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Encoding Cultures united: Erfahrungsbericht zur Joint MEC and TEI Conference 2023

Der Austausch von Erkenntnissen und Forschungsmethoden ist einer der wichtigsten Bausteine wissenschaftlichen Arbeitens. Die Kommunikation zwischen den verschiedenen geisteswissenschaftlichen Disziplinen fördert das Verständnis und die Bewahrung kultureller Äußerungen und Prozesse. Auch die Literatur- und Musikwissenschaft stehen nunmehr vor den technischen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts, wobei besonders die Text Encoding Initiative (TEI) und die Music Encoding Initiative (MEI) wesentliche Schritte der digitalen Transformation gehen. Sie sind bemüht, die vielzähligen Texte aus Menschenhand in einer maschinenlesbaren Struktur zu kodieren und zur Verfügung zu stellen.

Vom 04. bis 08. September 2023 trafen sich beide Coding-Communities in Paderborn und gingen bei der Joint MEC and TEI Conference in regen Austausch. Obwohl die MEI und die TEI bis in die technischen Strukturen hinein eng miteinander verwandt sind, kamen bislang nur vereinzelt Kontakte zustande. In Paderborn waren die „Encoding Cultures“ allerdings vereint. In diesem Beitrag teile ich meine Erfahrungen, die ich als Teilnehmer bei der TEIMEC gesammelt habe. Die ersten beiden Konferenztage boten die Möglichkeit, in verschiedenen Workshops zusammenzukommen und die Verbindung von TEI und MEI praktisch zu erfahren. Von Mittwoch bis Freitag wurden zahlreiche Vorträge gehalten und Diskussionen zu Projekten und wissenschaftlichen Problemstellungen geführt.

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Der AK-DH und seine AGs: Eine kurze Einführung …

Wer schon länger dabei ist, kennt sich aus in den strukturellen Feinheiten der DH-Welt an der Uni Münster. Auf den DH-Seiten der Universität Münster finden sich weitergehende Informationen. Für alle Newcomer hier aber auch eine ganz kurzer Überblick, insbesondere zum AK-DH und seinen AGs:

Zentral für alles ist die Community der DH-Forschenden. Diese traf sich das erste Mal im März 2017 unter dem Titel „Arbeitskreis DH (AK-DH). Zunächst stellten sich DH-Projekte aus allen aktiven geisteswissenschaftlichen Fächern vor. Austauschen und voneinander lernen – darum ging und geht es bis heute im AK-DH – mittlerweile allerdings nicht mehr im Plenum, sondern in Arbeitsgruppen (AGs) zu verschiedenen Arbeitsfeldern und Methoden. Zurzeit sind es sechs AGs, die i.d.R. von einer forschenden Person aus der Community organisiert und von Mitarbeitenden des SCDH als Mentor*in begleitet werden. Je nach Bedarf werden neue AGs gegründet oder ggf. auch abgeschlossen. Dazu mehr am Ende des Artikels.

Zunächst stellen wir im Steckbrief-Format die aktuell bestehenden AGs einzeln vor:

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„Die Steine umdrehen, um zu sehen, ob die Ameisen darunter immer noch so laufen…“

Ludger Hiepel (li.) und Prof. Dr. Johannes Schnocks (re.) forschen zum Ijobbuch

Das SCDH arbeitet mit vielen verschiedenen Forschungsprojekten eng zusammen; einige davon stellen wir auf der DH-Website im Projektschaufenster vor. Um mehr über diese Projekte und ihre Hintergründe zu erfahren, werden wir in loser Folge Interviews mit den Projektverantwortlichen führen. Den Auftakt macht das Projekt zum Ijobbuch des Instituts für Biblische Exegese und Theologie (IBET).

Redaktion: Herr Hiepel, Prof. Dr. Schnocks, Sie treiben gerade das Projekt „Textzeugen des Ijobbuches“ voran. Worum geht es?

Prof. Dr. Schnocks: Das Ijobbuch ist ein biblisches Buch, in dem es um den Umgang mit menschlichem Leid geht. Das ist ein – damals wie heute – schwieriges Thema, und das merkt man dem Buch auch an, in seinen verschiedenen Überlieferungen in den verschiedenen Sprachen. Die wichtige Frage dabei ist: Wenn das Ijobbuch uns heute an einigen Stellen provokativ oder schwierig oder revolutionär vorkommt, haben das eigentlich antike Menschen auch so empfunden?

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