Möglichkeiten der Sortierung und ließen dabei ihre zuvor erworbenen Kenntnisse zur Plattentektonik und zum inneren Aufbau der Erde einfließen. In Experimenten lernten sie die Eigenschaften der Steine kennen, erkundeten Minerale unter dem Mikroskop oder fertigten geometrische Figuren von Kristallen an.

    Der Projekttag war der gelungene Abschluss eines Unterrichtsprojektes zu geologischen Themen im Sachunterricht der Grundschule.

    Das Geomuseum der Universität Münster ist derzeit im Umbau und wird voraussichtlich im kommenden Jahr wiedereröffnet werden.

  • Das Mammut-Schulprojekt

    Zeitungsartikel zum Ahlener Mammut
    © Ahlener Tageblatt vom 11.07.2018

    Mittwoch, 11. Juli 2018 – Ahlener Tageblatt

    Erstklässler lernen Mammut kennen

    Ahlen (jahö). Ins Staunen versetzt hat 20 Erstklässler der Don-Bosco-Schule gestern der Besuch im Heimatmuseum. Dort konnten sie das Ahlener Mammut aus nächster Nähe begutachten.

    Zusammen mit ihrer Lehrerin Susanne Rose an waren die Jungen und Mädchen an die Wilhelm-Straße 12 gekommen. Neugierig lauschten sie den Ausführungen von Gaby Moser-Olthoff (Heimatmuseum) und Kerstin Brünenberg (Geomuseum der Universität Münster). Gemeinsam hatten die beiden Frauen zu der Veranstaltung eingeladen.

    „Ziel des pädagogischen Kooperationsprojektes unserer Museen ist es, den Kindern das Mammut und die Zeit, in der es gelebt hat, näherzubringen“, erklärte Brünenberg. Das gelte sowohl für die kulturgeschichtlichen als auch die naturwissenschaftlichen Aspekte. Und so nutzten die Schüler unter anderem die Möglichkeit, Original-Wirbelknochen eines Mammuts in die Hand zu nehmen und schließlich – das Ahlener Skelett im Blick – ihrer ursprünglichen Position zuzuordnen. Auch die imposanten Zähne des Tiers wurden genau unter die Lupe genommen.

    Abschließend ließen es sich die Jungen und Mädchen nicht nehmen, mit scharfen Abschlägen von Feuersteinen Äpfel zu schneiden – ganz so, wie die Menschen einst das Mammut-Fleisch in Stücke geschnitten haben müssen. „Die Kinder waren beeindruckt“, resümierte Moser-Olthoff.

  • Der Besuch des Mammuts

    Zeitungsartikel zum "Besuch des Mammuts"
    © Stadtanzeiger Ahlen vom 06.05.2018

    Sonntag, 06. Mai 2018 – Stadtanzeiger Ahlen

    Das Mammut kehrt zurück

    Steinzeitlicher Fund ist zwei Monate im Heimatmuseum zu sehen

    Von Angelika Knöpker
    Ahlen. Nach 108 jahrenJahren Aufenthalt außerhalb der Wersestadt ist das Ahlener Mammut in seine Heimat zurückgekehrt. Als Leihgabe des Geomuseums der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster präsentiert das Heimatmuseum Ahlen den steinzeitlichen Fund vom 13. Mai bis zum 22. Juli.

    Allein durch die Größe – 3,28 Meter hoch 5,50 Meter lang ist das Skelett – wird ein Großteil der Tenne von den Mammutknochen eingenommen. Drei Jahre lang war das 1910 auf Ahlener Gebiet gefundene Skelett in Süddeutschland restauriert worden. Nach der Eröffnung des neuen Geomuseums in Münster wird der Fund dort mit Blick auf den Domplatz hinter Glas zu einem attraktiven Anziehungs- und Blickpunkt.

    „Das wird ein tolles Aushängeschild“, freute sich Dr. Peter Paziorek. Der Vorsitzende des Fördervereins und Ehrenkonsul der Uni Münster war bei der Vorstellung am Mittwoch gleich in zweifacher Funktion nach Ahlen gekommen und zeigte sich beeindruckt von den Steinzeitrelikten. Als Sensation bezeichnete Ahlens Bürgermeister Dr. Alexander Berger die – wenn auch nur zweimonatige – Rückkehr des Mammuts in die Wersestadt.

    Dank der guten Kooperation von Fachbereichsleiter Christoph Wessel und Gabriele Moser-Olthoff, zuständig für das Heimatmuseum, ist der Coup gelungen. Ein Ahlener Unternehmer sorgte mit großzügiger finanzieller Unterstützung für die Realisierung des Projekts. Infotafeln, auf denen der ehrenamtliche Stadthistoriker Jürgen Rheker die geschichtliche Entwicklung des Mammuts festgehalten hat, gehören auch zur Ausstellung mit kostenlosem Eintritt. Die bietet für Kindertageseinrichtungen und Schulen auch ein museumspädagogisches Programm mit Führungen.

