Junge Menschen sehen! Ihre Perspektive in der (qualitativ-empirisch forschenden) Religionspädagogik stärken

Laura Otte

Abstract


Qualitativ empirische Forschungszugänge können in der Religionspädagogik als etabliert bezeichnet
werden. Überraschend ist dabei allerdings, dass junge Menschen als eine wesentliche Ziel- und Akteur_
innengruppe religiöser (Lern-)Angebote im deutschsprachigen Raum eher selten direkt nach
ihren subjektiven Konstruktionen gefragt werden. Im folgenden Beitrag wird ein Forschungsstil vorgestellt
und theoretisch diskutiert, der die Forschungsperspektive junger Menschen ins Zentrum stellt
und in den Forschungsarbeiten der Religionspädagogik in Deutschland bislang noch wenig Beachtung
findet. Dabei handelt es sich um das Format der partizipativen Forschung. Können für die (qualitativempirisch
forschende) Religionspädagogik neue Erkenntnisse geliefert werden, indem junge Menschen
in einem partizipativen Forschungsprozess zu Wort kommen? Das hier vorgestellte Dissertationsprojekt
geht im aktuellen Arbeitsschritt dieser Frage nach.
Qualitative empirical studies can be called a well-established research method in religious education.
Surprisingly, young people, being the target group and key users of religious educational concepts,
are rarely asked directly about their subjective constructs. In this article, we will introduce and discuss
a research method that aims to strengthen the aforementioned research perspective of young people.
This method has not, up to now, been used to its full capacity in research papers in the field of
religious education in Germany. It is called participation research. Is it possible to obtain new results
for religious education as an academic discipline by giving young people the chance to speak in a participatory
research process? The current work step of the dissertation project that is introduced here
will examine this question.

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