Münzversorgung von Haltern und Kalkriese – eine Diskussion

von Ulrich Werz

Zusammenfassung: In seiner jüngsten Untersuchung über die Schlagmarken von Kalkriese weist Reinhard Wolters auf die Möglichkeit hin, dass Haltern und Kalkriese nach dem Jahre 9 n. Chr. erneut mit Assen der 1. Lyoner Altarserie versorgt wurden. Seine Überlegungen basieren dabei auf der zeitlichen Einordnung und relativen Abfolge der Gegenstempel CVAL und IMP mit Lituus. Die Datierung der Kontermarke IMP mit Lituus und die Möglichkeit diesen Stempel auf Germanicus zu beziehen, werden kritisch hinterfragt.

Schlagwörter: Frühe Kaiserzeit; Gegenstempel; Haltern; Kalkriese; Münzumlauf

Abstract: In his most recent study of the countermarks from Kalkriese, Reinhard Wolters suggests that Haltern and Kalkriese received a renewed supply of Asses of the first Lyons Altar Series after the year 9 A.D. His theories are based on the chronological order of the countermarks CVAL and IMP with Lituus. In this paper the date of the countermark IMP with Lituus and the possibility of linking this punch to Germanicus will be examined critically.

Key Words: Countermarks; Coin Circulation; Haltern; Kalkriese; Early Imperial Rome

 

In seinem Aufsatz »Zum Ende des Legionslagers Haltern« verschob Konrad Kraft aus numismatischen Überlegungen heraus die Aufgabe des Legionslagers Haltern vom Jahr 16 n. Chr. ins Jahr 9 n. Chr.[1]. Damit fehlte plötzlich der numismatische Fundhorizont für die nach dem Jahr 9 n. Chr. anzusetzenden militärischen Operationen im Gebiet zwischen Rhein, Main und Weser. Die Argumente von Konrad Kraft blieben jedoch weder von numismatischer[2] noch von archäologischer Seite[3] unwidersprochen. Von archäologischer Seite scheint es heute durchaus möglich, das Ende der Okkupationsphase rechts des Rheins im Verlauf des Jahres 17 zu fassen[4].

Innerhalb des Münzumlaufs kann im rechtsrheinischen Germanien zwischen einem »Varus-Horizont« der Jahre 7 bis 9 n. Chr. und einem »Germanicus-Horizont«, der mit den Ereignissen zwischen 14 und 16 n. Chr. zu verbinden ist, unterschieden werden[5]. Beide Horizonte erschließen sich heute in erster Linie über die Gegenstempel. Unter Gegenstempel sind Einstempelungen zu verstehen, die nachträglich auf der bereits in Umlauf befindlichen Münze angebracht wurden. Eindeutige Über- und Unterschneidungen einzelner Einstempelungen geben Hinweise auf deren relative Chronologie. Die absolute zeitliche Einordnung erfolgt gleichermaßen über die Zuweisung an eine bestimmte Person, die Trägermünze auf der die Einstempelung erscheint und den archäologischen Kontext, in dem die kontermarkierte Prägung gefunden wurde. Sicher dem »Varus-Horizont« zuzuschreiben sind die Schlagmarken CVAL (Abb. 1,1) und VAR (Abb. 1,2). VAR bezieht sich auf den Statthalter Publius Quinctilius Varus und CVAL auf dessen Stellvertreter Gaius Valerius[6]. Ebenso zweifelsfrei sind die Schlagmarken IMPAVC (Abb. 2,1), TIBAVC (Abb. 2,2), TIBIM (Abb. 2,3) und CAESAR (Abb. 2,4) dem »Germanicus-Horizont« zuzuweisen[7].

