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Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des IfDG führen regelmäßig Fortbildungen für Geographielehrerinnen und Geographielehrer durch.
Dabei orientieren sich die Angebote an den Schwerpunkten des Instituts in Lehre und Forschung.
Die Übersicht ausgewählter Veranstaltungen vermittelt einen Eindruck vom thematischen Spektrum und den Zielgruppen der Fortbildungen.

Wenden Sie sich bei weiteren Fragen gerne an unser Sekretariat.

Ausgewählte Lehrerfortbildungen des IfDG

2019

Nachhaltige Entwicklungsziele mit Reflectories erfahrbar machen

Mit den Sustainable Development Goals (SDGs) wurden Entwicklungsziele vorgelegt, die – anders als die Milleniumsziele – für alle Staaten Geltung besitzen und auch in die Bildung integriert werden sollen. Für die Umsetzung der SDGs sind Kompetenzen Globalen Lernens, wie z.B. Systemkompetenz und Bewertungskompetenz, notwendig. Für den Unterricht gibt es bislang jedoch kaum didaktisch-methodische Vorschläge, wie die komplexen und abstrakten Anforderungen in konkrete Situationen mit Lebensweltbezug für die Lernenden übertragen werden können. Vor diesem Hintergrund wurden in Zusammenarbeit mit Geographielehrer*innen und Fachwissenschaftler*innen Online-Lernarrangements („Reflectories“) entwickelt, die die SDGs auf vielfältige Weise thematisieren und zur Förderung entsprechender Kompetenzen beitragen. Dabei wurden komplexe Wechselwirkungen von Prozessen auf verschiedenen Maßstabsebenen und in Bezug auf die Entwicklungsdimensionen der Nachhaltigkeit berücksichtigt. Konkret werden die Lernenden in eine fiktive Geschichte eingebunden und zu reflektierten Entscheidungen eingeladen. Dabei werden sie mit unterschiedlichen, teilweise sehr konträren Argumentationen beteiligter Akteur*innen konfrontiert und wiederholt dazu aufgefordert, Pro- und Contra-Argumente abzuwägen. Wie in der Realität sind diese Entscheidungen meist komplex, beinhalten kontroverse Informationen und zeichnen sich durch Nicht-Wissen und Unsicherheit aus. Direkt im Anschluss werden die Lernenden mit den Konsequenzen konfrontiert, die wiederum Ausgangspunkte für weitere notwendige Entscheidungen darstellen. Je nach getroffener Entscheidung nimmt die Geschichte einen anderen Verlauf und zieht folglich andere Handlungskonsequenzen nach sich. Auf diese Weise sollen Wechselwirkungen und Rückkoppelungseffekte von individueller Handlung und regionalen, nationalen und globalen Prozessen deutlich werden. Ziel ist, dass Lernende die Komplexität globaler Herausforderungen bzw. der SDGs erkennen, Möglichkeiten des Umgangs mit Komplexität, Kontroversität, Multiperspektivität und Nicht-Wissen reflektieren sowie Konsequenzen für ihr eigenes Handeln im persönlichen Umfeld ableiten. Bisher wurden Anwendungen zu vier ausgewählten SDG‘s entwickelt (SDG 2: „Kein Hunger“, SDG 11: „Nachhaltige Städte“, SDG 12: „Nachhaltige/r Produktion und Konsum, SDG 13: Maßnahmen gegen den Klimawandel“), die barrierefrei im Webbrowser durchführbar sind (www.reflectories.de).



2018


Am 15.11.2018 war Sebastian Krüger zu Gast am Studienseminar Hameln, wo er für Fachlehrkräfte und Referendarinnen und Referendare eine Fortbildung mit dem Schwerpunkt Heterogenitätssensible Förderung der Kartenauswertungskompetenz durchführte.
Neben der Vorstellung theoretischer Grundlagen und aktueller Forschungsergebnisse zum Thema erfolgte innerhalb einer Gruppenphase die Begutachtung, Bewertung und anschließende Diskussion der Materialien und adaptiven Hilfen der am IfDG konzipierten Fördersequenz für die Jgst. 7/8 an Realschulen und Gymnasien.


