Tanz als performativer Möglichkeitsraum für das, was im Innersten bewegt - Religionspädagogische Überlegungen zu einer Didaktik des Performativen - expliziert am Beispiel des Tanzes

Anne K. Frenk

Abstract


Wie kann die Frage nach Gott in Kontexten religiöser Bildung so eingebracht werden, dass sie Menschen
wirklich bewegt? Wie kann eine solche existenzielle Auseinandersetzung in religiösen Lern- und
Bildungsprozessen initiiert werden, ohne die Rahmenbedingungen religiöser Bildung – vor allem am
Lernort Schule – zu übergehen? Dieser Fragestellung nachgehend und vor dem Hintergrund der kontroversen
Diskussionen einer performativen Religionspädagogik steigt das Dissertationsprojekt tiefer in
die sozial- und geisteswissenschaftlichen Debatten des Performativitätsdiskurses ein, um die diskursprägenden
Begriffe differenziert zu klären und den Ertrag des Performativitätskonzepts für pädagogische
Prozesse herauszuarbeiten. Ausgehend von diesen Erkenntnissen wird der Tanz als Explikation
einer Didaktik des Performativen eingeführt und sein Potenzial für religiöse Lern- und Bildungsprozesse
aufgezeigt.
How can we address the quest of God in the various contexts of religious education in a way so that it
actually affects people emotionally? How can one deal with this existential question and at the same
time respect the framework conditions of religious education, especially in schools? In the pursuit of
this question and against the backdrop of controversial discussions around performative religious
education, this dissertation project delves more deeply into the performativity discourse in social science
and the humanities. It will help to clarify the relevant and discourse moulding terms in a nuanced
way and point out the performativity of the pedagogical processes. Based on these findings, a performative
didactic is developed and illustrated by the example of dance.

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