Claudia Garnier – Johannes Schnocks (Hrsg.)
Sterben über den Tod hinaus
Politische, soziale und religiöse Ausgrenzung in vormodernen Gesellschaften

sterben

In vormodernen Gesellschaften wurde eine Person erst in ihren Beziehungen zu anderen Menschen als wirklich lebendig angesehen. Entsprechend bedeutete
eine Isolation aus dem Gemeinwesen eine Minderung des Lebens und der Existenz. Der Ausschluss konnte so weit gehen, dass man die Ausgegrenzten
als Tote bezeichnete. Dieser Vorstellung liegt die Wahrnehmung zugrunde, dass der Tod nicht nur ein biologisches Phänomen ist, sondern ebenfalls
durch die kulturelle Praxis einer Gesellschaft bestimmt wird. Vor diesem kulturanthropologischen Hintergrund untersucht der Band Formen der Ausgrenzung, die
als Ahndung von Verstößen gegen die Gesellschaftsordnung eingesetzt wurden. Die Beiträge nehmen die politischen, sozialen und religiösen Absichten der Ausgrenzung in den Blick und beleuchten dieses Phänomen in einem interdisziplinären Zugriff.

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