Haupttagung

 

Programmübersicht

  • Montag, 16.09.2019

    Ab 10:00 Anmeldung
    11:30 – 12:00 Eröffnung
    12:00 – 13:00 Keynote: Tracey Burns, PhD (OECD)
    14:00 – 18:30 Tagungsprogramm (Symposien, Einzelbeiträge, Poster, offene Formate)

  • Dienstag, 17.09.2019

    9:00 – 11:00 Tagungsprogramm (Symposien, Einzelbeiträge)
    11:30 – 12:30 Keynote: Prof. Dr. Isabell van Ackeren (Universität Duisburg-Essen)
    13:30 – 18:00 Tagungsprogramm (Symposien, Einzelbeiträge, offene Formate)
    18:15 Mitgliederversammlung(en)
    Ab 20:00 Gesellschaftsabend

  • Mittwoch, 18.09.2019

    9:00 – 11:00 Tagungsprogramm (Symposien, Einzelbeiträge)
    11:30 – 12:30 Keynote: Prof. Dr. Christian Huber (Bergische Universität Wuppertal)
    13:30 – 15:30 Tagungsprogramm (Symposien, Einzelbeiträge)
    15:30 – 16:00 Ausklang der Tagung

 

Keynotes

Wir freuen uns auf drei interessante Keynotes, die sich dem Thema der Tagung Gesellschaftliche Entwicklungen als Herausforderungen für empirische Bildungsforschung auf unterschiedlichen Ebenen nähern.

  • Tracey Burns

    The Importance of Trends on the Future of Education

    Tracey Burns leitet als Senior Analystin im Centre for Educational Research and Innovation der OECD zahlreiche Projekte, die sich mit Herausforderungen aktueller Entwicklungen auf das Schul- und Bildungssystem beschäftigen (z.B. Innovative Teaching for Effective Learning; 21st Century Children). Sie ist darüber hinaus eine der Hauptautor_innen und Leiterin der Redaktionsgruppe des für 2019 angekündigten OECD-Berichts „The Importance of Trends on the Future of Education“.

  • © van Ackeren

    Isabell van Ackeren

    Soziale Ungleichheit, Bildungsungleichheit und kein Ende?
    Analyse und Abbau von Bildungsbarrieren an Schulen in sozialräumlich deprivierten Kontexten


    Als vor einhundert Jahren in Weimar die Grundschule entstand, war diese mit dem Anspruch verbunden, soziale Chancengleichheit zu stärken. Jedoch hat die soziale Herkunft bis heute in Deutschland maßgeblichen Einfluss auf den Bildungserfolg. Dieser Zusammenhang verstärkt sich in benachteiligten sozialräumlichen Kontexten; Schule und Unterricht werden durch entsprechende Kontingenzfaktoren beeinflusst und sind selbst durch Defizitperspektiven auf Lebenswelten junger Menschen geprägt. Hier ergeben sich zentrale Herausforderungen für eine kontextsensible, ungleichheitsreflexive und design-basierte Schulentwicklungsforschung. Dies betrifft die theoretisch wie empirisch fundierte Analyse von Prozessen auf der Makro- und der Mikroebene von Schule, ebenso wie die Möglichkeiten, Lernumwelten im Sinne der Stärkung von Bildungsgerechtigkeit evidenzbasiert zu verändern. Entsprechende Analysen und Überlegungen werden u.a. auf Basis der Ergebnisse des Forschungs- und Entwicklungsprojekts „Potenziale entwickeln – Schulen stärken“ (PeSs) vorgestellt, das in der Metropole Ruhr in Kooperation der Universitäten Dortmund, Duisburg-Essen sowie der QUA-LiS NRW durchgeführt wurde.

    Isabell van Ackeren ist Professorin für Bildungssystem- und Schulentwicklungsforschung an der Universität Duisburg-Essen und leitet dort in der Fakultät für Bildungswissenschaften die Arbeitsgruppe Bildungsforschung (AG bifo). Sie beschäftigt sich u.a. mit sozialen Disparitäten im Bildungssystem und dem Umgang von Bildungsinstitutionen mit herkunftsbedingter Heterogenität sowie mit Schulsteuerung und Educational Governance im nationalen wie internationalen Kontext.

  • © Huber

    Christian Huber

    Moving beyond Groundhog Day! Soziale Ausgrenzung als das „Murmeltier“ der Inklusionsforschung und evidenzbasierte Ansatzpunkte zur Förderung sozialer Integration.

    „Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf haben im Vergleich zu ihren Klassenkameraden ohne besonderen Förderbedarf ein zwei bis dreifach erhöhtes Ausgrenzungsrisiko im inklusiven Unterricht.“ Das ist einer der am häufigsten publizierten Befunde der schulischen Inklusionsforschung, dessen immer wiederkehrende Replikationen eine virtuelle Grenze schulischer Inklusion aufzuzeigen scheint. In Forschung und Praxis ist es nun Zeit, die Phase der immer wiederkehrenden Replikation zu überwinden und einen Schritt weiter zu gehen. Bislang beschäftigt sich nur ein kleiner Teil der wissenschaftlichen Beiträge mit der Förderung sozialer Integration in Schule und Unterricht. Im Vortrag wird zunächst ein kurzer Überblick zum aktuellen Forschungsstand gegeben. Im Mittelpunkt steht jedoch die Frage nach Möglichkeiten zur Förderung sozialer Inklusion. Anhand von nationalen und internationalen Forschungsbefunden werden erste Ansatzpunkte zur Förderung sozialer Integration vorgestellt und darauf aufbauend mögliche Hinweise für die didaktische und schulorganisatorische Beeinflussung sozialer Inklusionsprozesse abgeleitet.

    Christian Huber ist Professor für Sonderpädagogik mit dem Förderschwerpunkt Emotional-soziale Entwicklung und forscht und lehrt an der Bergischen Universität Wuppertal. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Förderung sozialer Integrationsprozesse, in der Verhaltensverlaufsdiagnostik und der schulischen Inklusionsforschung.