Im Rahmen einer Fortbildungstagung für Seminarlehrkräfte im Fach Geographie in Dillingen a. d. Donau führte Dr. Katja Wrenger am 07.11.2018 zusammen mit Ursula Zitzelsberger (Staatliche Realschule Gute Änger in Freising) einen Workshop mit dem Titel Nachhaltige Entwicklungsziele mit Reflectories erfahrbar machen durch. Interessierte Fachleiterinnen und Fachleiter wurden hierbei an die browserbasierten Lernarrangements Reflectories herangeführt und erfuhren, wie diese im Geographieunterricht eingesetzt werden können.


Auf der Tagung Gemeinsam für BNE in Bildungslandschaften der BNE-Agentur NRW führte Prof. Dr. Schrüfer am 07.11.2018 Akteurinnen und Akteure aus dem Bereich BNE im Workshop Didaktisch-methodische Hinweise zum Erwerb von Kompetenzen im Rahmen des Lernbereichs Globale Entwicklung in das Systemische Denken ein. Mit den Reflectories lernten die Interessierten u.a. eine Methode kennen, um Schülerinnen und Schüler an die Wirkungsweise und Komplexität von Systemen heranzuführen.


Am 28.09.2018 leitete Sonja Schwarze im Rahmen des vom Institut für Geographiedidaktik der Universität zu Köln durchgeführten Theorie-Praxis-Dialogs zum Thema Geographische Bildung und Migration den Workshop Sprachliche Förderung und Integration – Sprachbewusster Geographieunterricht in heterogenen Lerngruppen. Der Workshop wurde in Kooperation mit Michael Morawski (Universität zu Köln) konzipiert.


Im Rahmen der Tagung Gemeinsam für BNE in Bildungslandschaften leitete Prof. Dr. Schrüfer am 14.03.2018 in Münster einen Workshop zum Thema Transformation und Globales Lernen in den Sekundarstufen I und II.


Am 08.03.2018 war Prof. Dr. Schrüfer zu Gast in Bayreuth, wo Sie im Rahmen des Bayerischen Schulgeographentages 2018 zwei Vorträge hielt. Hierbei ging es zum einen um Raumwahrnehmung aus unterschiedlichen Perspektiven (gemeinsam mit Prof. Dr. Obermaier) und zum anderen um das Thema Interaktiver Geographieunterricht.
Audio-App-Aufgaben/Reflectories im Geographieunterricht
(gemeinsam mit Prof. Dr. Brendel und Ursula Zitzelsberger).


Im Rahmen der Fortbildung Zeitgemäße Entwicklungszusammenarbeit: Von der Entwicklungshilfe zur Partnerschaft hielt Prof. Dr. Schrüfer am 05.03.2018 an der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung in Dillingen einen Vortrag mit dem Titel Globales Lernen: Ziele, Dimensionen, Konzepte, Kompetenzen.

2017

Die Referendarinnen und Referendare des Fachseminars Erdkunde (ZfsL Krefeld) waren am 24.11.2017 zu Gast am IfDG, wo Sonja Schwarze mit ihnen im Lernatelier eine Fortbildung plus Workshop zum Thema Binnendifferenzierter Geographieunterricht mit Fokus auf Sprache durchführte.


Am 27.09.2017 war Prof. Dr. Gabriele Schrüfer zu Gast beim Hessischen Schulgeographentag 2017 in Frankfurt. Dort hielt sie einen Vortrag mit dem Titel Afrikabilder im Geographieunterricht – Herausforderungen und Chancen und führte Workshops zur Wahrnehmung und Bewertung von Räumen aus unterschiedlichen Perspektiven mit Hilfe von Fotos aus Tansania und Deutschland durch.