 
Abb. 1,12: Gegenstempel des »Varus-Horizonts«

Abbildungsnachweise: 1. CVAL (Gorny & Mosch Giessener Münzhandlung, Auction 224, 13.10.2014, Nr. 346); 2. VAR (American Numismatic Society, ANS 1953.171.1037, Abguss, Foto: Verfasser)

 
Abb. 2,14: Gegenstempel des »Germancius-Horizonts«

Abbildungsnachweise: 1. IMPAVC (Vindonissa V008_04_1610_1); 2. TIBAVC (Agora Auctions, Numismatic Auction 31, 28.04.2018, Nr. 132); 3. TIBIM (Bibliothèque Nationale, http://catalogue.bnf.fr/ark:/12148/cb43927891w); 4. CAESAR (Classical Numismatic Group, Mail Bid Sale 58, 19.09.2001, Nr. 1087)

 

Die Schlagmarken CAVL und VAR sind in erster Linie auf den Assen der 1. Lyoner Altarserie angebracht. In seinem vielbeachteten Aufsatz aus dem Jahre 1993 datiert Johann van Heesch diese Prägungen in die Jahre zwischen 7 v. Chr. und 3/2 v. Chr.[8]. Der Beginn ist aufgrund der Funde aus dem Lager von Oberaden rekonstruiert. Da sich unter den dortigen Münzfunden keine Stücke der 1. Lyoner Altarserie fanden, schlussfolgerte van Heesch, wurden die Stücke erst später geprägt. Das Ende der Prägungen lag noch vor dem Jahre 2 v. Chr., als Augustus den Titel des Pater Patriae verliehen bekam. Van Heesch argumentiert, dass bei Prägungen, die nach dem Jahr 2 v. Chr. erfolgten, der Titel des Pater Patriae Eingang in die Münzlegende gefunden haben müsste. Die zeitliche Einordnung von van Heesch blieb nicht unwidersprochen[9], denn für den Beginn der Prägung geht er stillschweigend von der Annahme aus, dass neue Münztypen flächendeckend innerhalb einer Provinz oder einer Verwaltungseinheit ausgegeben werden und daher notwendigerweise auch dort an allen Orten vorhanden sein müssen. Versorgungslücken, aus welchen Gründen auch immer entstanden, bleiben bei seinen Überlegungen weitgehend unberücksichtigt. Das Ende der Ausprägung kann, muss aber nicht mit dem Titel Pater Patriae in Verbindung gebracht werden, da dieser Titel nicht auf allen Prägungen, die nach dem Jahre 2 v. Chr. ausgegeben wurden, erscheint. In den Jahren zwischen 11 v. Chr. und 9 n. Chr. wurden quinarii aurei geprägt, auf deren Vorderseite das Bildnis des Augustus nach rechts zu sehen und von der Legende AVGVSTVS DIVI F umgeben ist. Die Rückseite trägt das Bild der Victoria nach rechts auf einem Globus sitzend. In der zugehörigen Legende wird die Tribunicia Potestas des Augustus genannt (RIC I2 Nr. 184, 185, 202, 203, 213, 214, 215, 216, 217, 218). Die einzige Veränderung, die dieser Typ erfährt, besteht in der Wiedergabe des Porträts. Ab dem Jahre 9 v. Chr. ist Augustus nicht mehr barhäuptig, sondern mit dem Lorbeerkranz geschmückt. Die Vorderseitenlegende dieses ›type immobilisé‹ wird also nicht durch die Verleihung des Titels Pater Patriae beeinflusst. Daher halten etwa Johannes Heinrichs und Eberhard Sauer eine längere Prägedauer oder erneute Ausprägung der 1. Lyoner Altarserie nach dem Jahre 2 v. Chr. für möglich[10].

Das Gros der Einstempelungen IMPAVC, TIBAVC, TIBIM und CAESAR ist auf den augusteischen Münzmeister-Assen angebracht, welche in größerer Menge erst mit dem Regierungsbeginn des Tiberius ins Rheingebiet gelangten[11].

