Glossar

  • A - L

    Abschlusstreffen für FallgruppenleiterInnen

    Zum Ende eines Semesters findet ein zweistündiges Abschlusstreffen für FallgruppenleiterInnen statt. Es bietet den Rahmen für einen gemeinsamen Rückblick auf die Moderation der Kollegialen Fallberatung des vergangenen Semesters.

    Beratung

    Die ELF versteht Beratung als freiwillige soziale Interaktion zwischen den ELFen und einzelnen Studierenden oder Gruppen. Die Beratung dient der Informationsvermittlung, der Bewältigung von Problemen und der Reflexion von individuellen und sozialen Entwicklungsprozessen. Durch die Beratung sollen auch Lernprozesse angestoßen werden, die die Selbststeuerungsfähigkeit und damit die berufliche Handlungskompetenz verbessern.

    Einführungsgespräch

    Jede/r ZertifikatsanwärterIn führt zu Beginn des Zertifikatserwerbs ein einführendes Beratungsgespräch mit einer ELFe auf Grundlage des eingereichten Motivationsschreibens. Inhalte dieses Gespräches sind die Erwartungen und Ziele des/der Anwärters/in, der Aufbau und die Struktur des Zertifikats lehren.lernen sowie der Entwurf eines individuellen Verlaufplans. Zudem gibt es eine Einführung in die Arbeit mit der Fibel zum Zertifikat lehren.lernen.

    ELFen

    Die ELFen sind die MitarbeiterInnen der ELF. Jede ELFe ist für einen Arbeitsbereich der ELF zuständig. Überblick über die ELFen: hier

    Fall

    Ein Fall beschreibt ein pädagogisches Handlungsproblem, das den Fallvorstellenden persönlich betrifft. Ein klassischer Fall ist beispielsweise das wiederholte Stören einer Schülerin oder eines Schülers im Unterricht.

    FallberaterInnen

    Die FallberaterInnen sind diejenigen TeilnehmerInnen einer Kollegialen Fallberatung, die während einer Fallsitzung die/den Fallvorstellende/n unterstützen, indem sie das Handlungsproblem in strukturierter Form analysieren und Lösungsoptionen entwickeln.

    FallgruppenleiterInnen

    FallgruppenleiterInnen moderieren die Kollegiale Fallberatung, rahmen diese durch einen Ein- und Ausstieg, achten auf die Einhaltung des Fallschemas und schaffen eine angenehme Arbeitsatmosphäre. Sie haben an acht Fallsitzungen der Kollegialen Fallberatung teilgenommen und die Schulung für FallgruppenleiterInnen besucht.

    Fallsitzung

    Eine Fallsitzung dauert 90 Minuten. In dieser Zeit wird ein Fall anhand eines feststehenden Schemas besprochen. Die Sitzung wird durch eine Ein- und eine Ausstiegsmethode gerahmt.

    Fallvorstellende

    Die Fallvorstellenden sind diejenigen TeilnehmerInnen einer Kollegalien Fallberatung, die während einer Fallsitzung einen Fall einbringen.

    Fibel zum Zertifikat lehren.lernen

    Die Fibel ist eine Reflexionsgrundlage für die Erstellung des Portfolios. Sie begleitet die ZertifikatsanwärterInnen während des Zertifikatserwerbs. Jede/r AnwärterIn erhält sie beim ersten Beratungsgespräch.

    Finanzierung

    Die Teilnahme an den Angeboten der ELF ist für Studierende der Erziehungs- und Bildungswissenschaften kostenlos. Die Finanzierung der ELF erfolgte vom Sommersemester 2008 bis Sommersemester 2011 über Studiengebühren, seit dem Wintersemester 2011/12 durch Qualitätsverbesserungsmittel und seit April 2016 durch die Qualitätsoffensive Lehrerbildung (QLB).

    Forschungswerkstatt

    In der Werkstatt findet eine gemeinsame Interpretation von qualitativ-empirisch erhobenen Daten aus Forschungsprojekten oder Abschlussarbeiten der Teilnehmenden statt. Daneben ist ein Austausch über sämtliche Phasen, Prozesse und Probleme des Forschungsprozesses sowie über die Auswahl und Anwendung geeigneter Methoden möglich.

