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Die interaktive Karte »UNESCO-Welterbe: Spätantike Monumente und Schriftdenkmäler«

»Kulturerbe ist in erster Linie Wissen über dieses Erbe. Erst dieses Wissen lässt Menschen Kulturerbe, das auf einem durch Sozialisation und Enkulturation geprägten Blick basiert, erkennen und wertschätzen.« Diese Definition von Markus Tauschek (Kulturerbe. Eine Einführung, Berlin 2013, S. 14 f.) war im Sommersemester 2019 für Studierende der Klassischen und Christlichen Archäologie sowie der Evangelischen Theologie der Ausgangspunkt für die Erarbeitung einer interaktiven Karte. In einer Übung unter Leitung von Dr. Kirsten Krumeich wurden Werke, Stätten und Ensembles der Spätantike zusammengetragen, die von der UNESCO den Welterbe-Status zuerkannt bekommen haben. Eine vergleichbare thematische Übersicht für diese Epoche fehlte bislang.

Nun erlaubt die interaktive Karte »UNESCO-Welterbe: Spätantike Monumente und Schriftdenkmäler«, sich mit 51 Stätten des Mittelmeerraums, Kaukasiens und Nordeuropas vom Katharinenkloster auf dem Sinai bis zum römischen Trier vertraut zu machen. Neun bedeutende Schriftdenkmäler und Sammlungen sind zwischen Utrecht und Erevan zu entdecken. Sie alle sind für das kulturelle Gedächtnis von »außergewöhnlichem universellen Wert« gemäß der UNESCO-Welterbekonvention 1972 bzw. dem UNESCO-Programm »Memory of the World« (»Gedächtnis der Menschheit«) 1992.

Die Übersicht auf OpenStreetMap-Basis ist unter der Creative-Commons-Lizenz CC BY-NC-ND 4.0 online verfügbar. Die Standorte finden sich auf zwei Kartenebenen markiert; ein variables Zoomen auf die jeweilige Kategorie »Monumente« bzw. »Schriftdenkmäler« ist möglich, wie auch eine Listenansicht aller Einträge aufgerufen werden kann. Die Marker mit Bildsymbol und Ortsnamen lassen sich anklicken, ein Popup-Fenster bietet Kurzinformationen zum Welterbetitel und führt über einen Link zum Webangebot der UNESCO mit ausführlichen Texten und Bildergalerien.

Die interaktive Karte soll – im Sinne der Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels 2018, der Kulturwissenschaftler Aleida und Jan Assmann (»Wahr ist, was uns verbindet«, 2018) – zu Dialog und lebendiger Auseinandersetzung mit dem Kulturerbe der Spätantike beitragen.

Kontakt:
Dr. Kirsten Krumeich
E-Mail: k.krumeich@uni-muenster.de

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