Seminar für Exegese des Neuen Testaments

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Das Neue Testament ist eine Sammlung von 27 Schriften aus der Anfangs- und Frühzeit des Christentums, einer spezifischen religiösen Subkultur aus der beginnenden Prinzipatszeit des Römischen Reiches. Am Beginn der literarischen Entwicklung, die zum Neuen Testament führte, stand das vollmächtige Auftreten des jüdischen Wanderpredigers Jesus von Nazareth. Unter Berücksichtigung der zeitgeschichtlichen Umstände und Entstehungsverhältnisse der neutestamentlichen Schriften zeichnen wir deren theologische Grundlinien nach. Ziel ist es, die Schriften des Neuen Testaments aus ihren überlieferungsgeschichtlichen Zusammenhängen heraus besser zu verstehen und die Vielfalt ihrer theologischen Entwürfe, die das Christusereignis in sehr unterschiedlicher Weise ins Wort bringen, einzuordnen. Um dies leisten zu können, müssen wir die Frage stellen, wie wir in unserer Zeit verantwortungsvoll mit den neutestamentlichen Texten umgehen können. Dabei ist es wichtig die Texte zunächst in ihrer Komplexität und manchmal gar Fremdheit wahrzunehmen und sie selbst sprechen zu lassen, ohne ihnen Antworten auf heutige Fragen abverlangen zu wollen oder sie gar zu verfälschen. Darüber hinaus ist zu fragen, in wie fern es gesicherte Zugänge zu den Texten und somit die Möglichkeit der Interpretation gibt, die den damaligen Kontext respektiert, aber auch in unser Hier und Jetzt hineinsprechen kann. Ein wissenschaftlicher Umgang mit der Bibel bildet dafür die Voraussetzung.

Informationen zur Klausurorganisation in der Basisphase:

In der Sektion der exegetischen Fächer gilt der Beschluss, dass als Klausurtermine in der Basisphase (Literaturgeschichte des AT/NT) jeweils ein regulärer Termin am Ende der Vorlesungszeit des Semesters (Juli) und ein weiterer regulärer Termin zu Beginn des folgenden Semesters (Oktober) angeboten werden. Es wird jeweils der Stoff der zuletzt angebotenen Vorlesung geprüft. Die Prüfung kann nur bei den jeweils aktuell verantwortlichen Dozierenden abgelegt werden. Den Studierenden dringend empfohlen, die Prüfung am Ende der Vorlesungszeit abzulegen und Verzögerungen im eigenen Interesse zu vermeiden.

Veröffentlichung der Gesamtergebnisse der Basismodul-Klausur (2. Termin) im Learnweb

Sehr geehrte Studierende, die Sie im SoSe 2018 an der Veranstaltung "Literaturgeschichte des Neuen Testaments" (Basismodul-Vorlesung) teilgenommen haben: Die Klausurergebnisse der Kombi-Klausur vom 2. Termin (02.10.2018) sind unter Angabe der Matrikel-Nr. und der Endnote (AT/NT) im Learnweb veröffentlicht. Eine Verbuchung der Noten in OIS-POS erfolgt Anfang November. 


Möglichkeit zur Einsichtnahme in die Basisphasen-Klausuren (Bereich NT):

Alle Studierende, die Ihre Basisphasen-Klausur im Bereich NT einsehen möchten, haben hierzu während der regulären Öffnungszeiten unseres Sekretariates Gelegenheit. Bitte melden Sie sich vorab per Mail bei Frau Kerkau (exegese.nt@uni-muenster.de) an.