    Handlungskompetenz

    Kompetenzen befähigen eine Person mit Hilfe ihres Wissens und ihrer Fertigkeiten, auftretende Probleme und Aufgaben verantwortungsvoll zu bewältigen und ihre Handlungen zu reflektieren (vgl. Frey 2004). "Insgesamt sind die fachlichen, methodischen, sozialen und personalen Kompetenzbereiche keine voneinander inhaltlich und methodisch unabhängigen Kompetenzfacetten, sondern sind als miteinander verwobene bzw. vernetzte Kompetenzklassen zu sehen, die zusammen die Handlungskompetenz einer Person konstruieren (Frey 2002; Frey/Balzer/Renold 2002), wobei der Aufbau und die Synthese dieser über die Zeit und über unterschiedliche Aktivitäten oder Tätigkeiten zum Aufbau einer umfassenden Handlungskompetenz führt" (Frey 2004).

    Kollegiale Fallberatung (KFB)

    Die Kollegiale Fallberatung ist eine strukturierte Form praxisbegleitender Kleingruppenarbeit, in der konkrete pädagogische Handlungsprobleme analysiert und realistische Lösungsvorschläge entwickelt werden.

    Kontaktbogen

    Der Kontaktbogen ist bei der Anmeldung zum Zertifikat lehren.lernen in der ELF einzureichen. Er enthält die Kontaktdaten des/der AnwärterIn sowie ein Foto. Diese Daten werden vertraulich behandelt, an keine dritten Personen weitergeben und dienen lediglich der Kontaktaufnahme. Kontaktbogen

    Leitungskompetenz

    In pädagogischen Kontexten meint der Begriff der Leitung die Steuerung von Tätigkeiten einer Person oder Gruppe in Hinblick auf ein (Lern-)Ziel. Ähnlich der Handlungskompetenz setzt sich die Leitungskompetenz aus verschiedenen Teilkompetenzen zusammen, die erforderlich sind, um Leitungsaufgaben zu erfüllen. Leitungspersonen benötigen Fachkompetenz (z.B. Kenntnisse über das jeweilige Thema und Basisthemen wie Kommunikation oder Motivation), zugleich müssen sie für die Vorbereitung und Durchführung über Methodenkompetenz (z.B. Analyse und Steuerung von Gruppenprozessen) und Sozialkompetenz (z.B. Kommunikationsfähigkeit, Konfliktfähigkeit) verfügen. Des Weiteren muss eine Leitung Personalkompetenz besitzen, um sich selbst in ihrer Rolle als Leitung zu reflektieren, mit ihren eigenen Ressourcen umzugehen und authentisch zu handeln.

    Leitungskompetenztraining

    Das Leitungskompetenztraining ist das einzige Training der ELF, das von den ELFen konzipiert und durchgeführt und in jedem Semester angeboten wird. In diesem Training werden der Leitungsbegriff und eigene Leitungserfahrungen thematisiert, um zu einem reflektierten Verständnis des persönlichen Leitungsstils zu gelangen. Für den Zertifikatserwerb ist der Besuch dieses Trainings obligatorisch.

    Lerntagebuch

    Mit Hilfe eines Lerntagebuchs wird "ein tieferes Verständnis und damit auch das längerfristige Behalten komplexer Inhalte unterstützt und die Reflexion über das eigene (berufliche) Handeln angeregt. Die Besonderheit liegt darin, dass die persönlichen Erkenntnisse, der Zuwachs an Wissen und die Lernerfahrungen verschriftlicht werden, was zu einer tieferen Verarbeitung führt als das reine Lesen oder Zuhören. Ein zusätzlicher Nutzen besteht darin, dass ein Lerntagebuch den Lernenden ihre eigenen Lernstrategien bewusst mach[en kann], sie dazu anregt diese zu bewerten und [ggf.] zu ändern.
    Konkret bestehen Lerntagebücher aus in bestimmten Zeitabständen geführten Lernprotokollen, mit einer vorgegebenen Struktur (z.B. Satzanfänge, Fragen, Überschriften) in denen Lernende die Lerninhalte dokumentieren, über ihre Lerngewinne berichten und die Lernerfolge reflektieren" (Bett 2007).

    Literatur
    Bett, Katja (2007): Das Lerntagebuch – eine Methode zur Unterstützung des individuellen Lernens im virtuellen Raum. In: Online-Tutoring-Journal 2 (5), April. Online verfügbar unter:
    http://www.online-tutoring-journal.de/ausgabeapril07/bett1.htm (Stand: 1. März 2012)

    Frey, Andreas (2004): Die Kompetenzstruktur von Studierenden des Lehrerberufs. Eine internationale Studie. In: Zeitschrift für Pädagogik, H. 6, S.903-925.

  • M - P

    Metaebene/ Metakommunikation

    Eine Metaebene (meta: griechische Vorsilbe: mit, mitten, nach, über, hinter, neben) ist eine übergeordnete Ebene oder Sichtweise. Der Begriff Metakommunikation beschreibt eine Kommunikation über Kommunikation. Ein Wechsel zur Metaebene ist eine Möglichkeit, das eigene oder gemeinsame Handeln zu überprüfen und es zu verbessern oder Probleme zu beseitigen (Krems 2009).

