Bildungs- und Sozialpolitik - Lebenschancen und pädagogische Professionalität

Forschungsschwerpunkt

Forschungsschwerpunkt
v.l.n.r.: Miriam Yildiz, Lilo Brockmann, Carmen Hack, Jessica Dlugaj, Anna Pomykaj
© eigenes Bild

Ungleiche Lebenschancen durch und trotz Bildungs- und Sozialpolitik

Der Forschungsschwerpunkt "Bildungs- und Sozialpolitik - Lebenschancen und pädagogische Professionalität" befasst sich aus unterschiedlichen Forschungsperspektiven mit dem Zusammenhang von Lebenschancen, sozialer Ungleichheit und den damit verbundenen Bearbeitungsformen durch Bildungs-und Sozialpolitik.

Vielfältige Angebote, Maßnahmen und Programme des Bildungs- und Sozialsystems erheben den Anspruch, Lebenschancen zu ermöglichen und/oder soziale Ungleichheit zu reduzieren. Wir alle wissen aber, dass trotz dieser massiven Bemühungen seit Jahrzenten, nach einhelliger Überzeugung in Wissenschaft und Politik, die Programme nicht die gewünschten Effekte erzielen, soziale Ungleichheit nachhaltig abzubauen. In diesem Kontext fragen wir, auf welche Weise gesellschaftliche Institutionen wie z.B. Bildungseinrichtungen oder kommunale Akteure Sozialer Arbeit, an der Erzeugung und Aufrechterhaltung verschiedener Formen sozialer Ungleichheiten beteiligt sind, ob sie ihren beanspruchten Zielen gerecht werden, welche Folgen diese Ungleichheiten nach wie vor für die einzelnen Individuen haben und wie diese ihre spezifischen Erfahrungen bewerten und umsetzen. Dafür nehmen wir verschiedene Ebenen in den Blick: Schulische Prozesse auf der Mesoebene, Kooperations- und Netzwerkstrukturen auf kommunaler Ebene, Daten auf der Kinder- und Jugendhilfe, Umgangs- und Handlungsstrategien aus einer Subjektperspektive.

Verbindendes Element unserer Forschungsanliegen stellen immer wechselseitige Zusammenhänge zwischen sozialen Ungleichheitsbedingungen und (konkreten) bildungs- und sozialpolitischen Maßnahmen dar: Wie wird der Einbezug von Mehrsprachigkeit in Schule und Unterricht von Kindern wahrgenommen? Wie lassen sich Netzwerk- und Kooperationskulturen im Rahmen kommunaler Gesamtstrategien gestalten, welche Faktoren führen zu Erfolg bzw. Misserfolg? Welches Potenzial bieten statistische Daten aus der Kinder- und Jugendhilfe für Wirkungsanalysen in der frühen Kindheit? ? Welche Maßnahmen zur Verringerung sozialer Ungleichheit auf schulorganisatorischer Ebene werden wie umgesetzt? Und welche Ressourcen akkumulieren bildungserfolgreiche Frauen zweiter und dritter Generation aus einer intersektionalen Perspektive?


Graduate School of Educational Research
Der Forschungsschwerpunkt „Bildungs- und Sozialpolitik – Lebenschancen und pädagogische Professionalität“ ist am Instituts für Erziehungswissenschaft und der Graduate School of Educational Research (GSER) angesiedelt.

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