Bericht über die Exkursion nach Paris und London im SoSe 2018

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© Joana Konrad/Karin Frings

Wo die Bibel im Museum lebendig wird

Im Rahmen eines Hauptseminars im Sommersemester 2018 haben Ludger Hiepel, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Seminar für Exegese des Alten Testaments, und Volker Niggemeier, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Seminar für Exegese des Neuen Testaments, eine Exkursion nach Paris und London organisiert. Die dortigen Museen, das Musée du Louvre (Paris) und das British Museum (London), zählen nicht nur zu den größten Kunst- bzw. kulturgeschichtlichen Museen der Welt, sondern sind auch von immenser Bedeutung für Geschichte, Religion und Kultur. Neben der Vielzahl an Exponaten zur Welt und Umwelt der biblischen Zeitgeschichte ist besonders die Qualität der Sammlungen hervorzuheben. Bei der Besichtigung und intensiven Auseinandersetzung mit ausgewählten Exponaten vor Ort wurde spürbar, wie die Texte der Bibel und deren Welt- und Umwelt im Museum lebendig werden.

Zu einem ausführlichen Bericht gelangen Sie hier

Sport und Kampf im NT und in der jüdisch-hellenistischen Umwelt - ein Tagungsbericht

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© RUB

Forschungsverbund von Exeget_innen traf sich in Münster

Vom 08. bis 09. Juni 2018 fand die jährliche Tagung des Forschungsverbundes Neues Testament an der Ruhr (NTR) an der Katholisch-Theologischen Fakultät der WWU Münster statt. Unter dem Titel "Kampf und Sport im Neuen Testament und in der jüdisch-hellenistischen Umwelt" wurde dabei keineswegs nur eine Randthematik im hellenistischen Judentum und den neutestamentlichen Texten gestreift - vielmehr zeigte sich in den einzelnen Tagungsbeiträgen die Vielschichtigkeit der semantischen Felder um den Begriff des (sportlichen) (Wett-)kampfes, die je unterschiedliche Verwendung des enormen metaphorischen Potentials der Begrifflichkeit und die breite Aufnahme in einzelne Schriften aus dem Neuen Testament und seiner Umwelt.

Zum vollständigen Tagungsbericht gelangen Sie hier.

Prüfungsmodalitäten: Ablauf einer mdl. Prüfung

20 Min. vor der mdl. Prüfung beginnt Ihre Vorbereitungszeit.
Hierzu bittet Sie unsere Sekretärin in die Räumlichkeiten unseres Seminars und händigt Ihnen eine griechische Textstelle (in kolometrischer Aufbereitung) aus der zu prüfenden Veranstaltung aus. Mit Hilfe eines Wörterbuches zum NT, welches Sie gestellt bekommen, fertigen Sie eine (wörtliche) Arbeitsübersetzung an.

Nach Ablauf der Vorbereitungszeit werden Sie abgeholt und die Prüfung beginnt.
Der Ablauf ist stets so, dass Sie als erstes Ihre Arbeitsübersetzung vorlesen. Ggf. werden einige grammatikalische Besonderheiten erfragt. Bitte beacchten Sie, dass die Fähigkeit, den Text aus dem Griechischen zu übersetzen und mit grammatikalischen Phänomenen der Sprache des NT umzugehen, integraler und unverzichtbarer Bestandteil einer ntl. Prüfung ist. Für diejenigen, deren Griechisch-Kenntnisse etwas weiter zurückliegen, bietet es sich daher an, diese im Eigenstudium nochmals etwas aufzufrischen. 

Danach wird in einem zweiten Teil der Prüfung der Blick auf die einleitungswissenschaftlichen Fragen (etwa: Verfasserfrage, Frage nach Entstehungsort oder Abfassungsgrund … einer ntl. Schrift) gerichtet.

Zuletzt werden Sie dazu aufgefordert, eine kurze Auslegung der Ihnen vorliegenden Textstelle vorzunehmen. Hier ist stets die Einordnung in den Kontext von Bedeutung – sodann gehen Sie auf die exegetischen Besonderheiten der jeweiligen Verse ein. Bitte achten Sie darauf, dass Sie diese Auslegung zunächst eigenständig vornehmen. Hier können und sollten Sie offensiv Ihr Wissen zeigen.

Nach Ablauf der Prüfungszeit (20 Min.) werden Sie gebeten, den Raum zu verlassen, damit Prüfer und Beisitzer über die Note beraten können. Diese wird Ihnen direkt im Anschluss mitgeteilt.