Qualitätsoffensive Lehrerbildung am Institut für Didaktik der Geographie

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Im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekts „Dealing with Diversity. Kompetenter Umgang mit Heterogenität durch reflektierte Praxiserfahrung“ sollen Lehramtsstudierende am Standort Münster von Beginn ihres Studiums an auf einen kompetenten und reflektierten Umgang mit Schülerheterogenität vorbereitet werden.  Um dies zu erreichen, sollen im Zuge des Projekts Lehrformate mit klarem Praxisbezug und Theorie-Praxis verbindender Funktion entwickelt werden, die den Studierenden den Aufbau handlungsrelevanten Wissens ermöglichen. Langfristig sollen die Lehrformate Eingang in die Studiengänge der am Projekt beteiligten Lehramtsfächer finden.


Das Projekt setzt sich aus vier Teilprojekten zusammen, an denen mehrere Fachbereiche der Universität Münster mitwirken. Das Institut für Didaktik der Geographie ist in allen vier Teilprojekten vertreten. Sämtliche Teilprojekte zielen auf eine Professionalisierung angehender Geographielehrerinnen und -lehrer unter dem Aspekt der Wahrnehmung von und des kompetenten Umgangs mit Heterogenität im Geographieunterricht ab. Damit wird ein wichtiger Beitrag zur Weiterentwicklung der universitären Lehrerbildung im Fach Geographie am Standort Münster geleistet. 

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Während in Teilprojekt I auf übergeordneter, curricularer Ebene der Frage nachgegangen wird, wie der Aufbau heterogenitätsbezogener Kompetenzen in geographiedidaktischen Lehrveranstaltungen verankert werden kann, sind die anderen drei Projekte auf struktureller Ebene angesiedelt. In Teilprojekt I wird am Institut für Didaktik der Geographie vor allem untersucht, inwiefern der Einsatz digitaler Medien den Umgang mit Heterogenität fördern und vereinfachen kann.
Wenn Sie Fragen zum Teilprojekt haben oder an einer Mitwirkung am Kooperationsprojekt interessiert sind, wenden Sie sich gerne an Frau Schumacher.

In Teilprojekt II wird ein GEO-Lehr-Lern-Labor als innovatives Veranstaltungskonzept entwickelt. Unter Einbezug von Schülergruppen aus Kooperationsschulen wird Studierenden die Möglichkeit geboten, heterogene Lernvoraussetzungen beim Experimentieren im Geographieunterricht zu diagnostizieren und diese bei der Entwicklung von Lernarrangements zur Förderung der Experimentierkompetenz zu berücksichtigen.
Wenn Sie Fragen zum Teilprojekt haben oder an einer Mitwirkung am Kooperationsprojekt interessiert sind, wenden Sie sich gerne an Frau Rosendahl.

Im Rahmen des Teilprojektes III entstehen videobasierte Lehrmodule für angehende Geographielehrerinnen und -lehrer mit dem Ziel einer verstärkten Theorie-Praxis-Integration in der geographiedidaktischen Lehre. In Kooperation mit Schulen werden sowohl Videos von authentischem Geographieunterricht im Klassenraum als auch von geographischen Schülerexkursionen erstellt. Diese werden anschließend in der Lehre eingesetzt, um die Studierenden in der professionellen Wahrnehmung des Umgangs mit Heterogenität zu schulen und ihnen die Reflexion von Geographieunterricht zu ermöglichen.
Wenn Sie Fragen zum Teilprojekt haben oder an einer Mitwirkung am Kooperationsprojekt interessiert sind, wenden Sie sich gerne an Frau Meurel.

Im Fokus des Teilprojektes IV steht die Zusammenarbeit mit Schulen in der Region Münster, die  den Studierenden die Möglichkeit eröffnet, Schülerheterogenität in authentischen Unterrichtssituationen wahrzunehmen. Im Rahmen der Planung und Durchführung einer Sequenz zur Förderung der Kartenauswertungskompetenz an den Kooperationsschulen werden die Studierenden zudem in die Lage versetzt, eigene praktische Erfahrungen im Umgang mit heterogenen Lerngruppen zu sammeln.
Wenn Sie Fragen zum Teilprojekt haben oder an einer Mitwirkung am Kooperationsprojekt interessiert sind, wenden Sie sich gerne an Herrn Krüger.


Die im Rahmen der Teilprojekte entwickelten Lehrformate werden fortlaufend evaluiert, um eine kontinuierliche Optimierung der Maßnahmen sicherzustellen. Anschließend ist eine feste Implementierung in das geographiedidaktische Curriculum vorgesehen.
Die erste Förderphase für die Teilprojekte läuft bis Juni 2019; eine weitere Förderung bis 2023 ist möglich.