© pixabay

Oipu Paraguay: Filmabend mit "108 Cuchillo de palo"

Durch Filmvorführungen und Vorträge mit anschließender Diskussion und kulinarischen Delikatessen möchte das Sprachenzentrum in Zusammenarbeit mit dem „Comité de solidaridad con Paraguay“ dem Publikum die Realität Paraguays näherbringen.

"108 Cuchillo de palo"
Regisseurin: Renate Costa Perdomo
Der Dokumentarfilm zeigt welche Misshandlung und Folter Homosexuelle in Paraguay während der Diktatur Alfredo Strossners erlitten. Nach der Filmvorführung wird es einen Kurzvortrag über die Militärdiktatur von 1954 bis 1989 geben.

Inhalt:
Rodolfo, in Wirklichkeit Renate Costas Onkel, war ein "cuchillo de palo", ein Messer aus Holz, so nennt man in Paraguay jemanden, der nutzlos ist. Ein anderer Name, der ihm während der Zeit der Diktatur gegeben wurde war 108. Diese Zahl steht für 108 Männer, die damals auf einer öffentlichen Liste der Homosexualität bezichtigt wurden. Auf einer weiteren Liste, die viel mehr Männer enthielt, stand auch Rodolfo. Dieses öffentliche Outing nahm ihm seine letzte Würde und seinen Schutz in einer homophoben Gesellschaft, die noch dazu aus Angst vor einem wahnsinnigen Diktator alles verbannte, was nicht in ihr Weltbild passte.
Quelle: www.kino-zeit.de/film-kritiken-trailer/cuchillo-de-palo

Wann: 18.6.2018, 19.30 Uhr
Ort: Café Couleur
Veranstalter: Sprachenzentrum der WWU
Kontakt: spanspz@uni-muenster.de

Der Film ist Teil der Reihe "Themenabende zur soziokulturellen Realität Paraguay".

Weiterer Film:
09.7.2018 "Überraschungsfilm"