    Auch die Ahlener Mammutadaption soll den Besuchern vorgestellt werden. So gibt es in Ahlen eine große Identifikation mit dem Mammut. Als Beispiel nannte Dr. Berger die vielen Mammutplastiken, die seit fünf Jahren in der Stadt verteilt sind sowie die seit 1988 stattfindenden Mammutspiele in den Sommerferien und auch den seit zwölf Jahren vergebenen Ahlener Wirtschaftspreis, der, kreiert durch den Künstler Adrzey Irzykowski, die Form eines Mammuts hat. Nicht zu vergessen die Mammutschule, die die Ausstellung im Heimatmuseum mit einem Mammutbackenzahl (mitsamt Vitrine) und zwei Mammutplastiken unterstützt.


    Zeitungsartikel zum "Besuch des Mammuts"
    © Pressespiegel der Stadt Ahlen vom 03.05.2018

    Donnerstag, 03. Mai 2018 – Pressespiegel der Stadt Ahlen

    Ahlener Mammut zu Besuch in der alten Heimat

    Von unserem Redaktionsmitglied Detlef Peter Jotzeit
    Ahlen (at). „Das ist wahre Größe.“ Beeindruckt und ein wenig ehrfürchtig steht Bürgermeister Dr. Alexander Berger im Heimatmuseum und bestaunt das Skelett des Ahlener Mammuts. Immerhin ist der Eiszeitriese 3,28 Meter hoch und 5,50 Meter lang. „Zentimeterarbeit“, stellt er mit Blick an die Decke fest.

    Dass das Mammut überhaupt nach Ahlen zurückgekehrt ist, bezeichnet der Verwaltungschef als „Sensation“. Zumal die Verbundenheit damit seit Jahrzehnten groß sei. Eine Schule und eine Straße seien so benannt, zudem gebe es Mammutspiele, und der Ahlener Wirtschaftspreis sei eine Mammut-Bronzeplastik. „Die Identifikation mit dem Mammut ist groß“, so Dr. Berger, der an eine Kampagne aus den 1980er-Jahren erinnert. Da sei versucht worden, das nach Münster entführte Mammut zurückzuholen, unter anderem mit einem Aufkleber „Ich will nach Hause!“.

    Dieses Ziel ist zumindest für zwei Monate erreicht, so Dr. Berger, der in diesem Zusammenhang den Verantwortlichen des Geomuseums Münster dankte.
    Nicht unerwähnt lässt er, dass sein Fachbereichsleiter Christoph Wessels sozusagen Auslöser der Aktion gewesen sei. Der gibt das Lob sofort an seine Kulturamtsmitarbeiterinnen Gabriele Moser-Olthoff und Petra Schäfer sowie an den ehrenamtlichen Stadthistoriker Jürgen Rheker weiter. „Eigentlich wollten wir zum Internationalen Museumstag nur etwas rund ums Mammut machen“, erinnert er sich. Doch damit sei eine wahre Welle losgetreten worden. „Und jetzt steht das Mammut hier.“

    Als „tolles Aushängeschild“ für einen Teil der westfälischen Geschichte bezeichnet Dr. Peter Paziorek (Vorsitzender des Fördervereins Geomuseum Münster) das Ahlener Mammut. Im Geomuseum, das nach einiger Verzögerung hoffentlich Anfang Dezember zum Barbaratag fertiggestellt werde, bekomme es einen Ehrenplatz und werde in einem Fenster zu stehen, das zum Dom ausgerichtet sei. Während der Zeit in Ahlen könne das Mammut dafür schon die Werbetrommel rühren.


    Zeitungsartikel zum "Besuch des Mammuts"
    © Pressespiegel der Stadt Ahlen vom 03.05.2018

    Donnerstag, 03. Mai 2018 – Pressespiegel der Stadt Ahlen

    Ahlener Mammut auf Heimatbesuch

    Für das Geomuseum Münster ist es eine freundliche Leihgabe, für die Stadt Ahlen eine kleine Sensation: Das Ahlener Mammut kehrt zurück, wenn auch nur für zwei Monate. Im Jahre 1910 auf dem Gelände des Stanz- und Emaillierwerks Seiler gefunden, ist der Eiszeitriese ab dem 13. Mai im Heimatmuseum an der Wilhelmstraße zu besichtigen. Das Skelett war drei Jahre lang in Stuttgart restauriert worden. Sein Alter schätzen Wissenschaftler auf 41.000 Jahre.