    MetatutorInnen (Metas)

    Die MetatutorInnen (Metas) leiten die Tutorentrainings I und II. Die Metas sind i.d.R. ehemalige Tutor/innen, die die Tutorentrainings I und II sowie eine Schulung besucht haben. Ihre Aufgabe ist es, neue TutorInnen zu schulen und bei ihrer Arbeit zu unterstützen.

    Motivationsschreiben

    Zur Anmeldung für das Zertifikat lehren.lernen ist neben dem Kontaktbogen ein einseitiges Motivationsschreiben in der ELF einzureichen. Es dient einer kurzen Darstellung der Beweggründe des Interesses für das Zertifikat lehren.lernen und bildet die Grundlage für das Einführungsgespräch mit einer ELFe. Hinweise zum Inhalt des Motivationsschreibens

    Multiplikatorenschulung

    Multiplikatorenschulungen ermöglichen die Weitergabe an Kenntnissen, Fähigkeiten und Kompetenzen einzelner Personen an eine Vielzahl weiterer Personen, so dass sich diese Fähigkeiten vervielfachen, d.h. multiplizieren. Unter der Bezeichnung MultiplikatorIn ist also eine Person zu verstehen, die in Schulungen angeeignetes, spezifisches Wissen bewusst und geplant an Andere weitergibt (Köck/Ott 2002). Innerhalb der ELF werden die Multiplikatorenschulungen von den ELFen konzipiert und durchgeführt. Der Wissens- und Kompetenzerwerb bezieht sich dabei auf die speziellen Angebote der ELF wie die Kollegiale Fallberatung und das Tutorenprogramm. In diesen beiden Bereichen findet eine systematische Qualifizierung zur Leitung von Fallberatungsgruppen und Tutorengruppen statt.
    Weitere Informationen: hier

    Peer Coaching

    Peer Coaching ist ein Grundprinzip der ELF und bezeichnet einen partnerschaftlichen Prozess der Unterstützung und des Erfahrungsaustauschs. So wird die Gelegenheit zum Abgleich eigener und fremder Perspektiven und zum Austausch von professionellem Wissen geschaffen. Durch die fortlaufende Möglichkeit der Diskussion und Reflexion werden Kenntnisse, Wissen und Fähigkeiten bewusst gemacht, ein Austausch über diese gefördert und Ressourcen nutzbar gemacht.

    Portfolio

    Als Abschlussreflexion für den Erwerb des Zertifikats verfassen die ZertifikatsanwärterInnen ein Portfolio. Dieses soll in einer reflexiven, theoriegeleiteten Auseinandersetzung den individuellen Lehr- und Lernprozess während des Zertifikatserwerbs offen legen und zielt auf eine Theorie-Praxis-Verknüpfung. Die ELF versteht das Portfolio als Entwicklungsportfolio.

    Professionalität

    Laut Reinisch (vgl. 2009, S. 37) wird Professionalität als Produkt eines individuellen Entwicklungsprozesses verstanden, in dem spezifisches Wissen, spezielle Fertigkeiten und Einstellungen erworben werden.
    Bauer (vgl. 2005, S. 81) zufolge handelt eine Person pädagogisch professionell, wenn sie gezielt ein berufliches Selbst aufbaut, das sich an berufstypischen Werten orientiert. Sie ist sich eines umfassenden pädagogischen Handlungsrepertoires zur Bewältigung von Arbeitsaufgaben sicher, kann sich mit sich selbst (innerlich) und anderen Angehörigen der Berufgruppe Pädagogen in einer nicht-alltäglichen Berufssprache verständigen, ihre Handlungen aus einem empirisch-wissenschaftlichen Habitus heraus unter Bezug auf eine Berufswissenschaft begründen und übernimmt persönlich die Verantwortung für Handlungsfolgen in ihrem Einflussbereich. Die alleinige Verfügung über Handlungsmuster ist jedoch noch kein Kennzeichen von Professionalität. Pädagogisches Handeln werde erst dadurch professionell, dass die Handlungsrepertoires auf spezifische Weise eingesetzt werden, nämlich auf Grundlage einer stellvertretenden Deutung der Situation von Lernenden (ebd.). Die Schwierigkeit der Umsetzung professionellen Handelns liegt darin, dass die jeweiligen Umstände des Einzelfalls berücksichtigt werden müssen und daher pädagogisches Handeln immer einen Umgang mit Unsicherheit und Unbestimmtheit einschließt (Helsper 2007, Baumert/Kunter 2006).

