Globus

Institutsprofil

Das Institut für Didaktik der Geographie sieht seinen zentralen Aufgabenbereich in der geographiedidaktischen Lehr- und Lernforschung sowie in der Bildung von Lehrerinnen und Lehrern in der ersten und dritten Qualifikationsphase.

  • Forschung

    Die Geographiedidaktische Forschung am Institut für Didaktik der Geographie zeichnet sich gerade im Vergleich mit anderen deutschen Standorten durch eine einzigartige Breite aus. Sie reicht von der Erforschung der Grundlagen geographischen Lehrens und Lernens über die Entwicklung von Konzepten bis hin zu deren Evaluierung und Implementierung. Die Projekte sind, von wenigen konzeptionellen Arbeiten abgesehen, allesamt im Bereich der empirischen Lehr‐Lernforschung angesiedelt. Forschungsschwerpunkte bilden die Themenbereiche Geographische Bildung, Räumliche Orientierungskompetenz, Schülerinteresse und Exkursionsdidaktik, Globales Lernen/Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), Transkulturelle Bildung, Afrika im Geographieunterricht, Mobiles Lernen/Web 2.0 im Geographieunterricht sowie Lernen mit digitaler Geoinformation, Schülervorstellungen und naturwissenschaftliche Grundbildung. Darüber hinaus bestehen gemeinsame Projekte vor allem zur Bildungsmedienforschung und zu BNE.

  • Nachwuchsförderung

    Die derzeit sechs Doktoranden unterstreichen die hohe Bedeutung, die das Institut der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses beimisst. Das Institut beginnt die Nachwuchsförderung bereits im Studium mit forschungsbezogenen Lehrveranstaltungen und der Möglichkeit zur Publikation von herausragenden Abschlussarbeiten im Rahmen der institutseigenen Schriftenreihe MAG (Münsteraner Arbeiten zur Geographiedidaktik), die 2011 initiiert wurde. Regelmäßige Doktorandenkolloquien sowie die Unterstützung bei nationalen und internationalen Vorträgen sollen dem wissenschaftlichen Austausch dienen.

  • Lehre

    Im Bereich der Lehre ist das Institut für die geographiedidaktischen Anteile in sämtlichen Lehramtsstudiengängen zuständig – angefangen vom Sachunterricht in der Grundschule bis hin zum Geographieunterricht in der gymnasialen Oberstufe. Den Studierenden der Westfälischen Wilhelms-Universität bietet das Institut in diesem Kontext ein kompetenzorientiertes Bildungskonzept mit klar definierten Theorie-Praxis-Bezügen. Gemeinsam mit den Studierenden wird angestrebt, den Geographieunterricht aktiv weiterzuentwickeln. Mit der Ausstattung des neuen Lernateliers stehen hierfür moderne Medien zur Verfügung. Die Expertise in den vielfältigen Forschungsfeldern spiegelt sich auch im Lehrangebot wider. Besonderen Wert legt das Institut auf innovative Lehrkonzepte.

  • Vernetzung in Forschung und Lehre

    Das Institut für Didaktik der Geographie ist im Bereich von Forschung, Lehre und Fachpolitik auf den unterschiedlichen Maßstabsebenen, die von international bis institutsintern reichen, in vielfältiger Weise sehr gut vernetzt. Die Internationalisierung wurde gerade in den letzten Jahren intensiviert. Hier bestehen Kooperationen sowohl in der Forschung als auch in der Lehre z. B. mit der Pamukkale Universität in Denizli (Türkei), dem Nelson Mandela African Institute of Science and Technologie in Arusha (Tansania), dem Mofet‐Institut in Tel Aviv (Israel), dem National Council for Higher Education & Scientific Research in Khartoum (Sudan) sowie der Universität der Balearen in Palma (Spanien). Deutschlandweit ist das IfDG mit einer Vielzahl geographiedidaktischer Institute vernetzt.
    Innerhalb der Universität bestehen Lehr‐ und Forschungsprojekte mit anderen Instituten des Fachbereichs aber auch über den Fachbereich hinaus. So ist das Institut beispielsweise Gründungsmitglied des Zentrums für interdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung (ZIN).
    Die Vernetzung mit den Fachdidaktiken und den Bildungswissenschaften wird momentan durch eine verstärkte Mitarbeit im Zentrum für Lehrerbildung weiter ausgebaut.

  • Fachpolitische Vernetzung

    Die Mitglieder des Instituts engagieren sich in zahlreichen wissenschaftlichen und nicht-wissenschaftlichen Einrichtungen, die sich um eine Förderung geographischer Bildung in Deutschland und in der Welt bemühen. Dazu zählen beispielsweise der Hochschulverband für Geographiedidaktik (HGD), die Gesellschaft für Fachdidaktik (GFD) und die Deutsche Gesellschaft für Geographie (DGfG). Sowohl im Bundesland als auch in der Region Münster erfolgt eine enge Zusammenarbeit mit Fachleitern, Fachsprechern der Bezirksregierungen, den Schulgeographen und diversen Schulen.

  • Chronik des Instituts ab 1970
    2013

    Umzug in den Neubau GEO 1 an der Heisenbergstraße 2. Einrichtung und Eröffnung des neuen GEO Lernateliers und des neuen GEO Lernlabors.

    2007 Aufgrund eines PCB-Fundes muss der Standort Robert-Koch-Straße in Teilen geschlossen werden. Das Institut für Didaktik der Geographie wird übergangsweise an den Schlossplatz 7 ausgelagert.
    2002 Eröffnung des Zentrums für Digitale Medien und Mediendidaktik
    1997 Umzug in das Dienstgebäude Robert-Koch-Str. 26-28, Einrichtung eines unterrichtsbezogenen geoökologischen Labors sowie einer Mediendidaktischen Werkstatt
    1980 Eingliederung der Pädagogischen Hochschule Westfalen-Lippe, Abteilung Münster, in die Westfälische Wilhelms-Universität Münster, Umbenennung des Lehrgebiets in „Institut für Didaktik der Geographie“.
    1972 Umbenennung des Lehrgebiets in „Geographie und ihre Didaktik“ Ausbildung von Stufenlehrern | Primarstufe und Sekundarstufen I und II.
    1971 Umzug in das neue Dienstgebäude Fliednerstraße 21
    1970 Zusammenschluss der Pädagogischen Hochschule Westfalen-Lippe, Abteilungen Münster I und II, zur Abteilung Münster und damit Zusammenschluss der beiden Lehrgebiete zur Sektion „Heimatkunde und Didaktik der Erdkunde“.
    Ausbildung von Grund- und Hauptschullehrern