Während die zeitliche Einordnung von Kalkriese wieder Gegenstand von Diskussionen ist[12], darf nun als sicher gelten, dass Haltern auch nach dem Jahre 9 n. Chr. belegt war. Unklar muss freilich die Truppenstärke dieser Zeit bleiben[13]. Bislang sind unter den in Haltern und Kalkriese gefundenen Münzen keinerlei Prägungen der 2. Altarserie sicher belegt. Bedeutsam ist hier eine Aussage von Bernd Korzus, welcher die Münzen aus Haltern im Jahre 1971 vorlegte[14]. Im Zusammenhang mit einer Reihe dort gefundener Lyoner Altarprägungen, deren Erhaltung eine genaue Zuweisung unmöglich macht, wird im sechsten Band der Bodenaltertümer von Westfalen, der im Jahre 1943 erschienen ist, als Bestimmung die 1. und 2. Lyoner Altarserie angegeben[15]. Hierzu bemerkt Korzus: »Als Bestimmungsnachweis werden ›C. 236–240‹ (erg. 1. und 2. Lyoner Altarserie) angegeben; das vollständige Fehlen der 2. Altarserie bei den übrigen eindeutig bestimmbaren Lugdunumprägungen erlaubt jedoch mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, C. 240 = RIC 360 anzunehmen«[16]. Zwar werden in den Fundmünzlisten aus Haltern für die Datierung unbestimmbarer Münzen die Zeitspanne »28 v./14 n.« bzw. das Datum »vor 14 n.« angegeben, doch ist die Möglichkeit dieser zeitlichen Einordnung, weitgehend vom kategorischen Ende des Lagers im Zusammenhang mit der Niederlage des Varus verdrängt worden. Zu bedenken ist dabei auch, dass die wissenschaftliche Durchführung der kritischen Neuaufnahme der Fundmünzen der römischen Zeit in Deutschland zu dieser Zeit in den Händen von Konrad Kraft lag[17].

 

Im Jahre 2000 hatten Peter Kehne und Reinhard Wolters den Versuch unternommen, die Funde von Kalkriese von der Niederlage des Varus abzukoppeln und die Münzen mit den Feldzügen des Germanicus im Jahre 15 n. Chr. in Verbindung zu bringen[18]. Aufgrund der in Kalkriese vorhandenen Kontermarken konnte dem mit guten Gründen widersprochen werden[19]. In seiner jüngsten Untersuchung über die Schlagmarken von Kalkriese weist Wolters nun auf die Möglichkeit hin, dass Haltern und Kalkriese nach dem Jahre 9 n. Chr. erneut mit Assen der 1. Lyoner Altarserie versorgt wurden[20]. Diese Münzen seien dann zum Teil mit den Gegenstempeln IMP mit Lituus und AVC kontermarkiert worden.

Bei der Verwendung des Gegenstempels IMP mit Lituus sind aufgrund der Trägermünzen zwei Phasen zu unterscheiden. In der ersten Phase werden fast ausschließlich Prägungen der 1. und 2. Serie von Nemausus kontermarkiert[21]. Die Trägermünzen und ihr Vorkommen in den Funden aus Oberaden datieren die Verwendung dieses Gegenstempels in die Zeit der Feldzüge des Drusus und Tiberius, somit in die Jahre 12 bis 7 v. Chr. (Abb. 3). In dieser ersten Phase kann diese Schlagmarke allem Anschein nach mit Augustus in Verbindung gebracht werden, denn er hatte das Amt des Augurs seit dem Jahre 43 v. Chr. inne, worauf der Lituus im Stempelbild verweist. Zudem standen die kriegerischen Auseinandersetzungen der frühen Okkupation unter den Auspizien des Princeps[22].

Abb. 3: Gegenstempel IMP mit Lituus der Jahre 12–7 v. Chr.

