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Prof. Dr. Jon Sobrino S.J. wird 80

Die Katholisch-Theologische Fakultät gratuliert ihrem Ehrendoktor Prof. Dr. Jon Sobrino herzlich zum 80. Geburtstag.

Am 27. Dezember 1938 wird Jon Sobrino in Bilbao, Spanien geboren. 1956 tritt er in das Noviziat der Jesuitenprovinz Loyola ein und geht ein Jahr später nach El Salvador. Von 1958 bis 1960 studiert Sobrino humanistische Fächer im Rahmen des Juniorats auf Kuba. Er schließt 1963 das Philosophiestudium und 1965 das Ingenieurstudium in St. Louis (USA) ab. Danach arbeitet er ein Jahr an einem Gymnasium in San Salvador und an der Zentralamerikanischen Universität UCA als Philosophie- und Mathematiklehrer. 1967 beginnt Sobrino das Theologiestudium in Deutschland. 1969 empfängt er die Priesterweihe und beginnt mit dem Doktoratsstudium mit dem Thema „Bedeutung des Kreuzes und der Auferstehung Jesu in den Christologien von Wolfhart Pannenberg und Jürgen Moltmann“. Anschließend kehrt er nach El Salvador zurück und gründet dort mit Ignacio Ellacuria das „Zentrum für theologische Reflexion“ als theologische Fakultät der UCA. Seit 1974 ist er Professor für Dogmatik an der UCA. Seit dem 16. November 1989 gehört zur Biographie Sobrinos, dass er ein Überlebender ist, da er auf der Todesliste des Mordkommandos der salvadorianischen Armee stand.
1998 wird ihm von der WWU Münster die Ehrendoktorwürde verliehen.

In der Ehrung zum Doktor h.c. wird Sobrino beschrieben als „profilierte[r] Vertreter der Theologie der Befreiung, der sein Lebenswerk in den Dienst eines gerechten Friedens gestellt und sich in seinen theologischen Arbeiten darauf verpflichtet hat, dass Theologie an dem weltgeschichtlichen Skandal der „gekreuzigten Völker nicht vorbeigehen kann“, als „bekennende[r] Christ[en], der sich für die Würde der Armen und Entrechteten einsetzt und dabei sein Leben wagt;“ als „hervorragende[r] Wissenschaftler, der besonders mit seinen christologischen Werken die lateinamerikanische und europäische Theologie miteinander ins Gespräch bringt und beide zur Selbstbesinnung drängt;“ und als der „treue[n] Weggefährte[n] der ‚kleinen Leute‘, von deren Geist er sich durchdringen lässt, um alltäglich den Frieden zu stiften, der Frucht der Gerechtigkeit ist.“

Wir wünschen dem Jubilar auch für die nächsten Jahre viel Glück und Gottes Segen.