NEWS

Earth System Science in Münster

The working group “Earth System Science” at the Westfälische Wilhelms Universität (WWU) Münster focusses on the question:

Why do the climate system and the global carbon cycle respond differently to astronomical Milankovitch forcing under different boundary conditions?

The term “boundary conditions” can refer to any element in the Earth’s system that has been significantly different in the geologic past. For ex­amp­le, a pla­net with uni­po­lar ice-sheets, a pla­net wi­thout 8000 m high Hi­ma­la­y­an moun­ta­ins, a pla­net with a wide-open In­do­ne­si­an Through­flow, or a pla­net with more than 500 ppm CO2 in the atmosphere.

To answer the above question, we stu­dy Earth’s history throughout the geo­lo­gi­cal Eras, with a focus on the Late De­vo­ni­an (~375 Ma), the Eo­ce­ne (~40 Ma), and the Miocene-to-recent (last 23 Myr). None of the­se time sli­ces are per­fect ana­lo­gues for the An­thro­po­ce­ne, yet they are worth stu­dy­ing as they pro­vi­de va­luable in­sights into the ma­chine­ry of the cli­ma­te sys­tem un­der boun­da­ry con­di­ti­ons much un­li­ke to­day’s. Ob­vious­ly, the age of the sedi­ment(ary rock) un­der in­ves­ti­ga­ti­on is very dif­fe­rent bet­ween the geological Eras, but our work al­ways sha­res a com­mon ob­jec­tive: Integrating the paleoclimate and geochronology aspects of the sedimentary archives to better constrain how much and how fast our planet has been changing. To do so, we go on fieldwork (on outcrops as well as sea-going expeditions), we carry out laboratory measurements (iso­to­pic, ele­men­tal and geo­phy­si­cal pro­xies), and we use nu­me­ri­cal approaches for data analysis and visualization.

Forschungsteam beschreibt Geologie der Tour de France

„Plötzlich wurde mir klar: Die Live-Übertragung eines Radrennens bietet eine perfekte Gelegenheit für eine geologische Exkursion“, erklärt Douwe van Hinsbergen, Initiator der „Geo-Tour de France“, Professor an der Universität Utrecht und eingefleischter Radsportfan. „Viele Radfahrer und viele Zuschauer interessieren sich für die Landschaften, die sie während des Rennens erleben und sehen. Gleichzeitig fahren auch viele Geowissenschaftler selbst gerne Rad. Vielleicht können wir also den Radsportkommentatoren mit unserem Wissen über die Landschaften und die ihnen zugrundeliegende Geologie helfen!“ Um dies zu erreichen, wandte sich Douwe van Hinsbergen an Kolleginnen und Kollegen aus ganz Europa: Zusammen schreiben sie eine Reihe von Blogs über die Geologie der einzelnen Etappen. Mit dabei ist Dr. David De Vleeschouwer, Professor für Erdsystemforschung an der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster.

Uralte Kontinente

Die diesjährige Tour de France (1. bis 24. Juli) führt entlang faszinierender geografischer und geologischer Phänomene: unter anderem durch die Überreste dreier alter Kontinente, entlang der Spuren des Meteoriteneinschlags, der das Ende der Ära der Dinosaurier markierte, durch die Kreidelandschaft der „Weißen Klippen von Calais“, über erloschene Vulkane und über Teile von Saudi-Arabien in Paris. Die Wissenschaftler erklären auf der Website http://geotdf.org geologische Phänomene entlang der Strecke und die zugrundeliegenden Prozesse.

Geologische Zeitskalen

Die Website befasst sich mit den Landschaften entlang der Strecke, die vor Millionen oder Milliarden von Jahren entstanden sind. Dabei beschreiben die Wissenschaftler die geologischen, geochemischen und geophysikalischen Prozesse, die bei der Bildung dieser Landschaften eine wichtige Rolle spielten. Die Website beschäftigt sich aber auch mit jüngeren Landschaften, die nicht älter als hunderttausend Jahre sind. So geht es beispielsweise darum, wie sie entstanden sind, welche Rolle Flüsse, Gletscher und die Bodenbeschaffenheit haben, und wie aktuelle Naturkatastrophen wie Erdrutsche auf die Landschaft wirken.

Bilder teilen, Fragen stellen

„Das Publikum kann über den Twitter-Hashtag #GeoTdF Fotos teilen und Fragen stellen“, fügt David De Vleeschouwer hinzu. „Und während der Tour werden wir über unseren Twitter-Account @geotdf täglich Kommentare abgeben.“ Die Kommentare beschränken sich nicht nur auf die Tour de France, sondern die Wissenschaftler erklären die ganze Saison über Twitter die Geologie von Radrennen auf der ganzen Welt.

Sieben Länder, sieben Sprachen

Forscher aus sieben Ländern nehmen an der „Geo-Tour de France“ teil. Neben den Forschern der WWU Münster (Deutschland) und der Universität Utrecht (Niederlande) werden Beiträge aus Birmingham (Vereinigtes Königreich), Montpellier und Rennes (Frankreich), Granada (Spanien), Utah (Vereinigte Staaten), Amsterdam und Leiden (Niederlanden) sowie den Geologischen Diensten Frankreichs, Dänemarks und Grönlands auf der Website zu finden sein.
http://geotdf.org ist auf Niederländisch, Englisch, Französisch, Deutsch, Spanisch, Italienisch und Dänisch verfügbar. Das Twitter-Konto lautet @geotdf.
 

© IAS

Award-winning members of Earth System Science

The International Association of Sedimentologists (IAS) has awarded its Early Career Scientist Award to Dr. Theresa Nohl. Theresa is a postdoc in the Earth System Science Group, working on reconciling cyclostratigraphic models and diagenetic approaches. Early Career Scientist Award is given once every 2 years and celebrates the contributions and potential of outstanding ECS working in sedimentology.

Congratulations, Theresa.

The European Geosciences Union (EGU) has awarded the Outstanding Student and PhD candidate Presentation (OSSP) Award to Nina Wichern. Nina currently is a PhD student in Devonian astrochronology. But at the EGU22 meeting, Nina presented het MSc thesis' work on reconstructing Pliocene seasonality based on stable isotope records of bivalve shells.

Congratulations, Nina.