Abbildungsnachweis: American Numismatic Society, ANS 1944.100.68867

 

In der zweiten Phase finden sich motivgleiche Einstempelungen in erster Linie auf den Assen der 1. Lyoner Altarserie, die hauptsächlich im Fundgut von Haltern und Kalkriese vertreten sind. Bei der zeitlichen Einordnung der erneuten Verwendung dieser Kontermarke ist entscheidend, ob die Verwendung der Schlagmarke noch mit einer anderen Person als Augustus in Verbindung gebracht werden kann. Ihre Anbringung möchte Wolters »mit einem konkreten Anlass, nämlich mit der Annahme einer imperatorischen Akklamation« in Zusammenhang bringen[23] und den beigefügten Lituus ebenfalls als Hinweis deuten, dass die genannte Person das Augurat bekleidete[24]. Dieses Amt hatte auch Germanicus seit dem Jahr 7 n. Chr. inne[25]. Im Zusammenhang mit einer imperatorischen Akklamation und den Ereignissen in Germanien und Pannonien kommen folgende Personen Betracht[26].

 

Jahr

Person/Akklamation

Ereignisse

Ende 3 / Anfang 4 n. Chr.

Augustus (IMP XVI)

Germanien

Ende 5 / Anfang 6 n. Chr.

Augustus (IMP XVII), Tiberius (IMP III)

Germanien

Sommer 8 n. Chr.

Augustus (IMP XVIII), Tiberius (IMP IV)

Pannonien/Illyrien

Sommer 9 n. Chr.

Augustus (IMP XIX), Tiberius (IMP V)

Pannonien/Illyrien

Ende 11 / Anfang 12 n. Chr.

Augustus (IMP XX), Tiberius (IMP VI), Germanicus (IMP I)

Germanien

Sommer 14 n. Chr.?

Augustus (IMP XXI), Tiberius (IMP VII)

Germanien

15 n. Chr.

Germanicus (IMP II)

Germanien

 Tabelle 1: Imperatorische Akklamationen und Ereignisse in Germanien und Pannonien

Die 18. und 19. imperatorische Akklamation des Augustus und die gleichzeitige 4. und 5. des Tiberius beziehen sich auf die kriegerischen Ereignisse in Pannonien bzw. Illyrien. Mit den Ereignissen in Gemanien sind die 16. sowie die 17., 20. und 21. Akklamation des Augustus, bzw. die 3., 6. und 7. des Tiberius sowie die 1. und 2. des Germanicus verbunden. Möchte man die Imperatur allein mit den Ereignissen in Germanien in Zusammenhang bringen, so kommen hierfür die Jahre 3/4, 5/6, 11/12, 14 und 15 n. Chr. in Betracht.

Die von Wolters postulierte zeitliche Einordnung der Schlagmarke IMP mit Lituus basiert auf der relativen Abfolge der in Kalkriese gefundenen Schlagmarken AVC (Abb. 4,1), CVAL (Abb. 1,1), IMP mit Lituus (Abb. 4,2) und VAR (Abb. 1,2). Mit diesen vier Schlagmarken seien zwei aufeinander folgende Kontermarkierungshorizonte verbunden. CVAL und VAR sind gleichzeitig verwendet und unbestritten in den Jahren zwischen 7 und 9 n. Chr. angebracht worden. Die Stempelungen mit den Schlagmarken IMP mit Lituus und AVC seien ebenfalls gleichzeitig, aber später anzusetzen. Diese zeitliche Abfolge wird mit einem Neufund aus Kalkriese-Dröge begründet, welcher auf dem Avers eine Einstempelung der Schlagmarke CVAL trägt und auf der Rückseite mit dem Gegenstempel IMP mit Lituus kontermarkiert wurde (Abb. 5). Besagte Prägung mit der vorderseitigen Einstempelung CVAL »hat eine Wölbung, die offensichtlich das Resultat der erst danach auf dem Revers angebrachten Marke IMP / L ist«. Und so stellt Wolters fest: »Ausgeschlossen werden kann aber angesichts der Parallelität von AVG und IMP / L eine Datierung der IMP / L-Überprägungen von Lugdunum I-Stücken auf 4–6 n. Chr.«[27]. Aus diesen Überlegungen heraus schlägt er drei mögliche Chronologien vor, um die Abfolge der Schlagmarken zeitlich zu verorten. In der ›kurzen Chronologie‹ findet die Münzversorgung im Jahre 9 n. Chr. statt. Bei der ›langen Chronologie‹ wird die Kontermarkierung in die Jahre 10 n. Chr. und 16 n. Chr. gelegt. Über die ›mittlere Chronologie‹ der Jahre 15 und 16 wäre dann der fehlende Germanicus-Horizont anhand der Schlagmarken fassbar.