    Präsenzbibliothek

    Die ELF verfügt über eine Präsenzbibliothek mit Literatur zu den Schwerpunktthemen der ELF sowie einer umfangreichen Methodensammlung. Die Bücher können während der Präsenzzeit gegen Hinterlegung eines Pfands entliehen werden.

    Präsenzzeit

    Während der Vorlesungszeit finden drei Mal pro Woche (in der vorlesungsfreien Zeit einmal pro Woche) Präsenzzeiten in der ELF statt. In dieser Zeit ist es möglich, Informationen zu den verschiedenen Angeboten zu erhalten, sich für das Zertifikat lehren.lernen oder andere Angebote anzumelden sowie Bücher aus der Präsenzbibliothek zum Kopieren auszuleihen.
    Aktuelle Präsenzzeiten hier

    Pädagogische Basiskompetenzen

    Laut Bauer (2005) bezeichnen pädagogische Basiskompetenzen überfachliche pädagogische Kompetenzen, welche in folgende sechs Dimensionen unterteilt werden:

    • Ziele klären und Inhalte strukturieren
    • Soziale Strukturen bilden
    • Interaktion steuern
    • Kommunizieren und informieren
    • Lernumgebungen gestalten
    • Hintergrundarbeit leisten (planen und organisieren)

    Die einzelnen Dimensionen entfalten ihre volle Wirkung nur in Wechselwirkung miteinander.

    Literatur
    Bauer, Karl-Oswald (2005): Pädagogische Basiskompetenzen. Theorie und Training. Weinheim/ München: Juventa.
    Baumert, Jürgen/ Kunter, Mareike (2006): Stichwort: Professionelle Kompetenz von Lehrkräften. In: Zeitschrift für Erziehungswissenschaft , 9. Jg, Heft 4, 2006, S. 469-520.
    Helsper, Werner (2007): Eine Antwort auf Jürgen Baumerts und Mareike Kunters Kritik am strukturtheoretischen Professionsansatz. In: Zeitschrift für Erziehungswissenschaft, 10 Jg., Heft 4, 2007, S. 567-579.
    Köck, Peter/ Ott, Hans (2002): Wörterbuch für Erziehung und Unterricht.7. mehrfach überarb. und aktual. Aufl. Donauwörth: Auer Verlag.
    Krems, Burkhardt: Art. „Meta- (Metaebene, Metadaten, Metakommunikation, Metasprache, Metasteuerung)“. In: Online Verwaltungslexikon. Online unter: www.olev.de (Stand 04.09.2009)
    Reinisch, Holger: "Lehrerprofessionalität" als theoretischer Term - Eine begriffsystematische Analyse. In: Zlatkin-Troitschanskaia, O./Beck, K./Sembill, D./Nickolaus, R./Mulder, R. (Hrsg.): Lehrerprofessionalität - Bedingungen, Genese, Wirkungen und Messung. Beltz, Weinheim 2009, S. 33-44.

  • R - Z

    Reflexionssitzung zur Kollegialen Fallberatung

    Im Laufe eines Semesters gibt es für ZertifikatsanwärterInnen bzw. für FallgruppenleiterInnen zwei zweistündige Reflexionssitzungen. Diese dienen der Reflexion und dem Austausch über die moderierten Fallsitzungen.

    Ressourcenorientierung

    In der (systemischen) Beratung werden unter Ressourcen (französisch: Mittel, Quelle) Potentiale eines Menschen wie Fähigkeiten, Fertigkeiten, Kenntnisse, Geschicke, Erfahrungen, Talente, Neigungen und Stärken verstanden, die oftmals gar nicht bewusst sind. Systemisch-, ressourcen- und lösungsorientierte Beratungskonzepte stellen die Stärken und Kompetenzen der Ratsuchenden in den Mittelpunkt.

    Schulung für FallgruppenleiterInnen

    Diese eintägige Multiplikatorenschulung findet in einer Kleingruppe statt, bereitet auf die selbstständige Moderation und Organisation Kollegialer Fallberatungsgruppen vor und setzt die Teilnahme an mindestens acht Sitzungen Kollegialer Fallberatung voraus.