Am 08.09.2017 nahm Sonja Schwarze als Referentin an der Fachleitertagung der Fachleitungen Geographie der Bezirksregierungen Düsseldorf und Köln am ZfsL Düsseldorf teil. Im Fokus des diesjährigen Treffens mit 20 Fachleiterinnen und Fachleitern für den Vorbereitungsdienst an Gymnasien und Gesamtschulen stand die Thematik des sprachsensiblen Fachunterrichts. Sie übernahm den Einführungsvortrag Sprachsensibler Geographieunterricht – Binnendifferenzierung im Geographieunterricht mit dem Fokus auf Sprache und führte zudem einen Workshop zum Scaffolding in der Praxis am Beispiel der Arbeit mit Klimadiagrammen durch.


Am 06.04.2017 führte Sonja Schwarze mit Geographielehrerinnen und Geographielehrern der Sekundarstufe I im Lernatelier einen Workshop zum Thema Räume wahrnehmen und bewerten – Perspektivenwechsel am Beispiel Afrika durch. Dabei stand die Sensibilisierung von Schülerinnen und Schülern bezüglich unterschiedlicher Raumwahrnehmungen durch erprobte Unterrichtsmaterialien und Lernarrangements im Vordergrund. 


Am 05.04.2017 hielt Prof. Dr. Michael Hemmer im Rahmen einer Lehrerfortbildung in der Akademie Franz-Hitze-Haus in Münster einen Vortrag zum Thema Kontinuität und Wandel von Schülerinteressen im Erdkundeunterricht. 


Im Rahmen des 18. Lehrerbildungsforums Geographie war Prof. Dr. Gabriele Schrüfer am 08. und 09.03.2017 zu Gast in Weilburg (Hessen). Dort hielt sie für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Forums mehrere Vorträge und Workshops, unter anderem zum Thema Förderung von System- und Bewertungskompetenz im Rahmen Globalen Lernens/BNE.


Am 14.02.2017 führten Prof. Dr. Michael Hemmer und Julian Bette am Freien Christlichen Gymnasium Düsseldorf eine Lehrerfortbildung zum Thema Geographische Erkundungen mit Schülerinnen und Schülern vor Ort – Bausteine eines schulinternen Curriculums durch. Anknüpfend an eine theoretische Auseinandersetzung mit den Kennzeichen und Gestaltungsprinzipien geographischer Schülerexkursionen zielte die Fortbildung auf die Diskussion und Weiterentwicklung des schulinternen exkursionsdidaktischen Curriculums des Gymnasiums.


Am 13.02.2017 war Dr. Nina Brendel zu Gast beim Seminar für das Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen am ZfsL in Münster. Dort hielt sie für die Referendarinnen und Referendare des Fachseminars Erdkunde eine Fortbildung zum Thema Einsatz von mobilen Endgeräten und web 2.0 im Geographieunterricht.


Im Rahmen des Jubiläumsjahres des Mariengymnasiums in Lippstadt hielt Prof. Dr. Michael Hemmer am 08.02.2017 für Geographielehrerinnen und Geographielehrer der Region Ostwestfalen-Lippe einen Vortrag plus Workshop mit dem Titel Geographisch denken und handeln – Entwicklung einer geographischen Perspektive im Unterricht. Im Mittelpunkt der Lehrerfortbildung standen eine theoretische Auseinandersetzung mit den geographischen Basiskonzepten und deren Implementierung in Unterricht und Lehrerbildung.


Am 03. und 14.02.2017 waren die Referendarinnen und Referendare der Fachseminare Erdkunde (ZfsL Kleve) und Geschichte (ZfsL Essen) zu Gast am IfDG. Dort führte Sonja Schwarze mit ihnen im Lernatelier eine Fortbildung plus Workshop zum Thema Binnendifferenzierte Gesellschaftslehre mit Blick auf Sprache durch.