Abb. 4,1–2: Häufige Gegenstempel in Kalkriese

Abbildungsnachweise: 1. IMP mit Lituus (Museum und Park Kalkriese 13-8-126-09-2001a_02N); 2. AVC (Museum und Park Kalkriese 13-8-105-13-4030a_02)

    

Abb. 5,1–6: Einstempelungen CVAL und IMP mit Lituus (Museum und Park Kalkriese 13-8-105-13-FstNr. 5192)

Abbildungsnachweise: 1–2, 4–6: Verfasser, 5: Stefan Burmeister, Kalkriese

 

Entscheidend bei allen drei Chronologien und dem Ausschluss der 16. und 17. Imperatur des Augustus in den Jahren 4–6 n. Chr. ist die relative Abfolge der Schlagmarken CVAL/VAR und IMP mit Lituus/AVC, welche mit dem Neufund aus Kalkriese-Dröge belegt sei. Auch wenn Reinhard Wolters die methodischen Probleme selbst anführt[28], darf man dieses Stück nicht überstrapazieren. Entsprechend den Möglichkeiten von OZeAN ist ein 3D-Scan der Münze beigefügt, der die Wölbung der Münze und die Platzierung der Einstempelungen zueinander deutlich vor Augen führt (Anlagen 1a, 1b, 1c und 2a, 2b)[29]. In Abbildung 5,3 wurden die Höhenlinien des Avers eingefärbt wiedergegeben. Deutlich erkennbar ist zunächst, dass die Einstempelung CVAL außerhalb der Mitte zum Rand hin eingeschlagen wurde. Sie bleibt, wie die 3D-Ansicht vor Augen führt, von der Quetschung, welche die rückseitige Einstempelung IMP mit Lituus auf der Vorderseite hinterlassen hat, unverändert. In einem zweiten Schritt wurde die Münze an mehreren Stellen digital durchschnitten (Abb. 5,2). Die Schnitte 1 und 2 wurden vor dem unteren und oberen Rand der Einstempelung CVAL angesetzt und zeigen ihre Tiefe und Position im Bezug zum Münzbild (Abb. 5,4–5 = Anlagen 3 und 4). Schnitt 3 wurde rechtwinklig zur Einstempelung gelegt und gibt deren Anbringungswinkel zur gewölbten Münze und die Stellung der beiden Einstempelungen zueinander wieder (Abb. 5,6 = Anlage 5). In der 3D-Ansicht erlauben die drei Schnitte sowie das Gesamtbild der Münze folgende Beobachtungen. Das Stempeleisen CVAL wurde annährend senkrecht aufgesetzt. Schnitt 1 zeigt, dass die Positionen der Schlagmarken IMP mit Lituus und CVAL zueinander eine klare Abfolge der Einstempelungen nicht erkennen lassen. Das großflächige Stempeleisen des Gegenstempels IMP mit Lituus wurde mittig auf die rückseitige Münze gesetzt und hat diese bei der Einstempelung nach außen gewölbt. Die hierzu vergleichsweise kleinflächige Einstempelung CVAL, die zum Rand der Münze hin auf der Vorderseite eingeschlagen wurde, wird von der Verformung aufgrund ihrer Platzierung und ihrer vergleichsweise kleinen Fläche nicht beeinflusst. So scheint es auch möglich, eine Anbringung von CVAL  n a c h  IMP mit Lituus erkennen zu können. Damit kann die Münze aus Kalkriese-Dröge allein nicht als Begründung für die von Wolters vorgeschlagene chronologische Reihung herangezogen werden.