    Inhalte

    • Vermittlung und Erprobung von Methoden zum Einstieg, Ausstieg und zur Reflexion Kollegialer Fallberatungssitzungen
    • Schulung von Moderationskompetenzen und der Gesprächsführung
    • Reflexion der eigenen Moderationskompetenzen und Erarbeitung individueller Lernziele
    • Umgang mit Störungen und schwierigen Situationen
    • Vertiefung theoretischer Kenntnisse über Kollegiale Fallberatung
    • Kritische Diskussion des eingesetzten Schemas Kollegialer Fallberatung

    TrainerIn

    Ein/e TrainerIn ist ein/e ZertifikatsanwärterIn, der/die alle Anforderungen erfüllt hat, um ein Training gemeinsam mit einem/r weiteren ZertifikatsanwärterIn zu konzipieren und durchzuführen. Das Training bietet den TrainerInnen Raum für die Erprobung eigener Leitungskompetenz und deren Reflexion.

    Trainerschulung

    Die Trainerschulung ist eintägig und wird von der Trainings-ELFe verantwortet und durchgeführt. Sie richtet sich an die ZertifikatsanwärterInnen, die alle Anforderungen zur Leitung eines Trainings erfüllt haben. In der Trainerschulung wird für alle TrainerInnen das Konzept zu Trainingsbegleitung erläutert, die Trainer-Tandems bilden sich und die Trainings werden einen thematischen Schwerpunktbereich zugeordnet und terminiert. Zugleich werden wichtige inhaltliche Klärungen vorgenommen: Was ist ein Training? Wie ist das Beziehungsverhältnis zwischen TrainerInnen und Teilnehmenden? Was ist ein sinnvolles Trainingskonzept?

    Training

    Ein Training ist ein kostenloses, zweitägiges Lernangebot der ELF, das von zwei ZertifikatsanwärterInnen (TrainerInnen) vorbereitet und durchgeführt wird. Dabei werden sie von einer ELFe begleitet (Peer Coaching). Die Trainings zielen auf eine selbstreflexive Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Trainingsgegenstand. Der theoretische Anteil liegt bei 20% und gewährleistet den Aufbau oder die Erweiterung erziehungswissenschaftlichen Wissens. Die Trainings finden in kleinen Gruppen von bis zu 14 Personen statt. An den Trainings können Studierende der Erziehungs- und Bildungswissenschaften teilnehmen. Übersicht über die aktuellen Trainings der ELF hier

    Trainingsbegleitung (Coach The Trainer)

    Die Trainingsbegleitung ist die Betreuung zweier TrainerInnen während der Vorbereitung, Durchführung und Reflexion eines Trainings durch eine/n studentische/n MitarbeiterIn der ELF. Die ELFe agiert in diesem Prozess als Coach. Konkrete Ziele der Trainingsbegleitung sind die Planung von organisatorischen Sachverhalten, das Setzen von Entwicklungsaufgaben und die Reflexion des Trainings. Die Trainingsbegleitung besteht insgesamt aus einer eintägigen Trainerschulung, drei Begleittreffen von zwei bis vier Zeitstunden sowie der Trainingsbeobachtung inklusive einer Videoreflexion. Das erste Treffen dient vorrangig der inhaltlichen Konkretisierung des Trainings und der Formulierung eines Ausschreibungstextes für die Homepage. Die Konzeptüberarbeitung ist Gegenstand des zweiten Treffens. Darauf folgt die Trainingsbeobachtung mit Videoaufnahme, die im dritten Treffen gemeinsam ausgewertet wird.

    Tutorencoaching

    Das Tutorencoaching findet in Kleingruppen von maximal drei Personen statt und garantiert somit eine intensive Betreuung durch einen studentischen Mitarbeitenden der ELF.

    Tutorenprogramm

    Das Tutorenprogramm des IfE bereitet TutorInnen systematisch auf ihre Lehrtätigkeit vor. Es gliedert sich in die Tutorentrainings I und II, wobei das Tutorentraining I eine vorbereitende, prozessbegleitende sowie methodisch-didaktische Schulung der TutorInnen darstellt und das Tutorentraining II ihren Fokus auf die angeleitete Reflexion der eigenen Leitungskompetenz und der persönlichen Entwicklung legt. Beide Trainings werden von MetatutorInnen geleitet.

    Videoreflexion

    Die Videoreflexion bezeichnet die Reflexion der Leitungskompetenz der Trainer mit Hilfe des während des Trainings aufgezeichneten Videos. Sie erfolgt im dritten Begleittreffen mit der Begleit-ELFe und hat das Ziel, zuvor gestellte Entwicklungsaufgaben zu reflektieren und die Fähigkeiten des Trainers bewusst zu machen, damit diese als Ressource für weitere Entwicklungsaufgaben gesehen werden können (Ressourcenorientierung).

    Zertifikat lehren.lernen

    Das Zertifikat lehren.lernen ist ein Angebot der ELF, das Studierende beim Erwerb beruflicher Handlungskompetenzen unterstützt. Weitere Informationen hier