Historische Schul- und Curriculumforschung

Die AG „Historische Schul- und Curriculumforschung“ beschäftigt sich mit Fragen der Genese des Bildungswesens insbesondere in der frühen Neuzeit. Schwerpunkte bilden Forschungen zur inhaltlichen und methodischen Gestaltung des vormodernen Unterrichts und zur Professionalisierung der Lehrertätigkeit. Seit 2002 gilt das Hauptaugenmerk der Schule und den Curricula der Bildungslandschaft Westfalen im Zeitraum von 1600 bis 1750. In zwei DFG-Projekten wurden curricularer Wandel, Akademisierung der Lehrertätigkeit und Tendenzen der Haupt- und Vollberuflichkeit von Lehrern an westfälischen Gymnasien empirisch erforscht. Qualitative und quantitative Methoden werden kombiniert, um auf die Ebene des wirklichen Unterrichts an den untersuchten Schulen vorzudringen. Auch prosopographische Untersuchungen zu Schüler- und Lehrerkarrieren spielen eine wichtige Rolle.

Die AG „Historische Schul- und Curriculumforschung“ gehört dem Arbeitsbereich „Schulpädagogik/Schul- und Unterrichtsforschung“ des IfE an. In der Lehre beteiligt sich die AG an den einschlägigen Angeboten zu Themen der Didaktik und Schulentwicklung sowie zur Theorie und Geschichte der Bildung.