Es ist daher weiterhin problemlos möglich, den Gegenstempel IMP mit Lituus auf Augustus zu beziehen, der in den Jahren zwischen 4 und 6 n. Chr. die 16. und 17. imperatorische Akklamation für militärische Verdienste in Germanien erhielt und zu diesem Zeitpunkt bereits das Augurat innehatte. Es scheint mir auch schwer vorstellbar, motivisch gleiche Gegenstempel mit zwei verschiedenen, noch lebenden Personen in Verbindung zu bringen[30]. Die in Kalkriese belegten Einstempelungen der Gegenstempel IMP mit Lituus und AVC können, wie auch Wolters in seiner vorbildlichen Ausführung des Für und Wider seiner Theorien darlegt, somit weiterhin allein mit einem Ereignis vor dem 9 n. Chr. verbunden werden.

 

Reinhard Wolters geht bei seinem Modell von der Annahme einer erneuten Münzversorgung des rechtsrheinischen Gebietes mit Assen der 1. Altarserie aus[31]. Diese Münzen seien dann über die Kontermarkierung »aktualisiert« worden. Offen bleibt, ob es sich hier um »die Zufuhr neugeprägter Münzen älteren Typs« oder bereits umgelaufener Prägungen handelt. Der Transport von bereits ausgegebenen und umgelaufenen Münzen in ein anderes Gebiet ist mehrfach innerhalb der römischen Kaiserzeit belegt und von Susanne Frey-Kupper und Clive Stannard untersucht worden[32]. Mit den Münzmeisterassen liegt auch ein Beispiel aus dem Untersuchungsgebiet vor. Diese wurden, wie oben erwähnt, aus Italien ins Rheingebiet verschickt und, dort angekommen, teilweise mit Gegenstempeln versehen. Es gibt meines Erachtens noch ein weiteres Beispiel aus der Provinz Moesia, welche wohl gegen Ende der Herrschaft des Augustus eingerichtet wurde[33]. Rudolfo Martini konnte eine große Menge an Münzen, die in diesem Gebiet gefunden wurden, vorlegen[34]. Viele der von ihm dokumentierten Prägungen stammen aus Ephesos (RIC I2 Nr. 485, 486) und Pergamon (RIC I2 Nr. 495, 500) und sind stark abgenutzt. Diese Münzen kursierten ursprünglich in Asia minor und Syria[35]. Es scheint mir auch hier sehr wohl möglich zu sein, dass mit der Einrichtung der Provinz Moesia ein möglicher Kleingeldmangel durch den Import großer Mengen bereits umgelaufener Aesprägungen behoben wurde[36]. Teile dieser Prägungen wurden dort mit den Gegenstempeln TICAE (Abb. 6,1) und AVG (Abb. 6,2) versehen[37] und wieder in Zirkulation gebracht. Die Schlagmarke TICAE ist mit Tiberius in Verbindung zu bringen. Nach seiner Adoption im Jahr 4 n. Chr. durch Augustus lautete sein neuer Name Tiberius Iulius Caesar. Die Kontermarke AVG ist auf Augustus, den ersten römischen Kaiser, zu beziehen.

Abb. 6: Häufige Gegenstempel in Moesia

Abbildungsnachweise: 1. AVG (Classical Numismatic Group, Inc., Electronic Auction 201, Nr. 339); 2. TICAE (Classical Numismatic Group, Inc., Electronic Auction 201, Nr. 339)

Eine Beschickung und Auszahlung von ›Altgeld‹, welches zuvor in einem anderen Gebiet umgelaufen war, ist kein unbekanntes Phänomen und könnte somit auch im Gebiet zwischen Rhein, Lippe und Weser zum Tragen gekommen sein. Aber es gibt bislang keine Gründe, dieses öfters zu beobachtende Phänomen mit dem Auftreten des Germanicus in Verbindung zu bringen.

  


Für Hinweise und Diskussionsbereitschaft danke ich Stefan Burmeister (Kalkriese), Claire Franklin Werz (Weil am Rhein), Henning Hassmann (Hannover) Fleur Kemmers (Frankfurt am Main), Susanne Wilbers-Rost (Kalkriese) und David Wigg-Wolf (Frankfurt am Main). Zu danken habe ich auch Willi Dräger (Bad Münder), welcher die erste Korrekturlesung vornahm. Der als Anlage beigefügte Scan wurde von der Firma Formwerk3D (Hannover) erstellt.

[1] Kraft 1955/1956; Wolters 2018, 306–307.

[2] de Weerd 2003, 187; Martin 2018, 254–268; Wolters 2018, 301–314.

[3] Zusammenfassend Berke 2018, bes. 181–184.

[4] Berke 2018, 184; zögerlich Rudnick 2018, 203–206.

[5] Werz 2018.

[6] Werz 2009: CVAL 79, VAR 77.

[7] Werz 2009: IMPAVC 113, TIBAVC 195, TIBIM 210.

[8] van Heesch 1993; siehe auch van Heesch 1999, 348.

[9] Besombes et al. 2003/2004, 18–20; Sauer 2005, 30–31; zurückhaltend Suspene 2014, 38; Wolters 2007, 151–152; Wolters 2018, 309 mit Anm. 72; vgl. auch Wolters 2000, 93.

[10] Sauer 2005, 31: »probably even until c. AD 9/11«; Heinrichs 2007, 292: »Prägung mit Unterbrechungen bis ca. 7 n.Chr.«.

[11] van Heesch 2000, 164; Heinrichs 2007, 300–301; Martin 2018, 267; Wigg-Wolf 2018, 248; Wolters 2018, 278.

[12] Wolters 2018, bes. 304–313; Ortisi 2018; Ortisi 2019a, 2019b; siehe auch https://www.archaeologie-online.de/nachrichten/grossangelegte-grabungen-im-museumspark-kalkriese-3933/.

[13] Vgl. Rasbach 2018, 140–142.

[14] Korzus 1971, Nr. 4057.

[15] Stieren 1943, 79. Zur Problematik der Bestimmungen keltischer Kleinerze aus Haltern, siehe auch Ilisch 1999, 285.

[16] Korzus 1971, 78.

[17] Gebhardt et al. 1956, 11.

[18] Wolters 2000; Kehne 2000.

[19] Werz – Berger 2000.

[20] Wolters 2018, bes. 294–304.

[21] Werz 2009 Band II, 417.

[22] Anders Wolters 2018, 288; seiner Auffassung nach, kann diese Kontermarke »mit hoher Wahrscheinlichkeit« mit dem älteren Drusus verbunden werden.

[23] Wolters 2018, 287.

[24] Siebert 1999, 130–132; Schauber 2005, 394–396.

[25] Werz 2009 Band II, 415–417.

[26] Faoro 2016, synoptisch 212.

[27] Wolters 2018, 285.

[28] Wolters 2018, 285.

[29] Der 3D-Scan kann mit dem 3D-Viewer in Windows 10 betrachtet und mit der kostenlosen Software MeshLab weiter bearbeitet werden http://www.meshlab.net/.

[30] Vgl. auch die Diskussion der verschiedenen Deutungen der Schlagmarke AVC: Werz – Berger 2000, bes. 242.

[31] Wolters 2018, 298.

[32] Frey-Kupper – Stannard 2014; Frey-Kupper – Stannard 2018.

[33] Matei-Popescu 2010, 30–31.

[34] Martini 2003; zum Problem der Fundmünzdokumentation im Allgemeinen vgl. Duch 2017, 97.

[35] Butcher 2004, 28–29; RPC I, S. 369.

[36] Werz 2009 Band I, S. 28; Die Anbringung der Gegenstempel habe ich zunächst im Zusammenhang mit dem Triumph des Tiberius ex Pannonis Delmatisque des Jahres 12 und entsprechenden Geldgeschenken gesehen.

[37] Martini – Paunov 2001.

 

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Martini 2003

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Ortisi 2019b

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Rudnick 2018

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